Bericht Masters-Regionalliga Ost Grimma 2.7.2016

von Dirk Bettge; Fotos: Sonja

Wetter: heiter bis sonnig, bis 20 °C, mäßiger Wind. Wasser 19,6 °C.

Im sächsischen Grimma, an der Mulde gelegen zwischen Leipzig und Dresden, fand der zweite Wettkampf der Regionalliga Ost 2016 statt. Nach der klassischen olympischen Distanz um die Talsperre Hohenfelden bei Erfurt, war diesmal ein Sprint über 0,75 - 20 - 5 km mit Windschattenfreigabe angesagt, wie er sonst erst ab der 2. Bundesliga durchgeführt wird. Da dies nicht unser täglich Brot ist, waren wir ein klein wenig aufgeregt, allerdings sind Ingo und Carl ehemalige Radsportler, und die anderen waren schonmal beim BerlinTri oder ähnlichen Veranstaltungen dabei. Jochen stieß das erste Mal dazu, und Stuart sprang für Mathias ein, der sich einen dicken Schnupfen eingefangen hatte.

Da wir Erfurt-Starter eigentlich noch in der Erholungsphase sind, waren wir gespannt, was Jochen auf die Straße bringen würde 2 Wochen nach seinem verheißungsvollen Auftritt am Briesensee. Zunächst aber waren zwei Wechselzonen zu bestücken, nämlich die Rad/Lauf-Wechselzone am Marktplatz in der Innenstadt, wo die Laufrunde abgesteckt war, und die Schwimm/Rad-Wechselzone knapp 1,5 km flussaufwärts am Ufer der Mulde. Die Sachen von dort wurden vom Veranstalter später in Körben in die Innenstadt gebracht, so dass man nicht nochmal hin musste.

Wir Masters starteten mit den Frauen zusammen, so dass unsere Welle für den vergleichsweise schmalen Schwimmkurs eine ordentlich Dichte hatte. Die Mulde wurde mit 19,6 Grad gemessen, also Neoerlaubnis trotz Sprintstrecke (Grenze 20 °C). Von der Startlinie gings gegen die Strömung in die Linkskurve, so dass nach einem hektischen Start alle irgendwie zusammen drängten. Diese Situation sind wir Masters normalerwese nicht so gewöhnt, und so war für mich und die meisten anderen die erste Hälfte Schwimmen bis zur Wendeboje geprägt von Gestrampel und Atemnot – keine gute Grundlage für eine solide Schwimmzeit. Aber offenbar ging es bis auf die ganz schnellen allen so.

Jochen kam damit offenbar noch am besten klar und stieg als erster von den Sisus auf den roten Teppich am Ufer. Eine knappe Minute dahinter ließ ich mir aus dem Wasser helfen und versuchte einen Laufschritt Richtung Rad aufzunehmen. Der Wechsel ging immerhin konkurrenzfähig und nach dem Sprung aufs Rad fand ich mich zwischen verstreuten Mitschwimmern wieder auf dem Weg zur Radrunde. Nach der Einführungsstrecke und Einfädeln auf die eigentlich Runde fand ich mich mit einem Kollegen vom A3K zusammen, und wir bildeten ein gut hamonierendes Pärchen. Einzelne Frauen versuchten dranzubleiben, mussten aber alle abreißen lassen.

An der ersten Süd-Wende auf der Landstraße hatten wir die Gruppe um Jochen in Sicht, allerdings ca. 300 m vor uns. Der Abstand schien zunächst kleiner zu werden, wir passierten weitere abgehängte, aber nach einer Runde mussten wir einsehen, dass wir den Abstand nur verwalten könnten. Mit immer wieder zeitweiser Begleitung fuhren wir so bis ins Ziel. Der Hügel in der Mitte jeder Radrunde, also 6x zu fahren, war jedes Mal hart. Die vielen 90 Grad-Kurven in der Altstadt machten bei trockenem Wetter richtig Spaß – ja, so ähnlich könnte Radrennen gehen.

Im Radziel am Rathausplatz hängte man die Räder einfach samt Schuhen und Helm an die lange Stange, wo sie von Helfern geborgen und in einer Sammelzone gesichert wurden. Dann Schuhe schnappen und los auf die Laufrunde, 4x zu absolvieren. Nach dem harten Radsplit fiel mir die erste Runde etwas schwer, vielleicht doch überzockt? Aber ab der zweiten Runde lockerte sich die Atmung wieder, und ich konnte die knapp 5 km für meine Verhältnisse flott abspulen. Die anderen Sisus habe ich beim Laufen nicht gesehen, die Spitze kam bald von hinten vorbei.

Jochen kommt mittlerweile immer besser in Form und legte die fünft-beste Laufzeit unseres Feldes vor. Damit stieß er bis in die top ten vor und erreicht als 6. das Ziel – große Klasse und eine gute Grundlage für eine möglichst geringe Platzziffer des Sisu-Teams. Wir nächsten 3 Sisus, die in die Wertung kommen würden kamen dann binnen 90 Sekunden ins Ziel vor dem Rathaus. Stuart hing dieses Mal ein klein wenig hinterher, das spielte aber keine Rolle und war doch wichtig, falls jemand eine Panne gehabt hätte.

Die Teamleistung reichte diesmal klar für Platz 4 in der Tageswertung. Mit einer Bratwurst in der Hand sahen wir noch ein wenig bei den Teamwettkämpfen der zweiten Liga zu, bevor wir unsere Räder und Sachen auslösten und uns Richtung Rückfahrt aufmachten. Sonja hatte vorsorglich einen Kuchen gebacken und uns Foto-medial begleitet – danke auch dafür! Jetzt haben wir 2 Wochen Zeit, um uns auf die nächste olympische Distanz in Havelberg vorzubereiten.

Lächeln im Ziel: Carl, Ingo, Stuart, Dirk und Jochen

Masters Einzelwertung, 37 im Ziel
Pl  Name             Verein               swim      T1   bike      T2   run        gesamt
==========================================================================================
 1  Peschel, Olaf    A3K Berlin           12:44( 5) 0:59 33:41( 2) 1:03 16:55( 1)  1:05:22
 6  Becker, Jochen   Sisu Berlin          13:22(16) 1:27 34:32( 6) 1:15 17:42( 5)  1:08:18
14  Bettge, Dirk     Sisu Berlin          14:16(21) 1:10 34:41( 9) 1:16 20:00(17)  1:11:23
18  Isaac, Carl      Sisu Berlin          15:11(29) 1:20 35:50(20) 1:11 19:02(14)  1:12:34
20  Hertzsch, Ingo   Sisu Berlin          14:31(24) 1:37 35:47(19) 1:24 19:32(15)  1:12:51
24  Yule, Stuart     Sisu Berlin          14:39(26) 1:19 36:47(28) 1:36 20:28(24)  1:14:49
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Mannschaftswertung (vorlaeufig)
Pl-Platzziffer-Punkte
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 1  23 9 TuS Neukoelln Berlin
 2  48 8 A3K Berlin
 3  49 7 Friesen Berlin I
 4  58 6 Sisu Berlin
 5  76 5 WBG Union Team Gera
 6  96 4 Fusselschreck TFDG Limbach Oberfrohna
 7  99 3 Friesen Berlin II
 8 125 2 SV Handwerk Leipzig
 9 144 1 Leipziger Triathlon eV
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Gesamtwertung nach 2 Rennen (vorlaeufig): Wertung nach Punktsummen
Pl Punkte
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 1 17 9+8  A3K Berlin
 2 16 7+9  TuS Neukoelln Berlin
 3 15 8+7  Friesen Berlin I
 4 11 5+6  Sisu Berlin
 5 10 6+4  Fusselschreck TDFG Limbach Oberfrohna
 6  9 4+5  WBG Union Team Gera
 7  6 3+3  Friesen Berlin II
 8  4 2+2  SV Handwerk Leipzig
 9  2 1+1  Leipziger Triathlon eV
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© TriGe Sisu Berlin; 3.7.2016