Berlin-Triathlon XL 16.7.2017

von Jochen Becker

Am 16.07.17 ging es für mich auf meine längste Distanz des Jahres. Nachdem ich dort schon einige Male Zuschauer war, bin ich nun zum ersten Mal selbst am Start gewesen. Der Tag begann gleich recht hektisch: Noch bevor ich einchecken konnte, riss mir am S-Bahnhof eine Speiche, und ich musste mein Rad 5 km durch den Wald schieben. Dank einiger Helfer und dem super Radservice von triathlon.de konnte der Schaden schnell repariert werden.

Schwimmstart war um 9 Uhr, es durfte mit Neopren geschwommen werden. Ich kam gut weg und fand eine kleine Gruppe, bei der ich gut mitschwimmen konnte. In der Wechselzone ging alles recht zügig, und ich machte mich auf die Radstrecke. Die erste Hälfte bin ich etwas zu ruhig angegangen. Da wir Rückenwind hatten, wäre sicher ein etwas höheres Tempo drin gewesen. Mein Plan, die zweite Hälfte schneller zu fahren, ist somit durch den Gegenwind nicht aufgegangen. Ich kam trotzdem relativ frisch zurück zum 2. Wechsel und wollte nun durch das Laufen wieder Plätze aufholen. Mein direkter Konkurrent in der M40 hatte etwa 1,5 km Vorsprung. Ich wusste, dass es schwer wird, da noch ranzukommen. Dort begegnete ich auch Heiko, der wie immer zügig unterwegs war.

Zum Ende verließen mich ein wenig die Kräfte, und es ging letztendlich nur noch darum, meine Platzierung zu halten. Ich kam noch etwas nach vorne, es reichte immerhin für den 2. Platz in meiner AK. Im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden im Ziel. Dort erwischte mich allerdings ein schwerer Krampf, und die Helfer machten sich um mich große Sorgen. Mir ging es verhältnismäßig gut, nur konnte ich nicht mehr aufstehen.

Ich finde den Wettkampf sehr gut organisiert, denn er hat zumindest auf der Mitteldistanz ein gutes Format. Mittlerweile starten dort nicht nur nationale, sondern auch internationale Teilnehmer. Insbesondere waren viele Franzosen am Start, mit denen man auch nach dem Rennen noch gut feiern kann. Berlin kann sich nun auch in Sachen Veranstaltungen sehen lassen, und man sollte das in seiner Heimat auch entsprechend fordern. In anderen Großstädten funktioniert das bereits langfristig sehr gut. Lediglich auf der Langdistanz fehlen noch ein paar Starter und die notwendige Zuschauerkulisse.

Heiko wurde übrigens Gesamtvierter und bester Berliner auf der Mitteldistanz. André kam auch zufrieden ins Ziel, Radoslaw blieb glaube ich nach Krankheit etwas unter seinen Möglichkeiten. Berlin rockt den Triathlon!

 

1,9 - 93 - 21 km; 246 Maenner und 58 Frauen im Ziel

 Pl  Name                   Verein               Ak  Pl  gesamt   swim       bike         s+b          run
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  1  Barkschat, Tobias      WSV 21 Wolfenbuettel M25  1  4:14:03  27:40(  5) 2:19:45(  1) 2:47:25(  1) 1:26:38(  5)
  4  Pietsch, Heiko         Sisu Berlin          M30  1  4:25:09  31:55( 33) 2:29:41(  6) 3:01:36(  5) 1:23:33(  4)
 15  Becker, Jochen         Sisu Berlin          M40  2  4:40:37  29:44( 13) 2:40:05( 40) 3:09:49( 31) 1:30:48( 10)
 54  Klein, Tobias          Sisu Berlin          M45 14  5:00:08  33:52( 63) 2:42:54( 56) 3:16:46( 52) 1:43:22( 67)
105  Tomaszewski, Radoslaw  Sisu Berlin          M40 12  5:18:56  32:37( 41) 2:52:18(120) 3:24:55( 90) 1:54:01(148)
172  Weyers, Andre          Sisu Berlin          M45 45  5:50:52  45:51(255) 2:59:46(153) 3:45:37(185) 2:05:15(213)
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© TriGe Sisu Berlin; 22.7.2017