Bericht Frostwiesenlauf 7.2.2016

von Denise Kottwitz

Als "Erlebnislauf ohne Wettkampfcharakter" ist der Frostwiesenlauf in Burg/Spreewald beschrieben – je nach Lust und Laune auf 10, 20 oder 30 km. In diesem Jahr gab es weder Schnee noch Frost, dafür aber frühlingshafte Temperaturen und Sonne, Sonne, Sonne. Mindestens drei gute Gründe, das Sonntagstraining in den Spreewald zu verlagern. Auf die gleiche Idee kamen in diesem Jahr über 1000 Leute, womit ein Teilnehmerrekord erreicht wurde.

Wie bei Spreewaldveranstaltungen üblich war alles top organisiert: großer Parkplatz und das Landhotel Burg bietet die notwendigen Infrastrukturen, so dass Anmeldung und Laufvorbereitung trotz des hohen Ansturmes gut verliefen. Mein Mann und ich entschieden uns für die 20 Kilometer Strecke. Auf dem Weg zum Start treffen wir Annette und Jörg von TriTeam, die sich bestärkt durch regelmäßige Teilnahme bei Hartmuts Training auf die 30 Kilometer Strecke wagen.

Der Start ist sehr gemächlich, da es ja keine Zeitnahme gibt. Allerdings sollte man sich schon etwas weiter vorn einordnen. Wir hatten das nicht gemacht und mussten somit ein paar – gefühlte hundert – Walker überholen. Aber das Feld entzerrte sich rasch, und nach einem Kilometer teilen sich zudem die verschiedenen Laufstrecken.

Es geht Alleen entlang, kleinere Wege, dann wieder ein Stück Straße, über Brücken – kleine Fließe, große Fließe, vorbei an netten Häuschen und Gärten, Schafe und Ziegen – also alles was man im Spreewald erwartet – nur eines gibt es heute nicht: frostige Wiesen. Diese stehen total unter Wasser. So macht der Lauf nicht ganz seinem Namen Ehre.

Zügiger als im normalen Training, aber noch weit weg von angestrebten Wettkampfzeiten, bin ich mit Freude dabei. Am Ende wird es natürlich ein wenig anstrengend, soll ja auch so sein. Kurz vor dem Ziel kommen mir Leute mit einer Medaille entgegen – eine Schneeflocke. Wie toll – ich habe ja schon viele Medaillen: eckige, runde, Radfahrer, Sehenswürdigkeiten – und jetzt habe ich mir noch eine Schneeflocke verdient! Außerdem gönne ich mir vom umfangreichen Zielbüffet einen Pfannkuchen (auch Faschingskrapfen genannt).

Wie schon erwähnt, stellt das Landhotel Burg die Infrastruktur für die Läufer, das heißt nach dem Lauf kann man noch Sauna und Pool nutzen. Uns ist es in der Sauna etwas zu voll, aber ein paar Bahnen im beheizten Außenpool runden den Ausflug bestens ab.

Fazit: Spreewald geht immer, auch für einen netten Winterausflug. Mehr Infos hier


© TriGe Sisu Berlin; 12.2.2016