Bericht Fürstenwalder Cross-Duathlon in Rauen 14.3.2015

von Dirk Bettge

Strecke 6 Lauf – 18 Rad – 3 Lauf; Wetter: 5 bis 7 °C, bedeckt.

Die zweite Station meiner diesjährigen Duathlon-Reihe war wieder der Fürstenwalder Cross-Duathlon. Nach einigen Gastspielen in Alt-Golm wurde er dieses Jahr erstmals in Rauen ausgetragen, ebenfalls südlich von Fürstenwalde und direkt an der Autobahn nach Frankfurt/Oder. Rauen ist hauptsächlich bekannt durch die Rauener Berge, das ließ einiges erwarten, u.a. Höhenunterschiede von ca. 80 m. Sehenwürdigkeiten sind besonders die Markgrafensteine, zwei wirklich beeindruckende Findlinge.


Start an der Rauener Grundschule mit Sporthalle

Wie immer habe ich vor dem Rennen versucht, mir etwas Streckenkenntnis zu verschaffen durch Abfahren der Radrunde. Da noch der Jugendwettkampf im Gange war fehlte mir eine kleine Schleife. Alles fahrbar lautete daher die Diagnose, allerdings gibt es im hinteren Streckenteil einen auf-und-ab-Trail, auf dem man sehr schnell fahren muss, um im Fluss zu bleiben, allerdings schlecht überholen kann – hierauf wurde auch in der Wettkampfbesprechung hingewiesen.

Was ich auf der Einführungsrunde nicht gesehen hatte, war die Treppe rauf zum Gipfelplateau, steinerner Tisch genannt, auf gut 150 m. Die kann man nicht fahren, den Trail daneben aber auch nicht wirklich. Es wurde was von 33 % gemunkelt. Könnte hinhauen, jedenfalls hab ich es unter Applaus bis maximal zwei Drittel der Steigung fahrenderweise geschafft, dann hob endgültig das Vorderrad ab bzw. platzte im Wiegetritt die Lunge. Es hat offenbar niemand bis ganz oben geschafft, das beruhigt mich. Mit dem Rad an der Hand wird das Gehtempo dann wirklich sehr langsam, und schon ohne Rad war's richtig unangenehm. Auch ein paar andere Stellen forderten das größte Ritzel und wurden im Hinterfeld vorzugsweise geschoben.

Wie üblich konnte ich mich auf dem Rad deutlich vorarbeiten. In den sieben Hügeln hatte ich meist freie Bahn und konnte rollen lassen. Die Radwende war am Zielbanner im Ort mit runter und wieder rauf aufs Rad, wie es sich gehört. Der zweite Lauf war immerhin nicht ganz so fies, und die Abstände vor und hinter mir groß, so dass hier nichts mehr passierte. Neu-Sisu Dirk Lampe traf ich nach meinem Zieleinlauf beim zweiten Wechsel, s. Bild. Ihn sollte trösten, dass bei meinem zweiten Wechsel bereits die ersten ins Ziel kamen. Viele Teilnehmer unseres Winter-Duathlons waren natürlich auch in Rauen am Start.

Die nächsten M45 waren kurz hinter mir, aber der Vorsprung reichte bis ins Ziel, so dass sogar ein AK-Podium und der zweite Platz in der Meisterschaftswertung heraus sprang – alle Ehrungen fanden glücklicherweise in der warmen Sporthalle statt. Fazit: ein sehr gut organisierter Wettkampf ohne Schwächen. Harte und sehr selektive Strecke, tolle Zielverpflegung.

6L-18R-3L, 72 Maenner und 7 Frauen im Ziel, 8 DNF

Pl  Name                 Verein           AK        Lauf 1    Rad       Lauf+Rad    Lauf 2     Endzeit
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 1  Klemm, Marina        TuS Neukoelln    wSEN1 (1) 28:05(44) 54:04(24) 1:22:10(32) 12:48(34)  1:34:58
 2  Leuendorff, Anja     A3K Berlin       wAK4  (1) 27:23(31) 56:14(34) 1:23:38(36) 11:43(16)  1:35:22
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 1  Mueller, Philipp     TSV Cottbus      mAK2  (1) 21:21( 1) 45:33( 2) 1:06:54( 1) 10:26( 1)  1:17:21
 2  Geue, Matthias       RSV Werner Otto  mSen1 (1) 22:26( 4) 44:45( 1) 1:07:12( 2) 10:51( 3)  1:18:03
 3  Mei▀ner, Maximilian  Dowe Sportswear  mAK2  (2) 21:27( 2) 47:28( 4) 1:08:55( 3) 10:43( 2)  1:19:38
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16  Bettge, Dirk         Sisu Berlin      mSen2 (3) 27:09(27) 50:44(11) 1:17:53(16) 12:39(31)  1:30:33
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58  Lampe, Dirk          Sisu Berlin      mSen3 (6) 30:26(62) 65:16(61) 1:35:43(62) 14:07(55)  1:49:51
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je 1 Wechsel in Lauf 1 und Rad-Zeit

Komplette Ergebnisse gibt's hier.


© TriGe Sisu Berlin; 14.3.2015