Bericht Hamburg City Triathlon 1.9.2007

von M. Rohra

Die SISU-Ergebnisse

Fotos: K. Seifert

Franky war bei der AK-WM dabei

Die Voraussetzungen waren alles andere als ideal. Nachdem mir mein Arzt das offizielle Go gegeben hatte, waren die Schmerzen trotzdem da. Ok dachte ich mir, Augen zu und durch.

So sind wir am Freitag Nachmittag losgefahren, da die Akkreditierung nur bis 19.00 Uhr möglich war. Ich hatte genug Zeit eingerechnet, jedoch zwei Dinge verschätzt: das es Unfälle geben kann, die eine Stunde Stau bedeuten und das die Hamburger Innenstadt schon so großräumig abgespeert ist, was abermals 30min bedeutete. Somit war ich nach einem Sprint durch die halbe Innenstadt um 19.10 Uhr am Akkreditier-Zelt und habe noch mitbekommen, wie die Tür geschlossen wurde. Zum Glück gab es noch die Möglichkeit einer Not Akkreditierung am kommenden Tag von 6.00-6.45 Uhr.

So bin ich nach einer kurzen Nacht (5.00 Uhr aufstehen, frühstücken, Sachen packen und mit dem Fahrrad los zur Akkreditierung) dann letztendlich doch noch zu meinen Startunterlagen gekommen und musste erfahren, dass meine Startzeit erst um 9.10 Uhr ist. Somit hatte ich ca. 3 Stunden Zeit um mich einzuchecken und vorzubereiten. Hätte ich am Tag vorher die Unterlagen bekommen, würde ich noch schlafen aber so konnte ich alles in Ruhe angehen.

Nachdem ich dann das Fahrrad eingecheckt hatte (insgesamt gab es über 1.500 Starter in meiner Disziplin) habe ich mir die Starts der ersten Gruppen ab 7.30 Uhr in 10 minütigen Abständen angesehen. Um ca. 8.30 Uhr habe ich dann meinen Neo angezogen und bin so langsam zum Start gegangen. Die Wechselzone ist gigantisch. Auch der Weg zwischen Wechselzone und Schwimmstart sind einige hundert Meter. Aber so ist das halt beim größten Triathlon der Welt. Beim nächsten Mal bringe ich mir Latschen mit. Bei 15°C Lufttemperatur ist der Boden doch recht kalt.

9.00 Uhr, man darf schon in die Startzone gehen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren wird dieses Jahr im Wasser gestartet. Ich bin ca. 9.05 Uhr ins Wasser zum einschwimmen gesprungen. Puh, war das kalt. 16°C Wassertemperatur. Hände, Gesicht und Füße haben sich nur langsam daran gewöhnt. Der Neo hat mich aber schön warm gehalten, so dass nach dem einschwimmen alles erträglich war.

9.08 Uhr, eine Hand muss an einem Tau sein, damit man nicht gleich disqualifiziert wird. Noch ein kurzes Gespräch mit den Nebenmann über Zielzeiten und schon ging es los.

Da ich mich als Rechtsatmer immer ganz links einordne, hatte ich dass Feld gut im Blick. Mein Nebenmann hat die Zeit wohl ernst gemeint und schoss mit hohem Tempo an mir vorbei. Ich habe relativ schnell meinen Rhythmus gefunden und konnte bis zur Wendeboje schon die letzten der Vorgruppe überholen. Die Alster ist nicht gerade sehr klar und der Wind macht einem auch zu schaffen aber trotzdem war die 2. Hälfte besser als die Erste. Die letzten 150m muss man unter einer Brücke durch und da war eine starke Strömung. Zum Glück war diese Richtung Ausstieg und so konnte ich dann nach 30.56 min das Wasser verlassen.

Der Weg zur Wechselzone kam mir sehr lang vor. 300m minimum. Ich habe gleich mein Fahrrad gefunden und war auch schnell beim Wechsel. Nach weiteren 500m schieben des Rades durfte ich dann aufsteigen und losfahren.

Die ersten Kilometer sind immer eine Qual. Dann habe ich auch hier meinen Rhythmus gefunden und es ging über die Reeperbahn entlang der Elbe auf einen Rundkurs, den man 2x absolvieren musste. Währenddessen hatte es stark angefangen zu regnen und man konnte nicht sehr schnell fahren. Auch war der Wind stark und kalt und ich fing an zu frieren. Dieses hatte mich dazu bewogen etwas schneller zu fahren, um nicht auszukühlen. Nach 1.12.06 Stunden konnte ich das Rad verlassen und bin wieder durch die lange Wechselzone zu meinem Platz ,um meine naßen Laufschuhe anzuziehen.

Meine Schmerzen hielten sich im Rahmen und Kraft genug hatte ich auch noch für einen schnellen Lauf. So bin ich dann auf den Rundkurs Richtung Aussenalster und auch da fing es wieder heftig an zu regnen. Dieses war hier aber sehr angenehm, da ich schnell überhitze. Nach der Wende haben dann doch die Schmerzen begonnen und sowohl mein Fuß als auch meine Hüfte haben sich gemeldet. Ok, nur noch 5km, die schaffe ich auch noch. Auf die Zähne beißen und durch. Ich konnte mich noch einmal motiviern und die letzen 1,5km mit viel Publikum haben auch geholfen. Letztendlich bin ich mit einer Laufzeit von 46.51 min im Ziel angekommen.

Gesamtzeit: 2.38.37, Platz 404 von 1.488 Startern

War trotz aller Umstände ein toller Wettkampf in einer außergewöhnlichen Atmosphäre.

Nächstes Jahr gerne wieder!

Jetzt erst mal erholen!


© TriGe Sisu Berlin; 7.9.2007, 13.9.2007