Ironman Germany, Frankfurt/M 24.7.2011

von Michael Noll

Die diesjährige Langstreckentour sollte mal wieder nach Frankfurt führen. Die Anfahrt am Donnerstag vor dem Start verlief problemlos, auf der Autobahn bei Erfurt gab es allerdings schon einen Vorgeschmack zum Rennen: es goss in Strömen, und man konnte dem Thermometer beim freien Fall zusehen, bis es bei 13 Grad Außentemperatur stoppte.

Freitag kamen mit Olli und Kai die anderen Aktiven, die im selben Hotel untergebracht waren. Freitag Nachmittag konnten wir bei der Nudelparty noch Energie tanken und weltmeisterliche Unterstützung einholen (siehe Foto). Samstag war dann Rad Check am Langener Waldsee, wo wir dann auch Christopher in Aktion sehen konnten. Christian war mit Daniel als Wettkampfrichter im Einsatz und sorgte beim Check in für Ordnung. Nachmittags war dann noch mal Nudelessen am Römer angesagt, bevor sich alle zeitig zurückzogen.

Nachdem in Frankfurt am Freitag und Samstag eigentlich recht schönes, trockenes Wetter war, gab es Sonntag den wettermäßigen Tiefpunkt bei Regen und unter 13 Grad. Nach meinen Erfahrungen vor drei Jahren in Roth hatte ich diesmal die Sisu-Windweste zum Überziehen dabei. Ein Superkleidungsutensil, was mich, wie sich herausstellen sollte, vor Unterkühlung bewahrt hat. Für mich fiel der Startschuss mit der 1. Startgruppe um 06:45 Uhr – die Profis wurden im selben Block gestartet. Leider konnte ich den Tipp, mich in Faris' Wasserschatten zu hängen, nicht ganz umsetzen. So musste ich mich an die anderen blauen Badekappen halten und im Pulk die Strecke absolvieren. Nach einer knappen Stunde war die wärmste Disziplin des Tages beendet. Als ich aus dem Wasser kam, sagte der Streckensprecher noch einige Profifrauen namentlich an, die sich für die Radstrecke vorbereiteten.

Mit Sisu-Windweste und Armlingen machte ich mich auf den Weg zur 1. Radrunde. Vorgenommen hatte ich mir eigentlich eine Radbestzeit. Meiner Erinnerung nach hatte ich die Radstrecke schneller als die in Roth eingeschätzt. Die Bedingungen waren aber leider für Rekorde nicht geeignet, insbesondere wegen des starken Windes, der auf dem 2. Teil der Strecke von Bad Nauheim nach Frankfurt zurück stark von vorne blies. Die nassen Straßen erforderten außerdem ein eher vorsichtiges Fahren. Die Strecke hatte ich auch ohne wesentliche enge Winkel in den Ortspassagen in Erinnerung, aber es gibt doch einige Ecken, die Bremsen und Wiederantreten erfordern, sowie einige Kreisverkehre. Die Radstrecke in Roth scheint also doch schneller zu sein, was ja auch die Zeiten der letzten Jahre im Spitzenbereich belegen. Mit meiner Radzeit von 5:03 h war ich bei den Bedingungen dann auch zufrieden, zumal auch noch eine Notpinkelpause enthalten war.

Beim 2. Wechsel war ich überrascht, dass meine Laufschuhe noch trocken waren, weil der Beutel draußen im Regen hing. Offensichtlich waren Knoten und Beutel ausreichend dicht. Dann ging es auf die Laufrunden. An der von Zuschauern am dichtesten gesäumten Stelle hat Christopher mit gewohnter Autorität für freie Bahn für die Läufer gesorgt. Wetterbedingt waren am Mainufer leider weniger Zuschauer als vor 2 Jahren, wir Sisus hatten aber unsere persönlichen, wetterfesten Fans am Eisernen Steg. Danke fürs Anfeuern an Claudia, Gaby, Nicollina, Matthias, Philipp, Jost und Heike. So schlecht das Wetter zum Radfahren war, die Laufbedingungen waren dafür ideal. Ich bin gleichmäßig über die vier Runden gekommen und mit einer schnelleren als erhofften Laufzeit auf den Zielkanal am Römerberg eingebogen. Der Zieleinlauf durch die dort große Zuschauermenge ist sehr emotional und mitreißend. Nach einer Massage und einer Stärkung am Zielbuffet (ich behaupte, die Fresswertung aller Teilnehmer gewonnen zu haben) war immer noch Platz für eine Rindswurst. Aus dem Triathlon nehme ich drei Erkenntnisse mit: Sisu-Windweste ist nicht nur im Training zu gebrauchen, sondern ein Super-Wettkampfutensil, es gibt schnellere Radstrecken und Sisus kommen immer durch!

Viel Erfolg den Langdistanzstartern in der nächsten Woche.


© TriGe Sisu Berlin; 14.8.2011