Bericht Regionalliga Ost in Schneeberg 26.5.2018

von Dirk Bettge

Im sächsischen Schneeberg am Nordhang des Erzgebirges hat der erste Wettkampf der Regionalliga Ost stattgefunden. Es ist eine recht weite Anreise, und die Gegend ist ganz schön hügelig, einige von uns kannten das schon von unserem Auftritt dort im Jahre 2013. Das Wetter war sonnig, warm und trocken, doch in der Anfahrt auf Schneeberg türmten sich hohe Wolken an den Bergen, und als wir aus dem Auto stiegen, fielen zu unserer Überraschung erstmal dicke Regentropfen. Der Regen hörte aber bald wieder auf. Der Filzteich, in dem geschwommen wurde war mit gemessenen 19,5 Grad entgegen unserer Erwartung noch so kühl, dass trotz Sprintdistanz mit Neo geschwommen wurde.

Für unser Masters-Team gingen Ingo, Carl, Sven, Gregor und ich an den Start. Unser Männerteam war wegen mehrerer Terminabsagen auf 3 Starter zusammengeschrumpft: Lukas, Moritz und Tobias, den letzteren hatten wir trotz Masters-Alter ins jüngere Team versetzt. Nach Erkundung der Radstrecke (hügelig und nirgends eben) machten wir uns auf in die Wechselzone.

Die Männer (10 Teams á 5 Starten) sollten zuerst starten, die Frauen kurz danach (8 Teams á 4). Bei den Masters (9 Teams á 5) kam erstmals ein Jagstartmodus zum Einsatz: Für jede Altersklasser wurde ein Vorsprung gegenüber den jüngsten (also dem M40ern) berechnet. So ging mit satten 17:46 Minuten Vorsprung ein einzelner M65er ins Rennen, mit 11:44 ein M60er, dann einige M55er, Sven und ich mit noch 4:27 mit den M50ern, Carl mit 2:13 bei den M45ern und zuletzt Ingo und Gregor mit den M40ern. Die Einlaufzeiten würden also direkt die Platzziffern bedeuten.

Bereits beim Einschwimmen konnten wir Masteres hautnah miterleben, wie die Männer und Frauen lospsrinteten. Lukas und Moritz waren beim Schwimmen offenbar gut dabei, Tobias eher im Hinterfeld. Der weitere Rennverlauf ist mir bisher nur in Teilen bekannt, und die Ergebnisse liegen Stand Sonntag Nachmittag immer noch nicht vor, es gab vor Ort offenbar erhebliche Probleme mit der Zeitnahme. Nach einiger Wartezeit gingen Sven und ich auf die Strecke – also erstmal scharf anschwimmen und schnell weitermachen. Erstaunlicherweise führte ich damit die M50er-Gruppe an (das kenne ich so gar nicht) und hatte größte Schwierigkeiten, ohne Begleitboot die recht kleinen Bojen zu erkennen und nicht die Wenden zu verpassen. Egal, beim Landgang waren die nächsten auch nicht weit weg, Sven war nur einige Meter dahinter. Das sollte das gesamte Rennen so bleiben.

Die Radstrecke, ein 10 km-Wendepunktkurs, zweimal zu fahren, geht für uns Flachländer ungewohnt immer nur rauf und runter, mit etwas gutem Willen im Sprint gerade noch auf dem großen Blatt zu fahren, insgesamt immerhin 300 Höhenmeter auf 19,5 km Strecke. Da hilft nur viel Druck und die Gewissheit, dass ein Sprint kurz ist. Die 5 km Laufen waren dann so lala, die ersten Atlethen aus den jüngeren AKs kamen vorbei, aber immerhin konnte ich mich als erster Sisu ins Ziel retten. Ingo war netto am schnellsten von uns fünfen, aber den Startrückstand konnte er nicht wettmachen. Was das im Endergebnis genau bedeutet, musste sich erst noch herausstellen: Nach einiger Wartezeit, in der es keine Ergebnisse und keine Siegerehrung gab, beschlossen wir wie die meisten anderen Teilnehmer, uns auf den langen Heimweg zu machen. Am Sonntag fand u.a. auch noch ein Kinder-Tri statt sowie der offene Silberstrom-Triathlon.

Nach mehreren Tagen haben wir jetzt die Ergebnisse: Erwartungsgemäß hatten es unsere jüngeren Männer schwer, sind immerhin nicht letzte geworden. In voller Besetzung wird das etwas rosiger aussehen. Die Masters haben sich im Grunde gut geschlagen, hatten in der Endabrechung etwas Pech: Die beiden Mannschaften davor haben jeweils nur eine einzige Platzzifer weniger! Das heißt, dass wir im engen Mittelfeld mithalten können und dass mit etwas mehr Glück auch bessere Platzierungen drin sind. Das nächste Rennen findet am 23.6. wiederum in Sachsen statt, nämlich an der Koberbach-Talsperre.

Maenner Einzelwertung, 46 im Ziel
Pl  Name                Verein                netto
===================================================
 1  Norman Fenske       Berliner Tri-Team     56:27
32  Lukas Jarius        Sisu Berlin         1:05:17
40  Tobias Klein        Sisu Berlin         1:09:58
42  Moritz Jaeger       Sisu Berlin         1:12:12
---------------------------------------------------

Maenner Mannschaftswertung, 10 Mannschaften
Pl Pl-Summe  Mannschaft
=================================
 1  20  Berliner Triathlon-Team
 2  40  Dresdner Spitzen Tri Team
 3  66  SG Friesen/Weltraumjogger
 9 161  Sisu Berlin
---------------------------------


Masters Einzelwertung, 40 im Ziel
Pl  Name                Verein         AK   Zielzeit Rueck  netto
===================================================================
 1  Frank Manthey       TuS Neukoelln  M55  1:17:05  10:09  1:06:56
14  Dirk Bettge         Sisu Berlin    M50  1:23:07  13:20  1:09:47
19  Sven Kopisch        Sisu Berlin    M50  1:23:55  13:20  1:10:35
26  Carl Isaac          Sisu Berlin    M45  1:26:02  15:33  1:10:29
27  Ingo Hertzsch       Sisu Berlin    M40  1:26:58  17:46  1:09:12
30  Gregor Weidner      Sisu Berlin    M40  1:29:39  17:46  1:11:53
-------------------------------------------------------------------

Masters Mannschaftswertung, 9 Mannschaften
Pl Pl-Summe  Mannschaft
=================================
 1  12  TuS Neukoelln
 2  26  A3K Berlin
 3  64  SV Handwerk Leipzig
 4  84  BSV Friesen
    84  Dresdner Spitzen Tri Team
 6  85  Sisu Berlin
---------------------------------

Alle Ergebnisse: Regionalliga Ost


© TriGe Sisu Berlin; 27.5.2018 .. 3.6.2018