Bericht Regionalliga Ost in Grimma 1.7.2018

von Dirk Bettge

Teamsprint im Muldental

Nur eine Woche nach dem Regenrennen an der Koberbach-Talsperre, was ja immerhin eine olympische Distanz war, stand in Grimma ein Team-Sprint an. Pro Mannschaft würden 4 Sisus starten, AK-Bonifikationen sollte es hierbei nicht geben – deshalb wollte ich mich lieber erholen und den jüngeren Masters (ein Widerspruch in sich?) den Vortritt lassen, damit man nicht mit der Laufzeit hadern muss.

Also fuhren wir zum dritten Mal in Folge in aller Sonntagsherrgottsfrühe Richtung Sachsen, denn Grimma liegt zwischen Leipzig und Dresden an der Mulde, die in in letzten Jahren vor allem durch ihre Hochwässer berühmt-berüchtigt wurde. Wir sind dann immerhin schon bei 1.800 Auto-Kilometern, aber wir tasten uns runter: Die Wettkämpfe 4 und 5 in Havelberg und Cottbus sind dann etwas regionaler.

Das schöne Städchen Grimma ist am Triathlon-Wochenende weitgehend gesperrt für alles andere. Diverse Wettkampfwellen werden am Wochenende abgefertigt, angefangen bei den Kindern und Jugendlichen (Deutsche Meisterschaften in mehreren Klassen), Jedermann-Sprint, 2. Liga Nord (Männer und Frauen) und natürlich die Regionalliga Ost (Männer, Frauen und Masters). Geschwommen wird in der Mulde, dort ist die Schwimm/Rad-Wechselzone, der Radkurs geht durch die Innenstadt und eine Wendpunktstrecke raus (3,5 Runden), gelaufen wird in der Altstadt, dort werden in der Rad-Lauf-Wechselzone hinter dem Rathaus die Laufschuhe deponiert.

Für unsere Männer gingen Lukas, Christopher, Sören und Moritz ins Rennen, für die Masteres David, Ingo, Carl und Stuart. Die Teams wurden an der zuschauerfreundlichen Hängebrücke im 20-Sekunden-Takt gestartet, rannten über die rote Rampe ohne Neo in die Strömung. Hin gegen die Strömung, zurück mit ihr werden auch 750 Meter recht lang, zumal die Teams beim Schwimmen komplett zusammen bleiben mussten, erst beim Radfahren durfte man einen verlieren. Unsere Jungs bekamen das Teamschwimmen offenbar ganz gut hin, besonders für Sören eine gute Leistung – nicht überragend aber ein gute Basis.

Bei den Masters lief es offenbar nicht so rund, 3 Minuten langsamer als die Jungs sind eine Menge Zeit auf 750 Meter, aber immerhin hatten mehrere andere Teams noch größere Probleme und mussten lange auf abgehängte Kameraden warten, während schon die ersten Frauen-Teams vorbeisprinteten. Alle vier wechselten jeweils aufs Rad, zu einem Mannschaftszeitfahren, allerdings nur mit Rennrädern, vielleicht ganz OK angesichts der vielen Kurven in der Innenstadt. Die Jungs hängten Moritz bald ab und machten sich zu dritt auf die weiteren Runden. Die Masters mussten sich auch auf dem Rad lange sortieren, Stuart ließ nach 2 Runden abreißen, Carl versuchte an David und Ingo dranzubleiben.

Die gesparte Kraft führte immerhin dazu, dass die drei die drittschnellste Laufzeit der Masters hinlegen konnten (so schnell hättet ihr mich nicht über die Strecke geschoben, aber Wechseln können wir mal üben...). Auch die 3 verbliebenen Jungs liefen sehr ansprechend nur knapp über 18 Minuten, das sah gut aus. Dass die schnellsten Läufer der Regionalliga nur gut 16 Minuten brauchen, ist schon etwas erschreckend, auch wenn die Strecke vielleicht etwas auf der kurzen Seite ist und immer noch Leute aus höheren Ligen dabei sind, die erst maximal einen Wettkampf dort gemacht haben.

Insgesamt reichte es für die Jungs zu Platz 8 und die Masters für Platz 7. Da hatten sich manche vielleicht mehr erhofft, aber gerade Team-Wettkämpfe sind nicht einfach, zumal wenn man sie ohne viel Vorbereitung in nicht so homogenen Teams angeht, d.h. die individuellen Stärken und Schwächen unterschiedlich auf die drei Sportarten verteilt sind. Da werden wir hoffentlich dran arbeiten bis zur nächsten Saison.

Letztlich war Grimma wieder mal eine Reise wert. Es ist eine sehr routiniert durchgeführte Veranstaltung mit extrem vielen Helfern an allen Ecken. Auch als Zuschauer darf man einige Meter zu Fuß zurücklegen, wenn man alle wichtigen Streckenpunkte innerhalb eines Sprints gesehen haben will. Ein wenig Routine aus vorvergangenen Jahren ist hier nicht falsch. Mir hat das Dasein als Zuschauer und Fotoreporter jedenfalls Spaß gemacht!

In 2 Wochen steht der vierte Wettkampf der Serie an, diesmal im relativ nahen Havelberg, wo wir letztes Jahr unsere Vereinsmeisterschaft ausgetragen haben und vor zwei Jahren mit dem Masters-Team dabei waren, wiederum eine olympische Distanz, mit immerhin 44 Radkilometern.

 

Regionalliga Grimma, Teamsprint 0,75 - 20 - 5 km

Maenner Mannschaftswertung, 10 Mannschaften
Pl  Mannschaft                  Zeit
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 1  TriTeam Halle              58:28   
 2  Berliner Triathlon Team    59:24
 3  Dredner Spitzen TriTeam  1:00:31
 8  Sisu Berlin              1:06:39
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Masters Mannschaftswertung, 9 Mannschaften
Pl  Mannschaft                 Zeit
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 1  TuS Neukoelln            1:06:22
 2  A3K Berlin               1:07:47
 3  BSV Friesen              1:09:36
 7  Sisu Berlin              1:11:31
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Alle Ergebnisse: Regionalliga Ost


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