Bericht Ironman Hawaii 12.10.2013

von Stephen Bode

So – da waren wir nun tatsächlich auf Hawaii angekommen. Ich hatte es ja gerade so in Zürich auf die letzten Meter geschafft und war hier bei der Weltmeisterschaft mit dabei. Zum drumherum will ich nicht zu viel sagen und es in die Länge ziehen, aber wir als Familie hatten hier auf Hawaii eine fantastische Urlaubszeit und wollen alle gern wieder hin.

Jetzt zum Wettkampf. Also erst einmal Hut ab vor diesen ganzen Helfern! Wahnsinn wie viele Leute die hier einplanen. Die Registrierung ging trotz großen Andrangs recht schnell, und das Einchecken von Rad und Tüten war auch sehr professionell (na ja WM eben). Jeder hatte seinen eigenen Helfer, der mit einem das Rad platziert und den Verlauf der Wechselzone besprochen hat. Grundsätzlich alles wie immer, nur neu war mir, das man beim Radfahren seine Nummer noch nicht tragen musste. Ein bisschen Flair ist auch auf der Strecke geblieben, da die Nummern jetzt zum ersten Mal nicht mehr gestempelt, sondern aufgeklebt werden.

Weiter zum Wettkampf: Das Schwimmen allein ist schon echt ein Hammer. Die Bedingungen waren recht gut. Wenig Wind und recht wenig Welle. Und dieses Wasser ist schon klasse, 26 Grad und glasklar, wie Schwimmen in einem Aquarium. Den Start empfand ich als recht entspannt, da das Starterfeld sehr breit gezogen ist und man ausreichend Platz hat. Anders war hier, das man immer in einer großen Gruppe schwimmt. Das Feld zieht sich nie richtig auseinander, und wenn man zu nah an die Bojen schwamm, wurde es recht eng. Aber alles in allem, besonders nach meiner grottigen Schwimmleistung in Zürich, war ich mit 1:14 h sehr zufrieden. Der Wechsel aufs Rad war problemlos und weiter ging es. Rad ist ja nun eher meine Paradedisziplin und die Strecke ist vom Asphalt auch recht schnell. Der Wind kam dieses Jahr eher von Südwesten, deshalb konnte ich schnell Plätze aufholen und war bis 120 km mit einem Schnitt von über 38 km/h unterwegs.

Für den Rest kam dann aber der Wind nun schräg von vorn, und meine Geschwindigkeit fiel rapide. Ich habe leider 20 % eingebüßt, weshalb ich den angepeilten 36er Schnitt am Ende leicht verfehlt habe. Vielleicht hatte ich dort auch schon ein wenig überrissen, denn der Lauf war gefühlt die Hölle. Bis km 15 konnte ich noch einen akzeptablen 4:45er Schnitt halten, aber dann war die Wahl Tempo runter und mehr trinken oder kollabieren. Ab da habe ich also nahezu jede Verpflegungsstation angelaufen, bin ein paar Meter gegangen, mit 2 Bechern und Eis. Die Strecke als solches kann einem schon den Zahn ziehen, da es gefühlt endlos geradeaus geht, ohne Zuschauer im Nichts und man denkt, man kommt gar nicht voran. Der letzte Kilometer den Alidrive rauf ist natürlich einzigartig und die Schinderei wirklich wert. Mit 3:42 h war der Lauf dann durch, und ich bei 10:11:34 h glücklich im Ziel.

Abschließend muss ich sagen, das es wirklich ein emotional einzigartiges Erlebnis war, das man mit den vielen, auch sehr schönen, lokalen Events nicht vergleichen kann. Ich hatte ursprünglich gedacht, das dies erst mal der Abschluss ist, aber ich denke, dass ich es früher oder später auf alle Fälle wieder probieren will. So viele superfitte Leute um einen herum sind doch sehr inspirierend.

Aloha und einen schönen Saisonabschluss!

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Ironman Hawaii 12.10.2013

In der letzten Nacht hat auf Hawaii der Ironman stattgefunden. Stephen war für Sisu dabei, und einige haben den Live-Stream geschaut und Athleten getrackt. Das Wasser des Pazifik war diesmal erstaunlich ruhig. Stephen hat sich nach dem Schwimmen immer weiter nach vorne gearbeitet und hat mit gut 10 Stunden gefinished. Unseren herzlichen Glückwunsch und gute Erholung auf der Insel der Träume!

Hawaii 2014 ist für Sisu bereits gebucht, da sich Micha Noll in Wales bereits für nächstes Jahr qaulifiziert hat.

Stephen Bode, swim 1:14:04 - T1 3:53 - bike 5:06:54 - T2 4:04 - run 3:42:39 - total 10:11:34
               M40: 138. von 305, gesamt M: 663. von 1569

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© TriGe Sisu Berlin; 13.10.2013; 3.11.2013