Rennsteiglauf 16.5.2009

von Michael Noll

Auch in diesem Jahr waren wir wieder da – der Rennsteiglauf fand in diesem Jahr in seiner 37. Auflage statt. Wir waren nun zum dritten Mal dabei; wir sind meine Frau Heike sowie Katrin und Andrae, die Läufer und Triathlonfans aus der alten Volleyballmannschaft. Sisus in Roth werden übrigens von der ganzen Truppe am Streckenrand verbal angeschoben! Also schon mal die Gesichter auf den Fotos einprägen, zumindest an den Passagen bei uns sollte das Lachen aufgesetzt werden!

Wie gehabt sind wir freitags angereist, um die Startnummern im Startort Oberhof noch abzuholen, dort sollte ja am Samstag schon um 7:30 Uhr der Startschuss zum Halbmarathon fallen. Gewohnt haben wir wieder im Hotel Grüner Baum in Schmiedefeld; dort ist auch das Ziel aller Distanzen im Rahmen des Rennsteiglaufes. An der Stelle ein Lob an Familie Brandt vom Hotel, uns haben wieder schöne Zimmer erwartet und das Essen war erste Sahne. Insbesondere die raffinierten Vorsüppchen fanden so großen Anklang, dass einige noch Suppen als Nachtisch bestellt haben, um alle probieren zu können. Auch die Hauptspeisen und Nachtische sind oberlecker. Also das Hotel ist eine Top-Empfehlung (www.gruener-baum-schmiedefeld.de) für alle, die über ein Wochenende oder länger wandern, laufen, Rennrad oder Mountain-Bike fahren wollen. Im Winter bieten sich exzellente Langlaufmöglichkeiten, auch die Biathlon Weltcupstrecken in Oberhof sind nicht weit weg.

Andrae und ich als Laufteilnehmer sind dann um 6 Uhr mit dem vom Veranstalter organisierten Bustransfer nach Oberhof gefahren, um mit nicht ganz 7000 Mitläufern die 21,1 km über den Rennsteig in Angriff zu nehmen. Die Strecke war durch den nächtlichen Regen etwas matschig, aber bei einem Landschaftslauf muss man damit rechnen. Die Strecke ist von Oberhof ansteigend über einige Berge, um dann später bergab nach Schmiedefeld zu führen. Insgesamt geht es auf der Halbmarathonstrecke mehr bergab als bergauf, so dass am nächsten Tag etwas Muskelkater angesagt war. Das bergab laufen ist man aus Berlin eben nicht gewohnt. Möglicherweise kam der Muskelkater auch vom auf der Bierbank stehen und hüpfen im Festzelt. Allein die Zielfete am Abend ist die Reise wert. Die Musik ist durchgehend schlagermäßig (der alte Holzmichel lebt noch). Auch wenn die Musik eigentlich nicht mein Geschmack ist, der Abend war kurzweilig; alles feiert und tanzt stehend auf Bänken und Tischen. Was ich am erstaunlichsten finde: auch die Finisher der Supermarathons über 73,7 km von Eisenach nach Schmiedefeld standen und hüpften noch. Das alles nach über 1400 Höhenmetern im Anstieg, Abstiege kommen hinzu.

Wir haben jedenfalls unser schönes Hotel fürs nächste Jahr wieder gebucht und auch gleich wieder für den Lauf gemeldet. Der alte Holzmichel lebt dann sicher immer noch wenn es wieder heißt: Im nächsten Jahr sind wir alle wieder da.

 1 Thou Paul     KEN MH  Bitterfelder SV   1:10:00
 2 Hubert Stefan GER MH  SV Sömmerda e.V.  1:10:47
 3 Sang Isaak    KEN M30 Bitterfelder SV   1:10:49
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50 Noll Michael  GER M40 Sisu Berlin       1:23:57


© TriGe Sisu Berlin; 22.5.2009