Bericht Challenge Roth 12.7.2015

von Michael Noll

Sisu Roth-Starter 2015

In diesem Jahr war mal wieder Roth angesagt, für mich ein kleines Jubiläum mit dem 15. Start über die lange Distanz, davon 6 Mal Roth. Das Rennen dort wird einfach nicht langweilig und ist immer wieder ein Highlight. Sisu war in diesem Jahr mit zweistelliger Zahl über den Einzelstart und 1 Staffel vertreten. Wir hatten also wieder einen großen Vereinsausflug.

Der Ablauf hat ja mittlerweile auch schon Tradition: Am Vorabend des Rennens ist Nudelbüffet beim Italiener in Schwand angesagt. Das ist sehr lecker und man fühlt sich in dem Moment besser als am Renntag, wenn man dort vorbeikommt - das Lokal liegt bei km 12 auf der Laufstrecke.

Zum Rennen: Ich hatte mir eine Zeit von 9:30 als Ziel gesetzt, der letzte Wettkampf im Spreewald 3 Wochen zuvor lief gut und so hatte ich mir die Rennteinteilung unter 1 Stunde schwimmen, um 5 Stunden Rad und 3:30 laufen vorgenommen. Start für meine Gruppe war 7 Uhr. Schwimmen ist in Roth durch die Startgruppen entzerrt, so dass kein Geprügel ist. Insofern kam ich gleich in guten Rhythmus und konnte das Schwimmen mit knapp unter 58 Minuten abschließen. Es lief also nach Plan.

Anschließend ging es aufs Rad auf die stimmungsvolle Strecke. Es ist einfach immer wieder ergreifend, was in Roth unterwegs los ist. Das Sisu-Stimmungsnest ist auch schon traditionell in Unterrödel, kurz vorm Solarer Berg. Unsere Fangruppe hat schön Stimmung gemacht, Radfahren lief flüssig. Die 2. Radrunde war dann deutlich windiger geworden, für die späteren Startgruppen insofern durchaus etwas schwere Bedingungen. Für mich lief es mit 5 Stunden auf dem Rad weiter nach Plan.

Anschließend stand der Lauf an. Am Ende der Wechselzone hat Olli angefeuert - er hat auf seinen Laufstart in der Staffel gewartet. Die Strecke führt zum Main-Donau-Kanal raus. An der Lände ist ja mittlerweile auch unser traditioneller Sisu-Fanpunkt. Das ist bei Lauf-km 4, 21 und 36. Als ich dort zum ersten Mal vorbeikam lief es entsprechend meines Plans, ich war knapp unter 20 Minuten unterwegs. Die Strecke führt dann am Kanal nach Schwand (zu unserem Italiener). Im Verlauf wurden so ab km 8 die Beine leider etwas fest - zwar keine Krämpfe, aber es ging irgendwie nicht mehr wie erhofft vorwärts. Leider habe ich immer mehr an Tempo eingebüßt und musste frühzeitig mein Zeitziel abhaken. Es war also 34 km gegen feste Beine laufen angesagt.

Die Versuchung zu gehen war groß, aber so lange ich noch laufen konnte, wollte ich das auch tun. Mühevolles laufen war schneller als gehen. Mir sind dann die ganze Zeit 2 Sätze der Triathlon-Prominenz zum Rennen in der Vorwoche in Frankfurt durch den Kopf gegangen: Beim Laufen wird der Niedergang verwaltet und auf der Strecke wirst du ständig angelogen: Du schaust gut aus. Bei Lauf-km21 kam ich also wieder am Fantreff vorbei. Ich habe ein etwas verspätetes Ankommen zum Zeitziel angekündigt. Am Ende waren es 10:07. Der Einlauf ins Stadion ist immer wieder ein Erlebnis. Ein anstrengender Tag war beendet.

Anstehen für 2016

Unsere Sisus haben nicht nur im Wettkampf gekämpft. Eine weitere Leistung war, dass wir am Montag nach dem Rennen zwischen 7 und 7:15 Uhr wieder im Zielbereich waren, um uns in der Warteschlange zur Anmeldung 2016 anzustellen. Im nächsten Jahr ist Sisu damit mit 4 Staffeln am Start, darüber hinaus hat sich Janine als Einzelstarterin vor Ort angemeldet. Also auch im nächsten Jahr gibt es wieder einen großen Ausflug nach Roth.

Wir sind danach noch über den Donauradweg von Passau nach Wien geradelt. Das ist sehr empfehlenswert, eine schöne Strecke und bietet durchaus Alternativen bei der Wahl des Materials (Radmuseum in Ybbs).


© TriGe Sisu Berlin; 26.7.2015