Ergebnisse Berlin-Marathon 26.9.2010

Text+Bild: Dirk Bettge

Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo ein überraschend warmer Spätsommer die Zuschauer erfreute, aber den Läufern das Stehvermögen raubte, war diesmal Dauerregen angekündigt. Tatsächlich begann es am Vortag pünktlich zum Skaterrennen erst zu regnen, dann zu schütten und hörte auch über Nacht nicht wieder auf. Doch das, was keiner gerne hat, ist offenbar für die Leistungsfähigkeit sehr positiv – die Sisus kamen dieses Jahr mit guten Zeiten und gleichmäßiger Renneinteilung ins Ziel. Micha Noll knackte (erstmals?) die 3 Stunden und kam knapp hinter Lukas ins Ziel, der sich diesmal an die Spitze der Sisus setzte. Ex-Sisu Gerrit unterbot sogar die anvisierten 2:40, alle Achtung. Neu-Sisu Nikhil erwies sich als starker Zugang und finishte seinen ersten Marathon (der Junge ist 19) mit ganz starken 3:13. Lauftrainer Hartmut wollte ihn natürlich gleich für die Leichtathletik anwerben, aber ich denke, er sollte Schwimmen üben, dann wird aus ihm noch ein richtig guter Triathlet.

Sisu-Ergebnisse

Platz  Pl.AK  Name                AK    Endzeit
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 4474    731  Tali, Carola        W35   4:35:03	
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  987    170  Gingold, Lukas      M30   2:57:58	
 1011    253  Noll, Michael       M40   2:58:09	
 2511    641  Yule, Stuart        M40   3:12:07	
 2673    601  Morel, Arnaud       M35   3:13:17	
 2765      6  Bindra, Nikhil      MJA   3:13:55
 3338    523  Rudolf, Kai-Dieter  M45   3:17:33	
 8390   1597  Isaac, Carl         M40   3:39:30
19177   1875  Meisen, Daniel      MH    4:18:59	
25128   3935  Möller, Carsten     M35   5:06:38	
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Bericht Carola

Mein diesjähriger Start stand eigentlich unter keinen guten Stern, da ich mir eine Woche vor dem Start noch eine Rippenprellung zuzog. Da ich aber schon letztes Jahr verletzungsbedingt auf meinen Startplatz verzichten musste, wollte ich dieses Jahr unter keinen Umständen schon wieder ausfallen. Als ich am Morgen allerdings aus meinem Fenster schaute und sich Dauerregen ankündigte, war mir kurzweilig gar nicht nach Laufen zu Mute.

Da ich aber das Glück hatte, nicht alleine laufen zu müssen, sondern mein Freund sich kurzer Hand entschied mit mir zu laufen, hatte ich nun auch keine Ausrede mehr. Um 8:50 Uhr standen wir dann in unserem Block. Auch die nett gemeinten Regentüten halfen nicht wirklich, den Regen abzuhalten, und so war man schon völlig durchnässt, bevor es um 9:25 Uhr auf die Strecke ging.

Ich hatte mich entschieden, meine eigene Verpflegung mit zu nehmen, damit ich mich nicht an den überfüllten Erfrischungsständen quetschen musste. So hatte ich auch genug Zeit, den einen oder andern von den Sisus am Streckenrand zu sehen, die trotz des bescheidenen Wetters uns tatkräftig unterstützten. Meinen Dank an dieser Stelle.

Ab km 27 hatte ich mit Magenproblemen zu kämpfen, und so durfte ich alle 5 km eine Toilettenpause einlegen. Ich weiß nicht, ob das der Grund war, oder doch was wahres dran ist an der Aussage "Der Marathon fängt bei km 30 an" " jedenfalls hatte ich bei km 37 doch mit meinen Oberschenkeln zu kämpfen und nutzte noch 2 Trinkpausen als kleine Gehpausen. Sämtliche Schmerzen waren aber bei km 41, wo man in die Strasse "Unter den Linden" einbog, vergessen und so gelangte ich glücklich mit 4 Stunden 35 ins Ziel.


© TriGe Sisu Berlin; 26.9.2010, 1.10.2010