KnappenMan 30.8.2015

von Denise Kottwitz und Janine Steinbeiß; Fotos: teilweise von G. Hiller

Am 29. und 30.08.2015 fand der größte Triathlon Sachsens, der Knappenman am Dreiweibern See in Lohsa, nahe Hoyerswerda, statt. Im Angebot waren von der Langdistanz bis zum Supersprint alle Wettbewerbe. Die Sisus Janine und Denise gingen hier auf der olympischen Distanz an den Start. Hier ein paar Eindrücke vom Sonntag…

8:25 Uhr in der Wechselzone

DK: Hallo Janine, wie kommt's dass Du hier bist?

JS: Das hier soll mein Saisonabschluss werden, bevor der Ernst des Arbeitslebens anfängt und für eine olympische Distanz ist die Entfernung zu Berlin immer noch ganz gut. Ansonsten hab ich mir durch den sehr ansprechenden Online-Auftritt gedacht, dass es bestimmt ein schönes Rennen wird. Und bei dir?

DK: Als Niederlausitzer ist das hier quasi ein Heimatwettkampf. Im letzten Jahr war ich auch schon dabei, und fand den Triathlon super, obwohl es von Anfang bis Ende in Strömen geregnet hat.

8:45 Uhr Wettkampfeinweisung am Strand

JS: Also 2 Runden, 4 Runden, 2 Runden?

DK: Genau 2 Runden gegen Uhrzeigersinn schwimmen, 4 x die 10 km Wendepunktstrecke auf dem Rad und 2x die 5 km Wendepunktstrecke entlang des Sees laufen.

JS: Bist du auch so aufgeregt wie ich?

DK: Ganz schön, man weiß ja nie wie es so einem ergeht.

8:57 Uhr Aufstellung am Start

DK: Ich geh mal da rechts rüber, da kann man um die Boje nach außen ausweichen.

JS: Dann viel Erfolg, ich bleibe hier weil ich links atme…

Nach dem Wettkampf, geduscht oder im See gebadet, wieder bei Kräften

DK: Na wie lief's bei Dir?

JS: Beim Schwimmen lief es echt gut für mich. Ich hab schnell eine gute Position und Rhythmus gefunden und konnte schon im Wasser Gas geben. Auf dem Rad lief es auch spitze. Eine sehr kurzweilige und schnelle Strecke. Ich hab mir immer wieder gesagt: "komm, hau mal richtig einen raus, egal ob der Einbruch beim Laufen kommt!" Die 10 Km entlang des Sees waren dann aber schon sehr anstrengend, sonnig und heiß. Mit den 55 Minuten bin ich aber dennoch ganz zufrieden :-). Ich hab mich auch immer gefreut wenn ich dir auf der Laufstrecke begegnet bin. Wie war's für dich?

DK: Die Entscheidung beim Schwimmen nach rechts zugehen war genau richtig. Ich bin sicher ein paar Meter weiter geschwommen, konnte aber viele des großen Feldes überholen und war bestimmt schneller als in der Menge. Radfahren war natürlich bei den sommerlichen Temperaturen perfekt. In der letzten Runde bin ich mit einer anderen Teilnehmerin in den Zweikampf gegangen. Das war echt spannend. Nur musste so ein Typ dazwischenfunken: Manchen ist auch echt nichts zu peinlich - Windschattenfahren bei einer Frau! Ich hatte dann einen sehr eleganten Wechsel und habe diese Konkurrentin schon auf den ersten Metern des Laufens abgehängt. Insgesamt lief es aber in der dritten Disziplin gar nicht nach meinem Willen, keine Wehwehchen aber es ging partout nicht schneller. Ich schiebe es einfach mal auf die Hitze.

Bei der Siegerehrung reicht es in den Altersklassen 2x für Platz 2.

JS: Wahnsinn, ich habe noch nie auf dem Treppchen gestanden. So fühlt sich das also an!

DK: Ja super, da haben wir SISU in sächsischen Gefilden gut repräsentiert.

JS: Und bist Du nächstes Jahr wieder dabei?

DK: Der Knappenman gehört definitiv zu meinen Favoriten. Ich finde es auch ganz spannend mal auf der Mitteldistanz zu starten - Radeln um den Scheibesee, was eine meiner liebsten Trainingsstrecken ist und Laufen um den Dreiweibernsee ist bestimmt abwechslungsreicher als die Wendepunktstrecke.

JS: Ich bin nächstes Jahr vielleicht auch wieder dabei. Die Organisation und die Strecke haben mir sehr gut gefallen. Auch dadurch, dass man bei den 4 Radrunden immer die Wechselzone umrundet und es dadurch auch für Begleiter und Zuschauer sehr spannend ist.


© TriGe Sisu Berlin; 23.9.2015