Berlin-Triathlon 3.6.2018

von Lukas Jarius

Mein erster Beitrag für den Sisu-Erfahrungsbericht – das zweite Mal stand nun der Berlin Triathlon in meinem Rennkalender. Im letztes Jahr war ich schon an den Start gegangen und hatte dabei soviel Spaß beim Radfahren in der Gruppe, dass ich mir dachte, da muss ich nochmal hin. Da geht noch was!

Wie gedacht, so gemacht. Leider fing es etwas holprig an, indem ich meine Startnummer aus privaten Gründen am Samstag nicht selber abholen konnte. Da ich aber noch andere Mitstreiter vom Sisu hatte, half mir Radek aus und besorgten kurzerhand meine Startunterlagen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Der Tag selbst, fing dann ganz ruhig an. Doch schon auf dem Weg zum Wettkampf wurde es etwas kniffelig, weil ich nicht mitbekommen hatte, dass die Ringbahn nur im 20 Minuten-Takt fuhr. Da ich aber rechtzeitig losfuhr, kam ich dann doch kurz nach Öffnung der Wechselzone am Treptower Park an. Kurzerhand besorgte ich mir meine Startunterlagen und begab mich zu meinem Startplatz. Beim Aufbau fiel mir dann auf, dass es dieses Jahr aus Logistikgründen keine Badekappe gab und ich mir auch keine als Ersatz eingepackt hatte. Also bei den Sisus rumgefragt und zum Glück hatte Frank Deutschmann noch eine im Motorrad dabei, obwohl er nur als Kampfrichter vor Ort war – vielen Dank auch an dich!

Nachdem Jochen, ein weiterer Sisu-Starter, mich dann nach Gummis für seine Radschuhe fragte, fiel mir auf, dass ich nur einen dabei hatte. Also musste ich um planen, sodass die Radschuhe später eben schon in der Wechselzone angezogen werden mussten. Während des Aufbaus wurden dann auch schon die ersten Pläne geschmiedet, wie Ingo, Mariusz, Jochen und Radek mich auf der Laufstrecke jagen wollten. Aber ich hatte mir einen Plan überlegt, wie ich meinen Platz 18 aus dem letzten Jahr noch verbessern könnte. Schneller schwimmen, in der ersten Radgruppe sein und dann laufen was das Zeug hält.

Nach der Wettkampfbesprechung ging es dann auch schon ins Wasser zum Einschwimmen. Der Start erfolgte pünktlich um 11 Uhr. Leider hatte man den Countdown im Wasser nicht gehört, weil kurzerhand einfach die Starter vor dem Moderator ihr eigenen Countdown gestartet hatten, um nicht weiter in dem Gedränge an der Startlinie warten zu müssen. Also schwammen schon einige zu früh los. Für mich hieß es dann nichts wie hinterher und raus aus der Masse.

Nach ca. 50 Metern wunderte ich mich dann auch, dass auf einmal keiner mehr neben mir war und vor mir nur drei Mitstreiter schwammen. Also nichts wie ab in den Wasserschatten und mitgeschwommen. Leider reichte es nur für die erste Runde. Die zweite Schwimmrunde um die Insel der Jugend und dem Getümmel der zweiten Startwelle erfolgte jedoch ohne große Probleme. Am Wasseraustieg wurde mir dann mitgeteilt "Platz vier". Sehr cool, mein Plan schien also schon einmal zu funktionieren. Schnell in die Wechselzone und ab aufs Rad.

In der erste Runde konnte ich also die freie Strecke genießen, um dann Ingo kurz nach der Wechselzone für meine "Radgruppe" zu gewinnen. Da wir uns aber zu zweit wahrscheinlich kaputtgefahren hätten, nahmen wir das Tempo raus und gliederten uns nach 2 1/2 Runden freie Bahn bei den Verfolgern ein. Die weitere Radfahrt erfolgte ohne zwischen Fälle und ich verabschiedete mich nach 9 schnellen Runden aus der restlichen Gruppe. Ich konnte es kaum glauben, aber ich war nach dem Rad auf Platz 3 vorgerückt. Doch vor lauter Freude öffnete ich mein Helm zu früh und handelte mir damit 10 s berechtigte Strafe ein. Den Zweiten in Sichtweite wusste ich, dass ich jetzt schnell machen muss, weil mich ja nicht nur die anderen 4 Herren vom Sisu jagen wollten, sondern noch andere starke Läufer.

So kam es dann nach 2,5 km, dass die ersten mich einholten. Leider war das Tempo doch etwas zu schnell, um dran zu bleiben. Insgesamt handelt es sich beim Laufen um 2 Runden á 5,1 km, an der Radstrecke vorbei und ab in den Wald und wieder zum Zieleinlauf. Ich konnte ein ganz gutes Tempo von 4:19 im Schnitt laufen und wähnte mich auf dem roten Teppich und Platz 8 schon in Sicherheit, bis dann leider noch einer im Sprint an mir vorbei düste und ich nicht mehr kontern konnte. Aber trotzdem, es blieb mit 2:07 h bei einem super 9. Platz und damit auch meiner ersten Top-Ten Platzierung in meiner jungen Triathlon-"Karriere".

Insgesamt konnte ich mir mit dem Ergebnis, mein schönstes Geburtstaggeschenk selbst machen und zusätzlich noch einiges an Erfahrung mitnehmen. Den blöden Helm erst nachdem Rad abstellen öffnen, dann braucht man später auch nicht zu sprinten ;-)

Ergebnisliste bei Triathlon-Service

 


© TriGe Sisu Berlin; 5.6.2018