Bericht Spreewald-Radmarathon 20.4.2013

von Daniel Meisen

Die goldene Gurke – 200km Spreewald RTF

Früh am morgen ging es auch dieses Jahr wieder auf in den Spreewald – Ziel war erneut die goldene Gurke! Um 6.30 traf ich mich mit Olaf, der mich netterweise mit in den Spreewald nehmen wollte. Nachdem ich letztes Jahr als einziger Sisu auf den 200 km gestartet bin, waren dieses Jahr deutlich mehr Sisus mit von der Partie: Olaf M., Christopher, Martin, Sven S., Jochen und Rainer. Johannes musste erkältungsbedingt leider absagen, war aber so freundlich seinen Startplatz an Olaf abzutreten, so dass dieser sich die Nachmeldung gespart hat.

Kühl ist es noch (ca. 8 Grad) die Aussichten versprechen aber Besserung. Die Sonne sollte sich hin und wieder zeigen – mehr als 15 Grad wurden es aber nicht. Im Vergleich zu den letzten Jahren war die Veranstaltung deutlich gewachsen, zumindest gefühlt. Allein 500 Voranmeldungen gab es für die 200 km dieses Jahr. Start und Ziel sind auf der Schlossinsel in Lübben. Um auf die Strecke zu kommen, müssen alle Teilnehmer über eine enge Holzbrücke, vorbei am Gurkenpaule.

Das Gedränge auf der Schlossinsel wollten wir uns sparen und sind daher erst hinter der Brücke eingestiegen. Wir haben uns in den vorderen Gruppen einsortiert. Christoper, Sven und Jochen waren etwas weiter hinten. Olaf, Martin, Rainer und ich etwas weiter vorne. Unser Plan war, die ersten beiden Verpflegungspunkte auszulassen um auf der ersten Hälfte ordentlich Tempo zu machen. Trotz der eher unrhythmischen Fahrweise hat alles gut funktioniert, und wir haben planmäßig bei km 110 die Verpflegung angefahren. Unterstützung hatten wir zudem durch ein ASB Sani-Motorrad. Dort wo es möglich war, hat der Fahrer die Kreuzungen für uns frei gehalten.

Nach der Verpflegung haben wir beschlossen, erst einmal alleine weiterzufahren – immer schön gegen den Wind ;-). Später kam wieder eine Gruppe aufgefahren, die sich uns angeschlossen hat. Bis km 170 sind wir dann zusammen gefahren. Das Tempo ging nach und nach wieder deutlich nach oben, so dass ich kurz vor dem Ende habe abreißen lassen. Nach längerer Erkältungspause war es mir einfach zu schnell. Olaf und Martin sind noch weiter in der Gruppe mitgefahren. Im Ziel haben wir uns dann alle bei warmer Suppe aus der Gulaschkanone, kaltem Hefe und vor allem mit der wohlverdienten goldenen Gurke wieder getroffen.

Martin und Olaf sind in knapp unter 6 Stunden durchgekommen, bei mir waren es ein paar Minuten mehr (6:05 h). Die restlichen Sisus trudelten nach und nach ein. Aufgrund diverser familiärer Verpflichtungen löste sich unsere Runde jedoch recht schnell wieder auf, so dass wir es leider nicht mehr zu einem Gruppenfoto geschafft haben.

Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Der Spreewald Radmarathon ist eine sehr schöne Veranstaltung. Wem die 200 km zu lang sind, der kann sich auch auf diversen kürzeren Strecken vergnügen (150km, 110km, 70km, 45km, 20km, 15km, 1km) – sogar ein 8 Einzelzeitfahren gibt es. Die Veranstaltung ist super organisiert und die Verpflegung ist top.

Insgesamt wird sehr diszipliniert gefahren – eher ungewöhnlich bei so großen Veranstaltungen. Stürze habe ich auf der gesamten Fahrt keine gesehen. Einziger Wermutstropfen ist die Streckenführung. Landschaftlich (vor allem ab Burg) ein Traum. Jedoch werden die verschiedenen Strecken später zusammengeführt, so dass es dann mitunter sehr voll und eng auf der Strecke werden kann.

Streckenplan für 2013 hier


© TriGe Sisu Berlin; 12.5.2013