Triathlon DM Elite Sprintdistanz in Düsseldorf 28.6.2015

von Dirk Bettge

Ganz unverhofft tauchte Sisu Berlin in der Ergebnisliste der U23-DM auf – da hatte man wohl die Startpässe abgeglichen. Dies ist auch der Anlass, warum ich über das Bundesliga-Rennen in Düsseldorf berichte, obwohl Sonja hier wie üblich per Zweitstartrecht mit dem Liga-Team des TuS Neukölln gestartet ist. Susi, Domenic und ich waren angereist um beim dritten BuLi-Rennen anzufeuern und guten Sport zu sehen. Beim Düsseldorfer T3-Triathlon wurden neben Sprint und Kurzstrecke für Jedermann die deutschen Polizeimeisterschaften und die deutschen Meisterschaften Elite und U23 auf der Sprintstrecke (0,75 - 20 - 5) ausgerichtet, letztere eingebettet in die Bundesliga-Rennen bei Frauen und Männern. Austragunsort war der Düsseldorfer Hafen fürs Schwimmen, eine Radstrecke über die großen Rheinbrücken und Laufstrecke an der Rheinpromenade.


Der Düsseldorfer Hafen – "nur ein paar Schwebstoffe"

Ich glaube, wir haben noch nie so viele Absperrgitter auf einmal gesehen wie in Düsseldorf. Jeder Meter Lauf- und Radstrecke war abgesperrt, das reinste Labyrinth, zumal es vom Schwimmausstieg in die Wechselzone ca. 400 Meter waren und von dort ca. 1,5 km bis zur Rheinbrücke. Als Zuschauer musste man echt den Überblick behalten, viele (Um)wege zurücklegen und zigmal auf Durchlass warten. Ich glaube ich bin während des Frauenrennens auch 5 km gelaufen, wenn auch nicht so schnell wie die Damen. Das Hafenwasser war etwas – nun ja, im Wettkampf merkt man das ja nicht so.

Das Starterfeld war einfach nur schnell. Auf Grund der DM-Austragung hatten alle Teams (Frauen wie Männer) ihre schnellsten deutschen Triathleten aufgestellt, hinzu kamen noch einige Einzelstarter. Beim Bild vom Schwimmstart kann man sogar sehen, wie sich der Schall des Startschusses von vorn nach hinten ausbreitet. Das Ziel des TuS-Teams ist nach wie vor, nach dem Aufstieg die beiden Abstiegsplätze der 14-plätzigen Liga zu verlassen. Man steht auf Platz 13, nur einen Hauch hinter den Teams davor, aber eben dahinter. Die letzten sind weit abgeschlagen. Nachdem es beim letzten Rennen im Kraichgau gut lief, hoffte man natürlich auf Fortsetzung. Darüber damnächst mehr auf der TuS-Website.

Nach dem Bundesliga-üblichen Start vom Schwimm-Ponton sprinteten alle wie immer Vollgas los und jede versuchte, irgendeinen Wasserschatten zu kriegen. Sonja war an einer Gruppe am rechten Flügel dran, konnte aber trotz vollen Einsatzes nicht ganz dranbleiben. Ein neues Grüppchen tat sich auf, aber beim Ausstieg war die ursprüngliche Gruppe um 20 Sekunden weg. Klingt nicht viel, aber so reichte es nur für die vierte Radgruppe. Zwei ihrer Mannschaftskolleginnen waren in der 3. Gruppe und eine ganz hinten fast allein (und die Agnes schwimmt immer noch mindestens so schnell wie ich). Auf dem Rad war erstmal alle Mühe vergeblich, weiter nach vorne zu kommen, so dass Sonja sich diesmal darauf beschränkte, den Rückstand zu verwalten und keine Kräfte unnötig zu verpulvern. Im Lauf der Zeit fuhren die Gruppen noch etwas zusammen.


Neue deutsche Meisterin Laura Lindemann, Zweitplatzierte Anne Haug und die Verfolgerinnen

Nach dem Wechsel zum Lauf zeigte sich, dass hier wirklich eine Klassengesellschaft herrscht. Während auf dem Rad nicht so furchtbar viel passiert, drehen hier alle voll auf. Die Spitze läuft um die 17 Minuten, ein paar auch deutlich darunter. Um im Mittelfeld mitzuhalten, sind ungefähr 18:30 min zu laufen. Es ist eben ein hartes Brot und nicht zu vergleichen mit unseren Jedermann-Wettkämpfen. Aber sie waren dabei, haben aus sich rausgeholt was ging und sind nicht letzte geworden. Sonja wurde gesamt 47. von 61 Starterinnen und 23. von 28 in der U23-DM-Wertung. Dies wie gesagt für Sisu Berlin!

Video

Hier ist das Wettkampf-Video von Domenic.

Ergebnislisten


© TriGe Sisu Berlin; 1.7.2015