Airport-Run 21.8.2010

von Nancy Wegener

Anfang August startete ich in meinen wohl verdienten Erholungsurlaub. Spontan bzw. mehr oder weniger aus einer Laune heraus, meldete ich mich dann mal spontan für den AirportRun in Berlin Schönefeld an, da ich ja bei mir keinerlei Wettkämpfe anstanden.

Einen Tag vor dem Berlin-Man war es dann soweit. Gemeinsam mit Carola und Olaf fuhr ich dann morgens zum BBI-Tower, wo sich der Start- und Zielbereich für die Läufer und Läuferinnen der 10 km- und der 21 km- Distanz befand. Organisatorisch war die Veranstaltung gut aufgezogen, denn es gab ausreichend Toiletten, Animation am Startbereich und Spielburgen für Kinder.

Und obwohl so viele Sisus für den morgigen Berlin-Man angemeldet waren trafen wir trotzdem mal wieder auf Vereinsmitglieder. Wir trafen Sascha und Kai, die sich für die 10 km-Distanz entschieden hatten. Nach einem kurzen Plausch begab ich mich dann langsam in das Startfeld. Ich war noch sehr müde und hatte nicht wirklich recht Lust den Halbmarathon zu laufen.

Ich verabschiedete mich dann aber trotzdem von Carola und Olaf und dann fiel auch schon der Startschuss. Zehn Minúten danach starteten dann die 10 km-Läufer. Die Teilnehmerzahl gestaltete sich sehr übersichtlich da ja insgesamt ca. 1000 Teilnehmer an den Start gegangen waren. Was ich persönlich sehr schön fand, war, dass auf der Laufstrecke Pace-Maker unterwegs waren und da ich ja alleine lief, habe ich mich spontan an einen ran gehangen. Die Laufstrecke selbst jedoch war schlicht und ergreifend einfach nur öde und langweilig. Ich lief mit den anderen Startern über typische Baustellengelände und durfte den Anblick von schweren Baukränen, Baufahrzeugen, riesigen Sandbergen, Sicherheitszäunen genießen. Darüberhinaus gab es keinerlei Animation, was ja eigentlich auch nicht weiter schlimm ist aber meinen iPod habe ich dann doch irgendwann vermisst. Die anspruchsvolle Strecke führte mich dann weiter über unzählige Hügel, Asphalt, Schotter, Sand und keinerlei Schatten weit und breit. Dafür brannte der Planet Sonne unbarmherzig auf uns nieder.

Bei km 15 bekam ich dann meinen üblichen Tobsuchtsanfall, weil ich mal wieder solch eine Tortur auf mich genommen hatte. Ich hangelte mich von einem Verpflegungspunkt zum nächsten. Da ich den Lauf nun ganz schnell hinter mich bringen wollte, lief ich an diesem Tag mit jedoch mit meiner neuen persönlichen Bestzeit ein. Die Ziellinie erreichte ich bei 1:50 Uhr und ich war froh den Lauf hinter mich gebracht zu haben.

Carola und Olaf fanden mich dann auch sofort. Nach einem kurzen Plausch mit Sascha und Kai machten wir uns dann auch schon wieder auf den Heimweg, da ja Carola und Olaf noch zur Wettkampfbesprechung mit den anderen Sisus für den Berlin Man mussten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch erwähnen, dass Sascha bei der Veranstaltung vierter Gesamtsiegert auf 10 km war. Auch Kai hat auf dieser Distanz eine Glanzzeit hingelegt. Und beide sahen nach dem Lauf aus, als hätten sie nur zugeschaut. Keine geröteten Wangen oder Salzränder erkennbar.

Glückwunsch, Glückwunsch!!!!!!

Fazit: Diesen Halbmarathon kann ich persönlich nicht empfehlen, außer man läuft gerne für sich allein und legt nicht so viel Wert auf Sight- Seeing... Es gab im Zielbereich eine schöne Medaille, und die Wettkampfverpflegung auf der Laufstrecke war wirklich gut, und die freiwilligen Helfer gut gelaunt und hilfsbereit.


© TriGe Sisu Berlin; 27.8.2010