1. Bundesliga: TuS Neukölln mit Sisu-Beteiligung

Kurzbericht Ingolstadt 12.6.2016

Das zweite Rennen hat schon ein Woche nach dem Auftakt im Kraichgau in Ingolstadt stattgefunden. Isabel Krüger ist für Juliette eingesprungen, die noch angeschlagen ist von ihrem Sturz im Kraichgau. Pünktlich zum Start setzte auch hier wieder der Regen ein. Da dies absehbar war, hatte sich Sonja Susis neuen Zeitfahrhelm mit Visier ausgeliehen, damit nicht wieder die Kontaktlinsen verrutschen, wenn in der Radgruppe überall Wasser hochsprayt.

Foto: Familie Achterberg

Der Ingolstädter Baggersee bzw. dessen Uferbereiche inklusive Wechselzone hatten sich schon im Laufe der vorigen Wettkämpfe in Matsch verwandelt. Es war also mal wieder nicht ganz einfach, zumal die Wechselwege lang waren und die Zufahrt zur eigentlichen Radstrecke holprig. Nach dem Schwimmstart ergab sich wieder das erwartete Bild: Bianca ganz vorn in der ersten Gruppe dabei, 30 Sekunden dahinter Agata und Isa, Sonja eine Minute nach der Spitze aus dem kalten Wasser, das man bequemerweise bereits am Vorabend als Neo-verboten gemessen hatte.

Hinter Biancas erster Gruppe fuhren zunächst 3 kleinere Grüppchen, Isa in der ersten davon, Sonja in der dritten. Alles war in Sichtweite, entwickelte sich aber nicht weiter, wohl weil keine mäßig schwimmenden Stars nach vorne wollten. Agata stürzte noch in der ersten Runde (zum Glück wohl keine ernsthaften Verletzungen), da waren's wieder nur noch 3. In der zweiten Runde schloss das zweite Grüppchen zum ersten auf, worauf Sonja ein Attacke versuchte, in der Hoffnung an der Wende an den langen Stau heranzukommen und sich anschließend ranzusaugen – das klappte tatsächlich, aber gut 2 km Solo-Vollgas kosten Kraft. Zwei weiteren gelang der Trick auch noch, der Rest blieb zurück.

Bianca entwickelt sich langsam zum Shooting-Star der Mannschaft und konnte nach kontrollierter Fahrt mit einer klasse Laufzeit den 13. Platz halten. Isa hat zwar etwas Laufrückstand, ist aber eine echte Wettkämpferin. Sonja hatte etwas schwere Beine nach der Aufholjagd, und so blieben die beiden in Sichtweite und kamen fast zusammen auf 35 und 36 rein. In der Mannschaftwertung haben die Berlinerinnen damit den 8. Platz von 16 erreicht und stehen nach 2 Wettkämpfen auf 11. Das macht richtig Spaß und gibt etwas Ruhe für die zweite Saisonhälfte mit den Wettkämpfen in Düsseldorf und Tübingen!

Hier ist Domenics Video

Bericht Website der Triathlon-Bundesliga
Bericht Website TuS Neukölln

Die Mannschaft

Am 4.6. startet im Kraichgau in Baden-Württemberg die 1. Triathlon-Bundesliga in die Saison 2016. Das Damenteam des TuS Neukölln geht mit einer neu zusammengesetzten Mannschaft an den Start: Juliette Gogoll (mehrfache Berliner Schülermeisterin) und Agata Kilich (polnische U23-Meisterin 2015) vom TuS selbst sowie Sonja Bettge von Sisu Berlin (Berlin-Brandenburgische Meisterin olympisch 2015) und Bianca Bogen (super Schwimmerin) vom LFV Oberholz in Sachsen, die beiden letzteren per Zweitstartrecht.


Sonja, Juliette, Bianca, Agata

Kurzbericht Kraichgau 4.6.2016

Das erste Rennen ist absolviert. Kurz nach dem Schwimmstart des Damenfeldes ging der große Regen los und hörte bis ins Ziel nicht wirklich wieder auf. Bianca hat nach dem Schwimmen tatsächlich die erste, nur 6-köpfige Radgruppe erreicht und konnte dort mitfahren. Agata kam gut 30 sec später aus dem Wasser, hatte aber Probleme mit ihrem Neo. Juliette kam zusammen mit Agata in die Wechselzone und machte sich sofort auf die Verfolgung der zweiten großen Gruppe. Sonja war schon eine Minute hinter der Spitze zurück, überwechselte Agata und machte sich nach einem sehr schnellen Wechsel ebenfalls auf die Verfolgung.

Sonja musste nach kurzer Vollgasfahrt einsehen, dass die große Gruppe zu schnell war, um sie einzuholen, zumal dort Anne Haug wie ein Staubsauger alle, die das mitgehen konnten, nach vorne fuhr. Sie ließ sich daher in die dritte Gruppe zurückfallen, um dort Kräfte fürs Laufen zu sparen. Juliette fuhr auf ihrer Verfolgung unverhofft auf eine dazwischen liegende Gruppe auf und kam beim Ausweichmanöver auf der nassen Straße zu Fall. Nach dem unsanften Aufprall wurde sie von der Straße gezogen und von den Sanis aufgesammelt. Das ist großes Pech, zumal sie eine sehr erfahrene Radfahrerin ist. Immerhin ist nichts gebrochen, aber es gab die üblichen Sturzfolgen.

Foto: Frank Wechsel, trimag.de

Da waren's plötzlich nur noch 3... Bianca konnte sich bis in die Wechselzone an der Spitze der letztlich riesigen Radgruppe halten – toll! Eine eigentlich gute Laufzeit bedeutete in diesem Spitzenfeld letztlich Platz 26 von 64, eine sehr wertvolle Platzierung. Sonja konnte nach vergleichsweise lockerer Fahrt alles mobilisieren und ihre Radgruppe komplett distanzieren – Platz 42. Agata hatte etwas mehr investieren müssen auf dem Rad und kam auf 47 rein.

Letztlich wurde im Kraichgau nach Addition der Platzziffern der 12. Platz von 16 Mannschaften erreicht, das ist schonmal eine gute Ausgangslage vor den beiden Abstiegsrängen. Wie leicht man auch Scheitern kann, haben wir mit aller Dramatik gesehen. Alles gute an Juliette, die hoffentlich bald wieder ins Renngeschehen eingreifen wird!

Bericht Website der Triathlon-Bundesliga
Bericht Website TuS Neukölln


© TriGe Sisu Berlin; 4.6.2016; 13.6.2016