Deutsche Meisterschaften Jugend/Junioren Merzig 31.7./1.8.2010

Bericht: Sonja Bettge, Fotos: Dirk Bettge

Freitag, 30.7.

Um 17:30 Uhr kamen meine Eltern und ich im Hotel in Mettlach 10 km entfernt vom Wettkampfort Merzig im Saarland an. Die Anreise war lang und mir tat fast alles weh. Kurze Zeit später fuhren wir nach Merzig, um die Strecke zu besichtigen. Schwimmen sollte in der Saar stattfinden, Radfahren zwei Runden auf der Schnellstraße und Laufen zwei Runden im Park. Dort trafen wir auf dem Campingplatz die anderen aus dem Berliner Kader, und um 19 Uhr war Startunterlagenausgabe und Wettkampfbesprechung mit Trainer. Das Wasser hatte 21,7°C, das hieß, dass nur meine Altersklasse (JugendB) mit Neo schwimmen durfte. Ich war nicht begeistert, denn man musste vom Schwimmausstieg bis zur Wechselzone fast 400 m rennen, aber ich entschied mich trotzdem dafür, da ich im Wasser nicht noch mehr Zeit auf die anderen verlieren wollte. Dann wurden noch die letzten neu bedruckten grünen Kader-Einteiler verteilt, und wir fuhren in unser Hotel um Abendbrot zu essen. Danach legte ich meine Sachen für den nächsten Morgen bereit und ging schlafen.

Samstag, 31.7., Einzelstarts

Aufstehen war um 6:45 Uhr. Draußen waren erst 12°C aber ich fühlte mich gut vorbereitet für den ersten großen Wettkampf. Nachdem wir der Bedienung im Hotel klar gemacht hatten, dass wir keine Eier zu Frühstück brauchen und wir gleich losmüssen, durften wir sogar schon um 7:30 Uhr wie eigentlich am Tag vorher vereinbart frühstücken.

Um 8:15 Uhr waren wir in Merzig, und ich checkte mein Fahrrad ein. Die Abrolllänge wurde überprüft, allerdings war die Einlasskontrolle nicht sehr streng. Die Wechselzone war sehr übersichtlich. Ich hatte mir extra ein orangenes Handtuch mitgenommen, damit ich meinen Wechselplatz schnell finde. Allerdings hatten andere anscheinend die gleiche Idee, denn es gab fast nur gelbe oder orangene Handtücher. Zum Glück fiel mir auch noch ein einen leichteren Gang einzustellen, um gut die kleine Anfangssteigung hochzukommen. Dann lief und schwamm ich mich zusammen mit Isabel (mein Jahrgang im Kader) ein. Wir waren schon etwas aufgeregt, als wir unsere Konkurrentinnen sahen. Dann nahmen wir letzte Motivationssprüche von Eltern, Trainer und den anderen, die erst später starteten, entgegen.

Unser Start war der erste um 9:30 Uhr. Die Mädchen und Jungs wurden getrennt gestartet, weil Windschatten fahren erlaubt war. Dann gings los. Der Start kam etwas plötzlich, es gab aber nicht so viel Geprügel wie ich befürchtet hatte. Man musste eine Wendepunktstrecke schwimmen. Ich versuchte mich so gut es ging durchzusetzen und möglichst noch welche hinter mir zu lassen. Dann kam der lange Weg zur Wechselzone. Ich hatte immerhin genug Zeit meine Hände aus den Neoärmeln zu bekommen. Das war nicht ganz einfach, weil ich dummerweise zuerst die Badekappe und Schwimmbrille abgesetzt hatte, die ich dann in der Hand hatte. Der Wechsel klappte gut, doch ich verpasste leider knapp die dritte Radgruppe. Ich fand mich schnell mit fünf anderen zusammen mit denen ich dann fuhr. Endlich gings auf die Laufstrecke, darauf hatte ich mich schon gefreut. Wie beim gesamten Wettkampf war der Berliner Fanclub gut verteilt und feuerte super an. Ich konnte beim Laufen die Radgruppe abhängen und dann noch vier Plätze gut machen und kam glücklich ins Ziel. Dort wurde ich von meinen glücklichen Eltern und einem zufriedenen Trainer erwartet. Dann konnte ich mir in Ruhe die anderen fünf Starts angucken und den superleckeren Kuchen genießen.

Um 14 Uhr trafen sich alle Berliner, um die Staffeln für den nächsten Tag einzuteilen. Nach einigen Diskussionen bei den Jungs (die vier Mädchen mussten ja alle starten) waren wir uns einig. Mama und Papa machten einen langen Lauf um die Saarschleife, und um 18 Uhr war Pasta-Party und Siegerehrung. Unsere JugendA-Jungs waren dritter in der Teamwertung geworden. Danach fuhren wir wieder ins Hotel und ich packte ein weiteres mal die Sachen für den nächsten Morgen.

Sonntag, 1.8., Länderstaffel

An diesem Morgen konnten wir ganz normal um 8:30 Uhr frühstücken und sogar noch einen kleinen Ausflug zur Saarschleife machen. Um 11 Uhr war Wettkampfbesprechung und Startnummernausgabe für die Staffeln. Es traten von uns zwei Staffeln an. Jede Staffel musste zwei Mädchen und zwei Jungs haben, die nacheinander die Strecke von 350 m schwimmen, 5km Rad fahren und 1,25 km laufen absolvieren. Start war um 12:30 Uhr und ich startete in der langsameren Staffel an dritter Position. Wir hatten nur 42 sek Rückstand auf die andere Berliner Staffel. Ich konnte immerhin auch noch ein paar Sekunden gut machen und im Ziel hatten wir nur noch 14 sek Rückstand. Wir waren insgesamt ziemlich weit hinten, aber der Wettkampf hat noch mal richtig Spaß gemacht, weil er so kurz war. Wir verabschiedeten uns und traten den langen Heimweg an.

Ergebnisse

W Jugend B: 0,4 - 10 - 2,5; 55 Mädchen im Ziel

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Pl. Name             Land               ges    swim bike  run 
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 1. Sprißler, Laura  Baden-Württemberg  34:22  7:21 17:54 9:06
19. Krüger, Isabel   Berlin             36:04  7:30 18:43 9:50
40. Bettge, Sonja    Berlin             37:56  8:12 19:50 9:53
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Staffeln: 4x 0,35 - 5 - 1,25; 21 Staffeln im Ziel

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Pl. Staffel, Namen                                                                                              gesamt
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 1. Brandenburg 2: Svenja Hörnlein  17:59, Steven Jentsch     19:15, Sophie Drews  21:51, Kilian Fladung 19:56  1:19:02
16. Berlin 1:      Antonia Schröder 20:25, Dominik Lemke      20:38, Isabel Krüger 24:17, Niklas Gärtner 21:03  1:26:24
17. Berlin 2:      Vivian Wolf      20:38, Christian Riedrich 21:07, Sonja Bettge  24:11, Ian Manthey    20:40  1:26:38
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                   (unterschiedlich viele Laufwege auf den Staffel-Positionen)


© TriGe Sisu Berlin; 4.8.2010