Erkner Triathlon 10.9.2017

von Domenic Achterberg

Am 10.9. fand zum ersten Mal der Stadler Erkner Triathlon statt. Mit dem Termin am Ende der diesjährigen Saison, habe ich mir den Wettkampf für meine zweite Mitteldistanz ausgesucht. Nach dem BerlinMan letztes Jahr wollte ich es noch einmal wissen und die Distanz auch über den Lauf richtig durchziehen. Ich hatte das Gefühl, dass meine Radform dieses Jahr besser ist und daher das Ziel ohne Krämpfe ab Kilometer fünf und unter sechs Stunden ins Ziel zu kommen.

Der Wettkampf wurde zum ersten Mal ausgetragen, findet in Erkner unweit des S-Bahnhofs statt und ist somit gut zu erreichen. Direkt am Dämeritzsee liegt ein Sportstadion. Auf dem Rasen des Fußballplatzes war ausreichend Platz für die ordentlich aufgebaute Wechselzone. Insgesamt fand ich die Organisation, was Ablauf, Aufbau, Beschilderung und Helfer anging, sehr gelungen. Der Schwimmkurs ist 1,9 km lang, die in zwei Runden geschwommen werden. Anschließend geht es auf die Radstrecke, die verhältnismäßig lang ist. Wie sich zum Schluss herausstellte mit ca. 95 km sogar noch länger als in der Ausschreibung. Die Strecke ist leider nicht sehr zuschauerfreundlich, da man bis zur Runde um die Spreewiesen, die man dreimal hinter sich bringen muss, schon ca. 7 km fährt. Zum Abschluss gibt es eine fünf Kilometer Wendepunktstrecke, die man mit Stadionrunde zweimal absolviert, bevor man im Stadion ins Ziel einläuft.

Es war ein weiterer Wettkampf mit Neo, was mir wie immer sehr entgegen kam. Von der offiziellen Messung habe ich nichts gehört, aber das Wasser hatte vermutlich doch nur noch ca. 18 Grad. Beim Schwimmen habe ich natürlich keine Wunder erwartet, aber ich konnte ohne großes Geprügel am Anfang gut durchschwimmen und habe mich zufrieden auf den Weg zum Wechsel gemacht. Was die Wettkampfkleidung angeht, habe ich für eine Mitteldistanz vermutlich noch nicht genug Routine und Erfahrung. Deshalb war komplettes Umziehen bei beiden Wechseln angesagt. Das Anziehen von Radsachen, nachdem man nass vom Schwimmen kommt, hätte ich aber vielleicht in mein Wechseltraining aufnehmen sollen. Bei der Gesamtzeit, die ich bei einer Mitteldistanz unterwegs bin, mache ich mir allerdings um die Wechselzeit im Moment noch nicht so viel Gedanken.

Auf dem Rad habe ich mich gut gefühlt und konnte, denke ich, ein paar Plätze gut machen. Als ich auf die zweite Radrunde ging, mischten sich gerade die Teilnehmer der olympischen Distanz in das Feld. So wurde es kurzeitig etwas voller, was aber auf der Strecke kein großes Problem darstellt. Auf der dritten Radrunde wurde es dann plötzlich wieder sehr leer. Ich konnte mein Tempo recht konstant halten, bis zur letzten Runde mit aufreißenden Wolken der Wind etwas zunahm und die Kräfte etwas schwanden. Umso motivierter war ich dann, vom Rad zu steigen und auf den Lauf zu gehen.

Die Laufstrecke ist nicht sonderlich spektakulär, aber einfach zu laufen. Ich würde sagen, bis Kilometer 13 konnte ich ein gutes Tempo halten, danach wurde es anstrengender und die Füße kamen nicht mehr ganz so hoch. Dennoch war ich überrascht, wie gut ich durchlaufen konnte, so dass ich mit Ausnahme einer kurzen Gehpause komplett ohne Krämpfe durchlaufen konnte und trotz der zusätzlichen Radkilometer mein Ziel von sechs Stunden locker erreicht habe.

Mir hat der Wettkampf großen Spaß gemacht, und jetzt habe ich das Gefühl, dass ich die Mitteldistanz wirklich bezwungen habe. Das war nach dem BerlinMan doch etwas offen geblieben. Nächstes Jahr will ich es dann am Wannsee noch einmal wissen, aber auch für die nächste Austragung in Erkner kann man sich bereits anmelden.

Ergebnisliste Mitteldistanz

Veranstalter-Website

 


© TriGe Sisu Berlin; 2.10.2017