33. Leipziger Triathlon 24.7.2016

von Jörg Zotzmann

Olympische und Sprint-Distanz, Wetter: heiter, kaum Wind, 26 - 28 °C

Jedes Jahr Ende Juli findet der Leipziger Triathlon statt, den ich mir wenn möglich immer in meinen Wettkampfkalender einbaue. An der Leipziger Uni habe ich studiert und finde die Stadt als auch den Triathlon immer wieder wunderbar. Bisher habe ich auch noch nie schlechtes Wetter beim Leipzig Tri erlebt. Mit Martin, Nourreddine, Radek und mir waren vier Sisus am Start der Olympischen Distanz.

Bei einer Wassertemperatur von knapp unter 22 °C war Neopren erlaubt. Weil sich die Luft kurz vor dem Start allerdings schon auf über 25 °C erwärmt hatte, musste man mit dem Neo schnell ins Wasser. Nirgendwo anders habe ich beim Schwimmen so klares Wasser erlebt, dass man den Vorausschwimmenden selbst bei drei Meter Abstand noch unter Wasser vor sich sehen konnte. Das macht auch das Wasserschatten-Schwimmen einfacher, weil man den Schattengeber kaum aus den Augen verlieren kann. Der Weg vom Wasserausstieg zur Wechselzone war mit Teppich ausgelegt, so dass man nicht gar so viel Dreck aufsammelte.

Die Radstrecke besteht aus einer völlig abgesperrten oder einseitig mit Hütchen begrenzten, viermal zu durchfahrenden 10 km Runde plus An- und Abfahrt von je 1 km. Der Straßenbelag ist durchgängig sehr gut, die Strecke völlig flach, aber sehr windanfällig auf den Geraden. Dieses Jahr hielt sich der Wind jedoch in Grenzen, so dass auch bei mir eine sehr gute Radzeit rausgekommen ist. Auf der Strecke wurde es auch nicht langweilig. Es gab drei oder vier Stimmungsnester, an denen man lautstark angefeuert wurde.

Mit 500 Startern war die Radstrecke auch gut gefüllt, statistisch kommen auf jeden Radfahrer in der Spitzenzeit nur 20 m Strecke. Man wurde also ständig überholt bzw. war am Überholen. Dieses Jahr ist mir auch aufgefallen, dass häufig gelutscht wurde. Es waren zwar Motorräder mit Wettkampfrichtern unterwegs, die waren aber sehr milde beim Sanktionieren, wahrscheinlich weil es schwierig war (aber nicht unmöglich!), die 12 m Abstand einzuhalten.

Die Laufstrecke bestand aus zwei Runden auf hauptsächlich Schotterwegen, etwas Asphalt und Waldwegen, vom Profil her wenig anspruchsvoll. Jedoch war es inzwischen sehr warm geworden und ich musste beim Laufen etwas rausnehmen um nicht zu überhitzen. Die Streckenverpflegung war gut, beim Durchlaufen einer Gartenanlage wurde man von einem mitfühlenden Gärtner mit einem Gartenschlauch bespritzt, das war sehr angenehm.

Gewonnen hat Per Bittner, der sich offensichtlich eine Woche nach seinem 8. Platz in Roth wieder ausreichend erholt hatte. Aber auch die Sisu-Zeiten und Platzierungen können sich sehen lassen. Ich habe meine Bestzeit beim Leipzig Tri um 5 min verbessert. Und wieder einmal hat es sehr viel Spaß gemacht, bei diesem traditionsreichen und gut organisierten Triathlon zu starten.

Olympisch 1,55-42-10 km, 73 Frauen und 431 Männer im Ziel

Pl   Name                 Verein               AK  Pl  swim  W1   bike    W2   run    gesamt
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  1  Per Bittner          Trifüchse Osterburg  M30  1  19:52 1:00   56:45 1:13 34:33  1:53:23
 40  Nourreddine Semghoun Sisu Berlin          M35 12  23:54 1:52 1:09:23 1:21 39:42  2:16:12
 46  Martin Seller        Sisu Berlin          M30 10  25:08 1:33 1:07:01 1:42 41:50  2:17:14
 78  Radoslaw Tomaszewski Sisu Berlin          M35 26  26:25 1:57 1:10:17 2:08 41:11  2:21:58
142  Jörg Zotzmann        Sisu Berlin          M45 11  29:31 2:09 1:10:44 1:51 45:49  2:30:04
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Hier sind Links zu den Ergebnissen.


© TriGe Sisu Berlin; 30.7.2016