KondiusMan Powersprint 3.5.2015

von Sonja Bettge; Fotos: Dirk

Strecke: 2x 0,3 - 9 - 2; Wetter: sonnig, bis 17 Grad

Der KondiusMan (ehemals ViviMan) ist einer der wenigen Triathlons, die in Berlin ausgerichtet werden. Veranstalter ist der TuS Neukölln Berlin. Nach einigen Jahren Sanierung wurde im September 2014 das Kombibad Gropiusstadt in der Lipschitzallee neu eröffnet und steht nun wieder als Wettkampfort zur Verfügung. In den Jahren 2011 bis 2014 fand der KondiusMan ersatzweise im Sportforum Hohenschönhausen statt. Der KondiusMan umfasst viele Starterwellen mit unterschiedlichen Streckenlängen. Zuerst startet der Powersprint mit dem Vorlauf über 0,3-9-2 km, eine Stunde später folgt das Finale mit Jagdstart, erneut über 0,3-9-2 km. Außerdem gibt es noch den Jedermann und die Kinderwettkämpfe über alle Altersklassen mit Berliner Meisterschaft.

Da der KondiusMan dieses Jahr eine Woche vor dem Auftaktwettkampf der ersten und zweiten Triathlon-Bundesliga in Buschhütten stattfand, nahmen ihn viele Athleten als ersten Vorbereitungswettkampf und letzten Formtest wahr. Da ich dieses Jahr per Zweitstartrecht für den TuS in der 1. Liga starte, war ich zusammen mit zwei anderen unseres Teams (Toni Gärtner und Agnes Lukasiewicz) auch dabei. Dementsprechend gut besetzt war der Powersprint bei den Männern und Frauen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl starteten Männer und Frauen beim in getrennten Wellen.

Für mich ging es um 9:30 Uhr mit 11 anderen Frauen und den 15 A-Jugendlichen und Junioren los. Geschwommen wurde auf den sechs 50 m-Bahnen der Schwimmhalle. Dabei hatten Bundesliga-Kollegin Toni und ich eine gute Taktik gewählt und uns zu zweit auf die leer gebliebene, wechselzonenabgewandte Bahn begeben. Dort konnten wir uns zu abwechseln und mussten uns nicht mit sechs anderen Athleten auf einer Bahn prügeln. Diese Taktik ging auf, wir rannten mit den ersten Frauen aus der Halle und schafften es in die erste Radgruppe.

Gefahren werden 10 Runden á 850 m als Pendelstrecke auf der Lipschitzallee. Das schnelle Radfahren in der Gruppe hat mir sehr viel Spaß gemacht, allerdings schmerzen die Antritte nach den Kehren doch ganz schön in den Beinen. Nach schnellem Wechsel ging die Gruppe auf die Laufstrecke, die mit drei Runden über den Sportplatz führt. Leider hatte ich Seitenstechen, sodass ich die Radgruppe ziehen lassen musste. Ist eben nicht so einfach so ein kurzer hektischer Wettkampf.

Zum Finale blieben noch 10 Frauen übrig, so dass jede auf ihrer eigenen Bahnhälfte schwimmen konnte. Anders als ich vorher gedacht hätte, fühlte ich mich doch noch ganz gut im zweiten Durchgang. Somit konnte ich alle meine Zeiten noch einmal verbessern. Das Feld hatte sich etwas auseinandergezogen. Die Erste gewann das Finale souverän von vorne. Dahinter bildete sich wieder eine Radgruppe, die ich nach einigen Runden Aufholjagd zusammen mit Agnes einholen konnte. Das Laufen funktionierte im Finale auch besser bei mir, sodass ich den Wettkampf zufrieden beenden konnte. Toni wurde Gesamt-Vierte und dritte bei den unter 20-jährigen, Teamkollegin Agnes (mit super-schnellem Lauf) und ich waren dahinter, wurden aber 2. und 3. bei den Hauptklasse-Frauen.

Jochen hat sich übrigens im schnellen Männerfeld sehr achtbar geschlagen, hat etliche Starter hinter sich gelassen und die Masters-Wertung gewonnen:

Der Wettkampf ist immer ein netter Saisoneinstieg mit kurzer Anreise und ohne kaltes Seewasser. Gut geeignet für alle, die ihren Körper Anfang Mai schon mal auf Hochtouren bringen wollen ;-). Die Organisation funktioniert mit freundlichen Helfern trotz der zahlreichen verschiedenen Starts sehr gut.

Veranstalter-Website


© TriGe Sisu Berlin; 5.5.2015