16. Erlanger Kurztriathlon 8.8.2010

von Peter Weber

Für mich als Neuling auf dem Gebiet des Trisports hab ich hier meinen schönsten Wettkampf erlebt. Leider bin ich nicht für Sisu gestartet.

Im Monat Mai meldete ich mich zusammen mit einem Bekannten für den Erlanger Triathlon an. 60 Euro hatte ich überwiesen. Am Samstag den 7.8.2010 holte ich meine Startunterlagen ab und war das erste Mal positiv überrascht, dass ich 10,- Euro in die Hand bekommen habe. Dies war dafür, dass ich meine Startunterlagen nicht erst am Starttag entgegengenommen habe. Die Übernachtung war glücklicher Weise in Nürnberg bei diesem Bekannten.

Am 8.8. um 9:00 fiel der Startschuss für die Triathleten der Kurzdistanz - Wasserstart. Angemessen gefüllt war es an der Startlinie, das Wasser grünlich, gerade mit so viel Schwebteilchen, dass der Vordermann schlecht zu sehen war. Im Kanal ging es dann ca. 500 m stromaufwärts, wenn man überhaupt vom Strom reden kann, und nach der Wende 1000 m stromabwärts. Mehr als 10 Helfer standen nun an der Ausstiegsstelle und halfen jeden Athleten aus dem Wasser. Nach ca. 100m kam ich dann zur Gasse in der meine Radutensilien standen, mit dem Neo in der Hüfte lief ich weitere 50m ins Zelt, so eine Art Pavillon, der auf zwei Seiten offen war, wo mir gleich eine Helferin, den Neo vom Leib zuziehen begann - ich war erstaunt, so schnell hab ichs noch nie geschafft.

Nach weiteren 100 m war ich an meinem Rad angekommen, Schuhe, Strümpfe (ja ich brauch diese), Helm, Brille und Startnummernband angelegt - noch mal 100 m - aufsitzen und losradeln. Zunächst ging es bergauf über die nahegelegene Brücke, die über den besagten Kanal verlief. Ich begann ziemlich schnell Tempo aufzunehmen 'geht's hier nur bergab?'. Mein Tacho zeigt die ganze Zeit immer was um 38-40 km/h an für meine Verhältnisse schnell - plötzlich ging es wirklich bergab, steil - das liebe ich wirklich - größte Übersetzung drin (53-12) und die Beine strampelten bei Tempo 74 nur so. Leider nicht viel von Nutzen, scharfes Bremsen war im Dorf notwendig um die enge Kurve zu bezwingen, die Bremswirkung lies nach, es roch nach heißem Gummi - Glück gehabt. Danach kamen drei Anstiege, die mich zwar im Sattel sitzen ließen, jedoch bei Tempo 15 schon heftige Schmerzen in den Oberschenkeln verursachten. Eine Verpflegungsstelle, Trinkflaschen mit ISO oder Wasser wurden gereicht - kannte ich bisher nicht. Nach 40 km und einer laut Tacho angezeigten Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,2 km/h der letzte Wechsel. Kaum hatte ich die Wechselzone mit meinem Rad an der Seite betreten, wurde mir dieses auch schon aus der Hand genommen. Nach ca. 100 m eine Gasse mit sämtlichen Laufutensilien - nach meiner Startnummer schauen, nehmen und ab ins Zelt. Ja ich habe erst hier meine Radschuhe ausgezogen, d.h. nicht ich, da war wieder eine Helferin, die mir auch meine Tasche packte und mich auf die letzte Disziplin schickte. Laufen!

Mit bereits einigen Kilometern Dauergrinsen im Gesicht ging es ca. 5 min. am Kanal entlang und dann bog ich links zum ersten Schaulaufen ins Stadion ein. Sechs Treppenstufen die man absolvieren musste, um aus dem Stadion zu kommen, waren das Einzige was mir negativ auffiel. Mehr und mehr erfreute ich mich der vier oder waren es fünf Verpflegungsstellen auf der Laufstrecke, die man zudem auch noch 2x passierte. Wahlweise gab es Iso, Wasser und/ oder Cola. Eine Verpflegungsstelle hatte Bier im Angebot. 90 % der Laufstrecke befand sich im Wald, also schattig - was für ein Segen wenn man die diesjährigen Tris in Ferropolis, Bamberg oder Koschenberg gemacht hat. Kurz vor dem Stadion wieder viele Besucher Zuschauer und Helfer, die einen z. T. mit Namen anfeuerten - Gänsehaut pur - Mein Ziel lautete unter 2:45:00 bei 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren einer Laufstrecke von 11 km.

Nach 2:44:43 im Ziel, im Stadion des TV 1848 Erlangen – ich war überglücklich und auch beim Schreiben dieses Berichtes, hatte ich fast Pipi in den Augen... enorm hohes Wiederholungspotential.


© TriGe Sisu Berlin; 12.8.2010