Bericht Regionalliga Ost in Grimma 1.7.2018

von Lukas Jarius

Es war mal wieder soweit – nach dem Regenrennen eine Woche zuvor im Koberbachtal, ging es in Grimma in die dritte Runde der Triathlon-Regionalliga. Dieses Mal mit besserem Wetter und einem etwas kürzerem Fahrweg und somit ein paar Stunden mehr Schlaf. Dennoch ging es um 7 Uhr auf die Piste Richtung Süden. Nach ca. 2 Stunden war das Ziel, Grimma zu erreichen, schon einmal geschafft und die Sisus trafen sich rechtzeitig auf einem Parkplatz in der Nähe der Rennstrecke. Für Erstaunen sorgte mal wieder meine Packkunst und wie viel dann doch in so ein kleinen MINI reinpasst.

Nach einigen Minuten des Aufbauens ging es dann gemeinsam zum Marktplatz von Grimma. Auf dem Weg konnten wir dann schon die ersten Jugendlichen auf der Radstrecke sehen, da nicht nur die Regionalliga startete, sondern außerdem die 2. Triathlon-Bundesliga auch die Jugend-DM. Auf dem Marktplatz war neben der Ziellinie und einem großen Festplatz auch die Wechselzone. So nutzten wir die Zeit, während Dirk die Startunterlagen besorgte, uns einen Überblick für unseren späteren Wechsel zu besorgen. Kurz darauf konnten wir auch schon unsere Laufsachen einchecken.

Denn was die Wechselzonen angeht, gibt es in Grimma eine Besonderheit. Da die Mulde am Ortsrand liegt und dort geschwommen wird, steht die Wechselzone für den Übergang vom Schwimmen zum Radfahren dort und wie bereits erwähnt, wird der Wechsel vom Rad zum Laufen am Rathausplatz vollzogen. Im Team von vier Startern ging es zum Jagdstart, wobei es beim Schwimmen dieses Mal galt, 750 m zu meistern. Zunächst gegen die Strömung und auf dem Rückweg dann mit Unterstützung der Fließrichtung zurück in die Wechselzone.

Da wir im Männerteam unterschiedliche Stärken haben, versuchten wir den Fluss in einer Zweierreihe zu meisten. Dies gelang uns mehr schlecht als Recht. Da ich mich zuvor aber noch bei Sonja erkundigt hatte, wie in der Bundesliga beim Schwimmen geholfen wird, konnte ich Sören auf dem Rückweg durchs Schieben an der Wade etwas unterstützen. Nach einem kurzen Ausstieg ging es dann aufs Rad. Leider mussten wir das Team vor uns, welches wir fast überschwommen hatten, wieder ziehen lassen. Zusammen ging es dann auf die 4 Radrunden und in Richtung des ersten Anstiegs. Leider mussten wir da auch schon Moritz hinter uns lassen. Zu dritt ging es also in hohem Tempo weiter an die erste Kopfwende. Und hier gab es dann schon das erste Problem: Irgendwie dachte Sören, wir müssten links wenden, obwohl es rechts rum ging. Zum Glück konnten wir anderen beiden nach rechts abbiegen und Sören hängte sich einfach wieder hinten ran. Also nochmal Schwein gehabt.

Leider sollte das nicht unser einziger Radfehler gewesen sein. Aufgrund der Streckenführung, einmal geschlängelt durch Grimma, musste man auf der vierten Runde an einer Kreuzung nur noch gerade ausfahren, um in die Wechselzone zu gelangen. Allerdings waren wir auf der ersten Runde so motiviert unterwegs, dass ich das Schild zum rechts abbiegen nicht gesehen hatte und dadurch für den nächsten Fahrfehler sorgte, indem ich meine beiden Mitstreiter verwirrte, weil ich geradeaus wollte. Aber auch das meisterten wir gut und nun wussten wir nach der ersten Runde, wie die Radstrecke verlief. Die restlichen drei Runden verliefen dann auch ohne weitere Zwischenfälle. In der nächsten Wechselzone, wären wir dann aber doch noch fast an dem Radparkplatz vorbeigelaufen, da nämlich die Laufschuhe dieses Mal getrennt von den Rädern standen. Totale Verwirrung... naja, ab auf die Laufstrecke und vier Runden rennen.

Dieses Mal musste ich mich sputen, da mit Christopher und Sören zwei sehr starke Läufer an meiner Seite waren. Die ersten zwei Runden liefen auch recht gut. Allerdings muss auf der zweiten Hälfte ein indisches Restaurant gerade Curry gekocht haben, da es unglaublich nach Knoblauch gerochen hat und dies bei mir im Verlauf des Rennens ein paar unerwünschte Nebenwirkungen auslöste. Jedoch unterstützen mich Christopher und Sören beim Laufen, durchs Schieben am Rücken, wodurch wir dann doch noch das Team vor uns überholten und sogar Moritz auf der kurzen Laufrunde überrundeten!

Zusammengefasst erreichten wir mit einer Zeit von 1:06:38 das Ziel und trotz einiger Schwierigkeiten konnten wir uns dann im Nachhinein doch freuen, eine ordentliche Leistung geliefert zu haben. Ich bin mir allerdings sicher, dass wir im nächsten Jahr die Zeit toppen können!


© TriGe Sisu Berlin; 6.7.2018