Bericht Hamburg City Triathlon 22.7.2012

von Jochen Becker

Strecke: 1,5-40-10

Auch in diesem Jahr stand wieder der Hamburg Triathlon auf meinem Wettkampfprogramm. Ich hatte das Ziel meine Einzelzeiten im Schwimmen und Radfahren aus den Jahren 2009 und 2011 zu verbessern und meine Laufleistung aus dem letzten Jahr zu bestätigen. Dem stand außer der Anspannung in den Tagen zuvor nichts im Wege.

Am Wettkampftag hatten wir optimales Wetter und ich ging wie immer gut vorbereitet an den Start. Vor der Wechselzone traf ich dann Stephen B., und wir besprachen kurz unsere Form. Im Wasser traf ich dann Uwe B., der sichtlich nervös eher an meinen Erfolg beim Schwimmen dachte, als an seinen.

Dann ging es auch schon los ...

Ich schwamm schnell an, weil ich diesmal den Anschluss an die Spitzengruppe halten wollte. Das ging nach ca. 200 m schon mal wieder schief - wie jedes Jahr in Hamburg bekomme ich schon nach kurzer Zeit Atemnot. Das liegt vermutlich an der kalten Wassertemperatur (17,1 °C) in der Alster. Am liebsten hätte ich meinen Neo ins Wasser geworfen und wäre ohne weitergeschwommen - musste als erstmal ca. 200m Brustschwimmen, bevor ich mich nach Puls 189 (110 %) wieder erholt hatte. Dann konnte ich wieder loskraulen und versuchte bis zum Ausstieg am Jungfernstieg - sehr schöne Atmosphäre - noch ein paar Plätze aufzuholen. An eine gute Schwimmzeit war deshalb schon nicht mehr zu denken.

Die verlorene Zeit versuchte ich nun mit mit einem schnellen Wechsel und dem Rad herauszuholen. Somit ging ich nicht wie geplant locker auf die Radstrecke. Das verlief auch eigentlich nach Plan und es waren nur wenige, die mich auf der Radstrecke überholten (Stephen B. war einer von denen, die es auch geschafft hatten - Glückwunsch zur Radzeit!). Am Ende der Radstrecke gab es wieder einen langen, aber schnellen Wechsel ...

Nach dem Radfahren hatte ich etwas schwere Beine und konnte deshalb nicht so locker wie in den letzten Wettkämpfen loslaufen. Ich versuchte aber trotzdem mit aller Mühe ein hohes Tempo zu halten. Das gelang mir auch bis zum Zieleinlauf und ich habe keine Ahnung wieviel ich überholt hatte, aber von hinten kam keine(r) an mir vorbei.

Mit meinem Gesamtergebnis war ich am Ende dank schneller Wechsel zufrieden, konnte mich aber in den Einzelleistungen leider in diesem Jahr nicht verbessern. Der 14.Platz in der AK war allerdings am Ende ein sehr gutes Ergebnis bei internationaler Beteiligung.

Im Ziel traf ich dann Reiner B., der sich auch tapfer ins Ziel gekämpt hatte. Glückwunsch an alle Sisu-Finisher. Hamburg ist immer ein Erlebnis, auch wegen den Weltcup-Rennen der Elite-Damen und Herren.

Ach ja, Carola und Freunde feuerten unüberhörbar laufstark an, was die Beine zum Endspurt doch noch mal locker machte. Danke, auch hierfür... :-)


© TriGe Sisu Berlin; 5.8.2012