BerlinMan 1./2.9.2018

von Dirk Bettge; Fotos: Susi

Müsliparty/Startnummernabholung am Samstag Abend

Wie üblich haben wir uns bei schönster Abendsonne in der Jugendherberge am Wannsee getroffen zur Startnummerausgabe, Müsliparty und Wettkampfeinweisung. 23 Sisus stehen in der Startliste für den morgigen Wettkampf über die Mitteldistanz. Hier sind ein paar Eindrücke:

Sprintdistanz am Samstag, Miniman am Sonntag

Beim Volkstri über die Sprintstrecke hat uns diesmal Kerstin Räth ganz allein vertreten (96. von 150). Beim Miniman, der am Sonntag nach dem Start der Mitteldistanz stattgefunden hat, war Emily am Start und hat den dritten Platz bei den Schülerinnen B gewonnen (von 10), hier wurde ein Swim and Run ausgetragen. Kubilay war bei den Schülern C unterwegs (10. von 11).

Wettkampf Mitteldistanz am Sonntag

Die Kurzfassung geht so: 19 Sisus haben die Mitteldistanz gefinisht, als zählbare Ergebnisse sind zu nennen Sonjas 3. Gesamtplatz bei ihrer ersten Mitteldistanz (4:40 h), Micha Nolls 2. Platz in der M50 und Berliner Meister M50 (4:19 h) sowie Stefan Samps Sieg in der M60 (5:21 h). Glückwunsch aber an alle Finisher und Danke an unsere Supporter und Anfeuerer! Für die meisten war es wohl ein emotionaler Wettkampf und teilweise auch der Abschluss der Wettkampfsaison 2018.

Einrichtung Wechselplätze am Morgen

Wieder mal war früh aufstehen angesagt, kurz nach halb fünf musste es schon sein, wenn man noch ein richtiges Frühstück bekommen wollte. Kurz vor sechs losfahren und die restliche Familie abholen, schließlich um Viertel nach sechs vor Ort, also rechtzeitig für ein unhektische Vorbereitung zum Frauenstart um 8:00 Uhr (Sonja), 8:10 (Domenic) und 8:20 ich mal wieder in der M50er Horde, die mit 140 (!) angemeldeten Startern eine eigene Welle bekommen hat! Susi hatte wegen verkorkstem Jahr zurückgezogen und würde die rasende Reporterin spielen, ausgerüstet mit Rad, Straßenmalkreide und der richtig schnellen Spiegelreflex.

Der Parkplatz des Wannseebads, der als Wechselzone dient, war letztlich komplett erneuert worden, so dass die Teppiche viel glatter lagen als gewohnt. Die spitzen Schottersteine würde man im laufenden Rennen nicht bemerken.

Schwimmen

Dank der mittlerweile wieder kühlen Nächte war die Wassertemperatur wieder so weit gesunken, dass selbst der Sprint am Samstag mit Neo geschwommen werden durfte, die Mitteldistanz also erst recht. Am Rand war das Wasser sogar kühler als weiter draußen. Auch die Blaualgen hatten sich aufgelöst, nur die üblichen Wasserpflanzen waren bei leicht gesunkenem Wasserstand näher an der Oberfläche und manchmal auch direkt dort. Langsam kam das Tageslicht richtig auf, aber es würde bewölkt sein bei max. 20 Grad, also im Grunde ideale Bedingungen.

Pünktlich um 8 starteten Denise und Sonja mit allen Frauen und den Herren ab 55 auf die große Runde. Sonja ging den Schwimmsplit Vollgas an und schaffte es tatsächlich, mit einigem Abstand als erste dieser Welle aus dem Wasser zu steigen (abgesehen von einer Promi-Staffel), am Radaufstieg waren es nach einem sehr schnellen Wechsel volle 3 Minuten vor den nächsten Damen. Auch Denise war mit Platz 14 bereits gewohnt gut im Rennen.

Schon ziemlich bald kamen dann unsere schnellsten Schwimmer Lukas und Moritz und dann bereits Micha Noll aus der zuletzt gestarteten M50-Welle, sehr stark. Alle weiteren mischten sich munter und stiefelten die 99 Stufen Richtung Wechselzone hoch. Ich weiß nicht, ob jemand von uns wirklich hochgerannt ist, ich glaube nicht – das ist wesentlich anstrengender als es erstmal klingt, und man möchte ja nicht gleich nach dem Schwimmen das Laktat in die Beine pumpen. Es kommt einiges zusammen: erst knietiefes Wasser, dann tiefer Sand, dann sandiger Asphalt, die Treppe und schließlich der weiter ansteigende Weg, es ist ein ziemlich ausführlicher Wechselweg.

Radfahren

Von mir selbst kann ich nur sagen, dass die Lauferei letztes Mal so schlimm war, dass ich beschlossen hatte, so effizient wie möglich zu fahren, das ging auch ganz gut. Bereits in meiner ersten Runde setzte wenig überraschend für einen BerlinMan leichter Regen ein, der aber bald wieder aufhörte.

Ein paar Sisus habe ich dennoch überholt, Christian hat mich überholt und der führende der Männerkonkurrenz, Maurice Witt, kam auf seinem Weg zum Streckenrekord ebenfalls vorbeigeschossen, sehr beeindruckend.

Die Frauenspitze war uns M50ern bereits dich auf den Fersen dank des Startvorsprungs und schneller Schwimmzeiten. Sonja hielt sich sehr ordentlich, wurde aber von den beiden schnellen Verfolgerinnen gestellt, erst Julia Leenders, Gesamtsiegerin 2010, und gerade noch Annika Timm, die erst vor einer Woche Kallinchen gewonnen hat. Das würde noch interessant werden. Micha Noll ist eindeutig auf dem Weg Richtung Hawaii und fuhr die schnellste Sisu-Radzeit.

Schließlich ging's nach 4 Runden über den Willi wieder weg von der Havelchausee Richtung Abstiegslinie. Als ich gerade am Wechselplatz die Socken anzog lief die Frauenspitze bereits die erste Runde fertig, so dass mir diese Schmach des Überrundetwerdens unverdientermaßen erspart blieb ;-)

Laufen

Die ersten Laufmeter einer Mitteldistanz sind immer etwas schwer, aber eigentlich war's OK. Nach einer Runde hatte ich mich beim 5er Schnitt eingependelt und schielte alle paar Kilometer auf die zu erwartentende Endzeit – unter 5 Stunden sollte problemlos funktionieren, wenn ich so weiter traben würde.

Bald kamen unsere M45er von hinten und zogen langsam vorbei, jeweils mit einem kurzen Meinungsaustausch zur Lage der Nation. Erst Gregor (sah gut aus!), dann Lars, Stuart und auch noch Denise. Sören war voll in Trance und flog förmlich vorbei, Micha sah fast genauso schnell aus, keine Schwächen heute! Am Wendepunkt und um die Endschleife konnte man immer gut sehen, wer von hinten kommt oder vorne wegzieht.

Interessant ist Michas Getränke-Stunt, den wir im folgenden Bild bewundern können. Da muss ich echt mal nachfragen, wie das geht:

Ziel und Siegerehrungen

Im Ziel wartete Susi auf uns und konnte bejubeln, wie Micha kurz vor Ende gerade noch Sonja einholte und als zweiter der riesigen M50er-Meute die AK-Meisterschaft feiern konnte. 4:20 h sind stark, und der 19. Gesamtrang zeigt, wie gut besetzt die Konkurrenz auch dieses Jahr wieder war. Auch unser Kallinchen-Sieger Marcel Obersteller kam nur als 16. rein. Ganz vorn hatte Maurice mit 3:56 h die magische 4-Stunden-Grenze geknackt und damit die Spitzenzeiten von Claus-Henning Schulke und Florian Seifert egalisiert. Sören lief knapp unter 1:22 und machte einen riesigen Satz der Erleichterung und des Stolzes im Ziel. Auch Lukas hat wohl seine erste Mitteldistanz absolviert.

Bei den Frauen zeigte Julia, dass sie läuferisch nicht zu schlagen war und so einem sicheren zweiten Gesamtsieg entgegenlief. Sonja überwand anfängliche Magenprobleme, lief dann praktisch immer in Sichtweite von Annika aber mit viel Luft nach hinten auf den Bronzeplatz. Das Lächeln im Ziel spricht Bände! Kein Sisu hat aufgegeben, die Liste der guten Leistungen ist lang, lest selbst nach. In zwei Jahren sehen wir uns wieder!

 

2,2-88-20 km; 93 Frauen und 501 Männer am Start

 Pl  Name,Vorname           Verein          AK  Pl  BBM  Ziel    swim  T1   bike   swim+bike T2  run
========================================================================================================
  1  Julia Leenders         Weltraumjogger  W30  1    1  4:30:21 34:08 1:06 2:29:30 3:04:44 1:20 1:24:17
  2  Annika Timm            Ifa Nonstop     W25  1    1  4:39:06 37:40 1:19 2:28:10 3:07:09 1:09 1:30:48
  3  Sonja Bettge           Sisu Berlin     W20  1    1  4:40:11 31:05 0:52 2:35:48 3:07:45 1:18 1:31:08
 15  Denise Kottwitz        Sisu Berlin     W40  5    4  5:14:32 37:43 1:31 2:55:05 3:34:19 1:16 1:38:57
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  1  Maurice Witt           BSV Friesen     M20  1    1  3:56:30 26:31 0:58 2:13:02 2:40:31 0:49 1:15:10
 19  Michael Noll           Sisu Berlin     M50  2    1  4:19:55 32:43 1:46 2:20:16 2:54:45 1:37 1:23:33
 34  Sören Draffehn         Sisu Berlin     M30  7    4  4:32:07 36:26 1:24 2:31:20 3:09:10 1:01 1:21:56
 60  Lukas Jarius           Sisu Berlin     M25  7    6  4:42:23 29:59 1:16 2:30:42 3:01:57 1:27 1:38:59
100  Gregor Weidner         Sisu Berlin     M40 17    7  4:53:19 40:23 2:55 2:34:16 3:17:34 1:55 1:33:50
105  Tobias Klein           Sisu Berlin     M45 12    5  4:54:24 39:08 1:35 2:31:10 3:11:53 1:54 1:40:37
109  Christian Nokel        Sisu Berlin     M50 18   13  4:54:50 37:43 1:30 2:25:40 3:04:53 1:28 1:48:29
114  Dirk Bettge            Sisu Berlin     M50 19   14  4:56:11 36:58 1:44 2:33:40 3:12:22 1:23 1:42:26
123  Stuart Yule            Sisu Berlin     M45 14    6  4:57:58 40:25 2:04 2:37:17 3:19:46 1:58 1:36:14
125  Moritz Jäger           Sisu Berlin     M35 25    8  4:58:14 30:34 1:17 2:48:58 3:20:49 1:32 1:35:53
147  Lars Karow             Sisu Berlin     M45 16    8  5:00:32 40:04 1:52 2:37:21 3:19:17 1:45 1:39:30
151  Carl Isaac             Sisu Berlin     M45 17    9  5:01:25 39:15 1:56 2:43:58 3:25:09 2:02 1:34:14
199  Jörg Zotzmann          Sisu Berlin     M45 27   11  5:11:05 46:07 2:25 2:35:23 3:23:55 1:21 1:45:49
262  Stefan Samp            Sisu Berlin     M60  1   --  5:21:10 39:05 3:13 2:43:45 3:26:03 2:39 1:52:28
294  Andre Weyers           Sisu Berlin     M45 40   13  5:29:04 42:29 2:54 2:48:04 3:33:27 1:39 1:53:58
323  Domenic Achterberg     Sisu Berlin     M25 18    9  5:33:16 47:57 1:27 2:46:39 3:36:03 1:17 1:55:56
353  Holger Mohns           Sisu Berlin     M50 60   23  5:38:46 42:30 4:55 2:38:12 3:25:37 2:25 2:10:44
429  Peter Weber            Sisu Berlin     M45 63   14  6:04:04 44:32 2:23 2:50:26 3:37:21 2:39 2:24:04
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