Golden Triangle International Triathlon (Thailand) 5.3.2017

von André Weyers

Mitte Februar 2017 erhielt ich die Information, dass dieser ganz spezielle Triathlon am 5. März in meiner Wahlheimat stattfindet, weshalb ich meinen Rückflug nach Deutschland um eine Woche verschob, um daran teilnehmen zu können.

Im Mekong zu schwimmen, war schon immer mein großer Traum und tatsächlich auch ein ganz besonderes Erlebnis, denn dieser Fluss im Norden Thailands, genauer gesagt in der Region des Goldenen Dreiecks, bildet die Grenze zu Laos und Myanmar. Der Startschuss zum Triathlon fiel auf einer Fähre, mit der die Teilnehmer nach Laos übergesetzt wurden. Von der Fähre aus galt es, im Mekong eine Strecke von 1,7 km Richtung Thailand zu absolvieren. Diese Schwimmstrecke war sehr anspruchsvoll, denn normalerweise ist Schwimmen hier verboten, weil die Strömung stark ist. Und zudem besteht Visapflicht.

Die Radstrecke über 53 km forderte uns Teilnehmer schon allein deshalb heraus, weil sie nicht für den normalen Verkehr gesperrt worden war. Allerdings begleiteten Mopedfahrer uns Athleten, und Kreuzungen wurden durch die Polizei gesichert. Die Laufstrecke hatte eine Länge von insgesamt 12 Kilometern – eine Strecke von 3 Kilometern wurde in Thailands Nachbarland Myanmar zurückgelegt.

Am Abend vor der Veranstaltung fand die Wettkampfbesprechung statt, sowie eine effektvolle Eröffnungsparty, bei der sehr leckere Speisen gereicht wurden. Im Anschluss an die Wettkampfbesprechung wurden die Teilnehmer ans Ufer des Mekong gefahren, wo die Fahrräder bereits in einer bewachten Wechselzone abgestellt werden konnten. Außerdem konnte die Schwimmstrecke mit Booten abgefahren werden. Es gab zwei Wechselzonen, zwischen denen ein kostenloser Shuttleservice für uns Athleten und Zuschauer angeboten wurde.

Am Sonntag, dem Wettkampftag, herrschte um 6:30 Uhr eine Außen- und Wassertemperatur von 16 Grad. Der Starschuss auf der Fähre fiel mit dem Sonnenaufgang um 7 Uhr es starteten 150 Triathleten und 100 Duathleten.

Ich hatte mir eine persönliche Zeit von maximal drei Stunden zum Ziel genommen. Im Wasser konnte ich mich von der Strömung ein wenig tragen lassen. Allerdings war ich im hinteren Feld gestartet und hatte insofern weniger gute Schwimmer vor mir, von denen ich sogar zwei zum rettenden Jetski geholfen habe, da sie den Anstrengungen im Wasser nicht gewachsen waren. Trotz meiner Rettungsaktionen habe ich für die Strecke von 1,7 km nur 14 Minuten benötigt!

Der Weg aus dem Wasser führte über 70 Stufen hoch zur Wechselzone. Die Radstrecke war mir bekannt, denn auf ihr hatte ich bereits viele Trainingseinheiten hinter mich gebracht. Die Strecke bietet zwei steile Anstiege von insgesamt 180 Höhenmetern. Meine Höchstgeschwindigkeit betrug 76 km/h. Die Tatsache, dass das Windschattenfahren nicht erlaubt war, wurde übrigens größtenteils ignoriert.

Die Laufstrecke war sehr anstrengend. Auf den ersten 4 km Hauptstraße gab es einen leichten Anstieg hin zur Grenze nach Myanmar. Von dort aus dann 1,5 km bergauf zu einem Tempel – 10 Prozent Steigung auf 500 Meter! Zurück nach Thailand führte die Strecke abwärts über den Grenzmarkt. Die letzten 5 Kilometer der Strecke wiesen drei harte, lange Steigungen von mehr als 12 Prozent auf, die die meisten Teilnehmer, ebenso wie ich, gegangen sind.

Aufgrund der sehr anspruchsvollen Laufstrecke, war ich mit meinem Lauf- bzw Gesamtergebnis sehr zufrieden. Gut gelaunt durchs Ziel gekommen, habe ich dort das köstliche Essen genossen. Ich kann sagen, es war ein rundum tolles Triathlon Event.

Pl  Name         AK     Pl  swim  bike    run     gesamt
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53  Andre Weyers M40-49 12  14:07 1:28:08 1:04:11 2:50:14.0

Hier sind Links zum Veranstalter und zu den Ergebnissen.


© TriGe Sisu Berlin; 25.3.2017