Bericht Kraichgau Triathlon Festival - 06. Juni 2006

von M. Grimmer

Sonnenschein bereits zum Schwimmstart, Wasser um die 23 °C, zum Mittag hin bei leichtem Wind Temperaturen um die 30°C.

Wie im letzen Jahr bei der Premiere des Kraichgau Triathlon Festivals war ich auch in diesem Jahr wieder der einzige Berliner, der sich so weit in den Süden Deutschlands getraut hat. Als gebürtiger Heidelberger fällt mir das natürlich auch leicht. Hier mein Bericht zur zweiten Auflage:

Vielleicht lag es ja an der Anwesenheit der Hawaii-Cracks - mit Faris Al-Sultan standen der amtierende und mit Thomas Hellriegel der erste deutsche Hawaii-Sieger am Start - oder aber die Region die gemeinhin als Toskana Deutschlands bezeichnet wird, wollte einfach ihrem Ruf Ehre erweisen. Pünktlich zur zweiten Auflage des Kraichgau Triathlon Festivals zeigte sich das Wetter jedenfalls von seiner besten Seite:

Neben der Hawaii-Prominenz gaben sich noch weitere Triathlongrößen der Lang- und Kurzstrecke wie z.B. Lothar Leder, Timo Bracht, Luke Dragsta, Markus Forster, Nina Eggert oder Belinda Granger die Ehre. Diese hochkarätige Besetzung, weitere 1800 Starter auf den drei Distanzen (S 1,5/40/10; M 2,0/60/14 und L 2,5/110/21), die erstklassige Organisation und etwa 25.000 Zuschauer an der Strecke machen das Festival zu einem richtig großen Event. Der günstige Termin 4 bzw. 6 Wochen vor den großen Triathlons in Roth bzw. Frankfurt wird sicherlich dazu beitragen, dass der Wettkampf sich noch weiter etablieren wird.

Geschwommen wird in einem unscheinbaren Baggersee. Die ersten Kilometer der Radstrecke sind sehr flach. Der Parcours führt zuerst parallel zur Rheinebene vorbei an einigen der vielen Baggerseen der Region. Auf diesem Streckenteil kann man sich erst einmal sortieren und den Adrenalinspiegel nach dem Schwimmen wieder herunterfahren. Ein Ortsundkundiger wird sich hier zunächst fragen wieso die Strecke als "selektiv" bezeichnet wird. Nach 13 Kilometern kommt die erste Steigung und bis zum nächsten Wechsel geht es nur noch rauf und runter. An der längsten Steigung hinauf zum Schindelberg (275 m ü.NN) gibt es eine richtige Bergwertung: 2,7 km mit 85 Höhenmetern und max. 14 % Steigung. Spätestens hier wird jedem klar, was mit der selektiven Radstrecke gemeint ist. Nicht unbedingt die Steigungen oder die Höhenmeter (S-Distanz 472 HM, M-Distanz 728 HM, L-Distanz 1421 HM) sondern das ständige auf und ab und links und rechts machen einen so richtig fertig.

Die von allen Teilnehmern heiß ersehnte Laufwechselzone liegt wieder in der Rheinebene. Die Laufstrecke geht als Rundkurs (2x5, 2x7 bzw. 3x7) komplett über Asphalt. Sie ist zwar absolut flach, bietet dafür aber auch überhaupt keinen Schatten. Der abschließende Lauf entwickelte sich so in der Mittagshitze zur absoluten Hitzeschlacht. Da sich die Starter der verschiedenen Teilstrecken hier mischen entsteht ein richtiges Spektakel, bei dem man den Topleuten ganz nahe kommt und so auch mal ein "Schwätzchen" mit den ganz Großen halten kann. Das ist wohl auch das, was den Unterschied zwischen einem normalem Wettkampf und diesem Event ausmacht.

Ergebnisliste, Kraichgau Triathlon Festival - 06. Juni 2005, Mitteldistanz - 2,0 / 60 / 14 km, 575 Teilnehmer


Platz (Pl.AK) Name Vorname Verein/*Ort		Gesamtzeit Schwimmen Rad Laufen


1. (1.MPro) Al-Sultan, Faris / TV Thalmässing 06 2:53:17 23:14 1:40:51 49:10
2. (2.MPro) Taubert, Alex / Soprema-Team MTG 2:59:04 23:55 1:44:09 50:59
3. (3.MPro) Hellriegel, Thomas / TV Forst Triathlon 2:59:48 23:53 1:44:31 51:23
17. (1.WPRO) Granger, Belinda / Powerbar Team 3:15:36 25:47 1:53:35 56:13
99. (24.MAK4) Grimmer, Mathias / Sisu Berlin 3:34:17 33:44 1:57:54 1:02:38

Weitere Infos zum Wettbewerb findet Ihr unter www.kraichgautriathlon.de. Die weiteren "selektiven" Wettbewerbe in der Region sind zu finden unter: www.heidelbergman.de (2 x Königstuhl rauf und runter), www.roemerman.de und www.rhein-neckar-triathlon-cup.de. Für weitere Infos zu Unterkünften oder so könnt Ihr mich gerne anmailen.


© TriGe Sisu Berlin; 7.7.2006