Bericht Tri-Team Run-Bike-Fun 6.3.2016

von Dirk Bettge

Strecke 3 Lauf – 15 Rad – 6 Lauf; Wetter: 5 °C, Regen.

Bei meiner nunmehr dritten Teilnahme am Winter-Vereinswettkampf der Tri-Teamer fühle ich mich schon fast als Stammgast. Nach zwei Austragungen bei strahlendem Sonnenschein war allerdings heute echtes Cross-Wetter. Schien am Vortag beim Erkundungstraining in der Murellenschlucht noch sehr schön die Sonne, so sagten die Wetterauguren in ungewöhnlicher Eintracht für den Sonntag Regen ab Mitternacht voraus. Sie behielten recht. Meiner Erfahrung nach kommt das Wetter in Berlin immer später, aber das führte nur dazu, dass der Regen länger andauerte. So bin ich ganz dekadent auch mit dem Auto zum Treffpunkt unter dem Vordach der Eissporthalle gefahren.

Bereits an der Wechselzone waren Hose und Rucksack besprenkelt. Alles drängte sich um den Pilz mit der Sitzbank drunter. Aber das würde im Rennen egal sein, deshalb entscheiden Tom und ich uns gleich für kurze Hose, dann würde man weniger Gewicht in Form von Spitzwasser aufnehmen. Nach einer Einführungsrunde für alle neuen ging's dann ohne großes Brimborium los auf den ersten kurzen Lauf.

Der erste Wettkampf im Jahr ist immer der Realitätstest und die Gelegenheit über den Stand der eigenen Fähigkeiten zu grübeln. Irgendwie hatte ich den ganzen Winter schon den Eindruck, ich komme schwer ins Laufen, und auch auf dem Rad fehlt vielleicht etwas Druck. Gefühlt bin ich im letzten Jahr 2 Jahre älter geworden. Aber in den letzten Paar Wochen fing die Lauferei wieder an Spaß zu machen. Alle liefen erstmal respektvoll bis zur ersten Steigung, da waren wir Männer oben noch zusammen, aber dann ging's langsam los. Trotz Keuchen musste ich die schnellen Läufer ziehen lassen und fühlte mich am Ende des zweiten Anstiegs irgendwie schwach.

Die Ergebnisliste sagt aber, dass alles wie in den Vorjahren war, deshalb denke ich, ich höre jetzt mal auf mit dem Gejammer, es ist halt wie es ist, und einen 4er Schnitt kriege ich auf solchen Strecken einfach nicht mehr zustande. Tom und Frank kamen mir eingangs der Wechselzone gerade entgegen, und wie üblich nahm ich die Verfolgung auf. Norman war schon längst weg, hatte aber mit seinem Crosser bereits den zweiten Platten des Tages und musste auf ein Leihrad umsteigen. Aber wenn man so schnell ist...

Diesmal beschloss ich, nicht mit Gewalt die Lücke zuzufahren, da das zwar im Prinzip geht, aber nur zu einem sehr unerfreulichen zweiten Lauf führt, zumal wenn das der längere ist. So konnte Tom an meinen in der Nässe qietschenden Bremsen gut orten, dass der Abstand mehr oder weniger gleich blieb. Was man sonst nur aus dem Fernsehen von den Crossrennen kennt: Bei hinreichend hohem Tempo wird bei Regen alles komplett eingesprenkelt, nach dem Radsplit sahen wir aus wie die Schweinchen, besonders die Schuhe sahen unglaublich aus. Da eingangs des zweiten Laufs hinter mir weit und breit niemand in Sicht war, musste ich nicht mehr alles geben (war auch so schwer genug!) und habe vielleicht ein paar Körner gespart für die Mountain-Challenge kommenden Samstag. Mal sehen, ob ich den Carl wieder kriege auf dem Rad, aber der ist schon ziemlich gut in Form.

Wie in den Vorjahren gilt mein Dank der Ausrichtung und freundschaftlichen Aufnahme durch das TriTeam!

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© TriGe Sisu Berlin; 6.3.2016