Bericht Kap Arkona Halbmarathon 4.10.2014

von Denise Kottwitz

Ganz professionell war meine Wettkampfplanung in diesem Jahr nicht, und so kommt es dass der Ostseefamilienurlaub genau eine Woche vor meinen Marathon fiel. Da aber gerade der Lauf der Anlass des Ausfluges war, ging es mit meinem Mann an die Startlinie, mit dem Ziel einen netten Trainingslauf zu absolvieren und von jenem Lauf berichten zu können.

Nach einigen trüben Tagen blinzelte an diesem Morgen die Sonne, allerdings war es recht windig. 300 Läufer auf der 10 km Strecke, 200 auf der Halbmarathondistanz. Der Start war in Juliusruh. 10 km Läufer wurden mit dem Bus nach Kap Arkona chauffiert um dort zeitgleich mit den Halbmarathonis zu starten - die die Strecke nach Kap Arkona hin und zurück laufend zu absolvieren hatten.

Der Start für uns fand direkt am Strand statt. Dort waren mehrere Zelte für Unterhaltung und Verpflegung aufgebaut, was vor allem die mitreisenden Fans zu schätzen wussten. Nach pünktlichem Startschuss war der erste Kilometer direkt auf dem festen Sand der Morgenstunden zu überwinden - bei dem Wetter ein Traum, ich wäre gern die gesamte Strecke so weiter gelaufen.

Es ging jedoch bald ab, auf einem sandigen Trampelpfad durch den Wald und dann auf einen Radweg Richtung Norden. Rechts immer wieder Blicke aufs blaue Meer, links Felder und bald am Horizont der Leuchtturm von Kap Arkona. Ab Kilometer vier kommen die 10 km Läufer entgegen. Teilweise kann man die Strecke weit überblicken: entgegen der weitläufigen Meinung ist es hier alles andere als flach.

Nahe des Kaps führt die Laufstrecke an allen Höhepunkten dieses touristischen Fleckchens vorbei: Ausblick über Vitte, Peilturm, Steilküste, Leuchtturm, Putgarten. Dazwischen eine Trommelband, bizarre. Das schöne Wetter erhöht die Schwierigkeit des Laufes: jede Menge Besucher. Erst Radfahrer, dann Rentner (ein ganzer Bus voll!), dann ein Kremser und schließlich auch noch die Touristenbimmelbahn. Man wird nicht gestört beim Laufen, es ist Platz für alle da - aber irgendwie kommt man sich doch blöd vor. Zum Glück wird es auf dem Rückweg nach Vitte wieder einsamer.

Auch das Läuferfeld ist sehr in die Länge gezogen, so dass eigentlich jeder mit dem Gegenwind zu kämpfen hat. Für mich geht es auf Grund des reduzierten Tempos locker ins Ziel. Hier gibt es eine coole Medaille aus Donnerstein.

Fazit: Eine eigene Anreise aus Berlin ist dieser Lauf in meinen Augen nicht wert, aber im Rahmen eines kleinen Urlaubs eine nette Sache. Bei schlechtem Wetter macht er aber bestimmt keinen Spaß.

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© TriGe Sisu Berlin; 17.10.2014