Deutsche Meisterschaften Jugend/Junioren Braunschweig 30./31.7.2011

Bericht: Sonja Bettge; Fotos: Dirk Bettge

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Anreise

Dieses Jahr reisten wir frühzeitig bereits am Donnerstagmorgen an. So hatten wir genug Zeit, in Ruhe die Strecken zu besichtigen. Die Radstrecke hatte einen kitzeligen Kreisverkehr und heftigen Seitenwind. Am nächsten Tag sah man schon ganze Horden von Triathleten durch den Park am Heidbergsee laufen. Ich war schon ziemlich aufgeregt. Am Abend gab es dann wie üblich die Startunterlagen und das große Treffen mit den anderen.

Samstag, 30.07.2011: Einzelstarts

Ein Blick aus dem Fenster ließ die Hoffnungen für gutes Wetter schwinden. Es regnete in Strömen bei 14 Grad. Beim Check-In fror ich trotz mehrerer Jacken und Hosen und fühlte mich sehr an den Sisu-Winterduathlon erinnert.

Zuerst starteten um 10 und 11 Uhr die jüngeren Mädchen und Jungen von der Jugend B. Die durften alle noch den halben Sprint absolvieren, und das ging schnell vorbei. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen.

Um 12 Uhr war mein Start (weibliche Jugend A) über die volle Sprintstrecke 0,75-20-5 km. Es durfte bei 19 Grad Wassertemperatur mit Neo geschwommen werden und ich freute mich, endlich mal richtig in Bewegung zu kommen. Zwei Runden á 375m mit Landgang galt es in dem wirklich sehr kleinen Heidbergsee zu absolvieren. Eine Runde füllte ihn nahezu aus. Mein Ziel war es, nicht als Letzte aus dem Wasser zu steigen. Beim Schwimmstart kam ich gut weg, hatte aber ein paar Probleme an der ersten Boje, wo es drüber und drunter ging und ich nicht wusste, wie ich meine Arme über Wasser bekommen geschweige denn atmen sollte. Ich konnte nicht ganz am großen Pulk dranbleiben, wenigstens stiegen noch zwei nach mir aus dem Wasser.

Schnell machte ich mich mit dem Rad auf den Weg zur leicht hügeligen und extrem windigen Radstrecke. Bei allen diesen Rennen war wie üblich Windschattenfreigabe. Die großen Gruppen waren leider alle schon weg. Ich überholte einige (darunter leider auch Verletzte aus der zweiten Radgruppe – Isabel war in guter Position einfach von der Straße geweht worden) und kam nach zwei Runden á 10km mit drei anderen in die Wechselzone.

Endlich ging es auf die etwas verwinkelte Laufstrecke im Park, 2 Runden über je 2,5 km. Ich konnte noch ein paar überholen, unter anderem die beiden vor mir liegenden Kader-Kolleginnen, die 1,5 Minuten vor mir gewechselt hatten. Im Ziel war ich total fertig, aber zufrieden mit meinem Endergebnis, war immerhin als erste Berlinerin im Ziel. Mama und Papa riefen mir schon vom Zaun aus zu, wahrscheinlich sah ich nicht so aus, als ob ich alleine zu ihnen gefunden hätte. Schnell packte ich mich wieder warm ein, um die Jungs anzufeuern.

Am Abend war dann Siegerehrung und Pasta-Party im Hotel. Vorher wurde noch über die Staffel für Sonntag diskutiert.

weibliche Jugend A, 41 Starterinnen, 36 im Ziel
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 Pl  Name              Land               gesamt      swim   bike   run
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  1  ANTONI Sharon     BADEN-WÜRTTEMBERG  1:04:52.51   9:48  37:35  17:28
 24  BETTGE Sonja      BERLIN             1:10:38.47  11:14  39:39  19:46
 25  WOLF Vivian       BERLIN             1:10:57.73  10:48  38:50  21:18
 26  SCHRÖDER Antonia  BERLIN             1:11:55.68  10:29  39:08  22:17
DNF  KRÜGER Isabel     BERLIN             -           10:02  -      -
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Sonntag, 31.07.2011: Staffel

Gleiches Wetter, gleiche Zeit, gleicher Ort

Jedes Bundesland durfte zwei Staffeln mit je zwei Mädchen und zwei Jungen an den Start schicken. Alle Starter mussten einen Minitriathlon (0,375-6-1,25 km) nacheinander absolvieren. Startreihenfolge w/m/w/m. Ich durfte dieses Jahr in der ersten Staffel an dritter Position starten. Der See hatte gefühlte 16 Grad und es war Neopflicht, so kalt war es geworden. Die zweite Staffel von Berlin lag noch vor uns, als ich auf die Strecke ging, denn deren erste Schwimmerin war schneller und hatte eine gute Radgruppe erwischt. Der ganze Wettkampf ging schnell vorbei und ich keuchte die ganze Zeit wie beim 800m-Lauf. Ich konnte den Abstand etwas verringern, und unser letzter Junge überwechselte schließlich nach dem Radfahren die andere Staffel, so dass wir im Ziel ganz knapp vorne lagen. Die Staffel bietet immer einen schönen Abschluss. Alle haben noch mal richtig Spaß, und ich finde es erstaunlich, wie schnell man trotz der schweren Arme und Beine vom Vortag sein kann, wenn es darum geht, vor den anderen im Ziel zu sein.

Das Starterfeld des Berliner Landeskaders

Insgesamt war der Wettkampf gut organisiert und der Veranstaltungsort wäre noch schöner gewesen, wenn das Wetter etwas besser gewesen wäre. Die Zuschauer und Angehörigen verteilten sich trotzdem gut an der Strecke und feuerten uns an. Großen Dank an unsere Trainer Sebastian Hauer und Joachim Herrgesell und an das Basislager der Schröders!


© TriGe Sisu Berlin; 19.8.2011