25 km von Berlin ("Big 25") 6.5.2012

von D. und S. Bettge

Nach dem Hochsommerwochenende folgte wieder ein Rückfall in den Spätwinter. 7 Grad und Regen gab es morgens zu vermelden, aber immerhin hörte der Regen rechtzeitig auf. Damit ergab sich ideales Laufwetter: kühl und die meiste Zeit bedeckt, aber trocken und kaum Wind. Das sorgte nicht nur an der kenianischen Spitze (Sieger Kimetto stellte einen neuen Weltrekord auf), sondern auch bei den teilnehmenden Sisus für schnelle Zeiten.

Wie immer ist der Hype um den 25er nicht ganz so groß wie um die großen SCC-Events. Diesmal starteten neben dem 25 km-Hauptlauf auch gleichzeitig am gleichen Ort auf dem Olympischen Platz der Halbmarathon und der 10 km-Lauf. Bei nur 3.438 Läufer/innen auf der 25-km-Strecke plus knappen 1.000 Halbmarathon-Läufer/innen hatte man trotzem die meiste Zeit freie Bahn. Nur am Start mischten auch noch die etwa 2.000 Aspiranten auf die 10-km-Wertung mit, die bogen aber bald ab. Dafür kamen die Halbmarathon-Starter/innen, die durch den Tiergarten abkürzen durften, bei km 13 wieder dazu - das waren aber natürlich die erheblich langsameren, da sie ja in der gleichen Zeit 4 km weniger zurückgelegt hatten.

An der Organisation ist ansonsten nichts auszusetzen, alles funktionierte reibungslos - wenn man mal davon absieht, dass das 10 km-Schild nicht ganz richtig platziert war und die versprochene Halbmarathonzeit doch nicht ausgewiesen wird. Der Streckenverlauf ist schon sehr attraktiv: Vom Olympiastadion runter zum Theodor-Heuss-Platz, dann ewig geradeaus und kilometerlang seicht bergab bis durchs Brandenburger Tor hindurch, am Gendarmenmarkt und Potsdamer Platz vorbei, durch die alte West-Berliner City mit Breitscheidplatz. Nach km 18 beginnt es sich allerdings ein wenig zu ziehen. Bei km 19 bis 20 muss man wieder rauf zum Theodor-Heuss-Platz, da zeigt sich schon, wer noch gut beisammen ist. Ein bisschen fies ist der lange, lange, Zielanlauf auf das Olympiastadion, das bei km 23 in greifbarer Nähe scheint, aber doch noch weiträumig umrundet werden muss. Dafür wird man aber beim Einlauf ins Stadion durch den Tunnel und das Marathontor mehr als entschädigt - hier bekommt wohl fast jede/r eine Gänsehaut.

Schade nur, dass sich nur zwei Sisus zu ihrem Verein bekannt haben. Wir hoffen, trotzdem alle ausgemacht zu haben. (Die Sisu-Man-Punkte gibt's dann aber nicht, ätsch!)

25 km, 2.655 Männer und 783 Frauen im Ziel
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Platz AKPl  AK   Name                             Ziel     
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   1             Kimetto, Dennis Kipruto (KEN)    1:11:18
  37    4  M40   Kaschewsky, Sascha               1:36:05  
  52    7  M40   Hunke, Dirk                      1:39:01  
 159   25  M40   Yule, Stuart                     1:47:16
1197  123  M30   Meisen, Daniel                   2:11:23
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   1             Chepkwony, Caroline (KEN)        1:22:56
 158   26  W45   Bettge, Susi                     2:12:38  
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© TriGe Sisu Berlin; 6.5.2012