Peiner Triathlon 19.6.2016

von Frank Leindecker

Jeden Juni wieder findet in Peine ein wirklich sehr gut organisierter und auch stimmungsvoller Wettkampf statt. Die DTU hatte deshalb ihre Altersklassen-DM achtmal hierher vergeben – in diesem Jahr findet sie im tiefsten Allgäu ohne mich statt.

Ein Blick auf die Starterliste wies in diesem Jahr nur einen Berliner und Sisu-Mitglied auf, mit Sicherheit als Folge der Terminüberschneidung mit dem Spreewald-Tri. In Peine wird in einer ehemaligen Kiesgrube geschwommen, ca. zwei Kilometer vom Zielbereich und 2. WZ (Stadion Peine) entfernt, d.h. man muss die Laufsachen zuerst auf dem Rasen der WZ platzieren und dann mit Schwimm/Radkram auf dem Rad zum See fahren. Dort, in der 1. WZ, stehen jedem Starter nach Startnummern sortiert große Kisten/Beutel zur Verfügung, in die man seine Trainingssachen und beim Wechsel den nassen Neo reinschmeißt. Alles steht wohl sortiert und vollzählig später im Zielbereich zur Abholung bereit.

Das Schwimmen verlief für mich hervorragend. Anfänglich "hing" ich an den Füßen einer sauschnellen Dame, die allerdings schon nach ca. 200m Orientierungsprobleme hatte, die erste Boje ausließ und direkt zur zweiten Boje abbog. Dies verschaffte ihr die mit Abstand beste Schwimmzeit, ohne das von den Kampfrichtern (auch nach meinem Protest!) eine Strafe erfolgte. Somit sprang für mich am Ende noch die drittschnellste Schwimmzeit heraus.

Das Radfahren stand unter dem Motto: Back to the roots. Mein eigentliches Wettkampfrad hatte wenige Tage vorher mit einem mächtigen Riss im Trettlagerbereich nach 17 Jahren seine Dienste eingestellt. Somit blieb mir nur der Griff nach meinem mittlerweile musealen 26er Müsing. Auf ihm hatte ich 1992 meinen ersten IRONMAN bestritten. Und was soll ich noch sagen: Der alte "Klepper" lief wie am Schnürchen, trotz vieler mitleidiger und ungläubiger Blicke in der Wechselzone die 11. Radzeit!

Das abschließende Laufen findet auf einer vierfach Wendepunkt-Strecke statt. Meine "Lieblingsdisziplin" verlief unspektakulär und ohne zu viel Federn lassen, war der AK Sieg in trockenen Tüchern.


© TriGe Sisu Berlin; 27.6.2016