Sachsenman 4.7.2010

von Carola Tali

Am Freitagmittag machten Nancy, Olaf und ich uns auf dem Wege nach Olbernhau. Völlig ungewiss was uns erwarten würde. Leider gab es einige Baustellen auf den Wege dahin, so dass das Navi nicht so recht mitspielte aber ein freundlicher Sachse zeigte uns ein paar Schleichwege, die wir alleine wahrscheinlich nie gefunden hätten. Nach 5 Stunden kamen wir ein wenig entnervt und hungrig in Olbernhau an. Eine Freundin von Nancy, die auf der großen Distanz (3km-125km-24km) startete war so freundlich und buchte uns unweit von der Wechelzone ein Zimmer und checkte schon unsere Räder ein.

Wir holten so gleich unsere Startunterlagen ab, und ließen den Abend beim Italiener ausklingen. Auch im Restaurant waren wir wieder begeistert von der Freundlichkeit, die die Sachsen an den Tag legten.

Am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr früh zum Frühstück. Das Frühstück bestand aus einem üppigen Frühstücksbuffet, welches für einen geringen Preis von 2,50 Euro angeboten wurde. Um 7 Uhr fuhren wir mit dem Shuttlebus, der uns zur Talsperre zum Schwimmstart brachte. Auf dem Wege dorthin bekamen wir schon einen kleinen Einblick der Radstrecke, die uns erwartete, dennoch sahen wir es relativ entspannt entgegen, da für uns einfach nur der Spaß im Vordergrund stand. Für Nancy war es die Premiere auf der Kurzdistanz und für mich eine gute Vorbereitung für den bevorstehenden Berlin Man.

Als wir um 8 Uhr ankamen, richteten wir uns unsere Wechselzone ein und betrachteten die Schwimmstrecke, die uns wie immer viel zu weit vorkam. Nach einer ausführlichen Einweisung, die wirklich professionell aufgezogen wurde, begann um 10 Uhr der Start für die Adventure Strecke und um 10:20 Uhr wurde es dann ernst für Nancy und mich. Das Schwimmen verlief super und so stiegen wir nach guten 28 Minuten schon aus dem Wasser. Eine sensationelle Zeit für Nancy, die ja vorher noch nie eine Strecke von 1500 m geschwommen ist. Ganz in Ruhe ging es dann aufs Rad. Auch hierbei ist wieder die Toporganisation des Veranstalters hervorzuheben, denn bevor es auf die Radstrecke ging, wurden uns noch Isotonische Getränke angeboten.

Die Radstrecke hatte es in sich, und dennoch hatten weder Nancy noch ich nicht einmal den Gedanken, mal abzusteigen oder zu pausieren, obwohl Temperaturen von 34 Grad herrschten. Nach 32 Kilometer gab es einen Verpflegungspunkt, der alles bot was das Herz begehrt von Cola bis Schmalzschnittchen. Neben der Verpflegungsaufnahme führten wir noch einen netten Plausch mit den Helfern, die sich ganz rührend um uns kümmerten. Ab Kilometer 37 km ging es dann langsam bergab und so erreichten wir nach kurzer Zeit die Wechselzone. Auch hier waren wir absolut begeistert, denn es wurden uns die Räder abgenommen und gleichzeitig die Laufsachen gebracht. Die Laufstrecke bestand aus zwei Runden a 4 km. Jeweils nach 2 km gab es Verpflegungspunkte, die nicht nur eine Top Verpflegung hatten, sondern jeweils auch noch mit Duschen ausgestattet waren, was mir bei diesem Wetter sehr entgegenkam. Das Laufen ging diesmal besser, und nach der ersten Runde haben wir auch beide unseren Rhythmus gefunden, so dass wir auf den letzten Metern noch mal Gas geben konnten. Olaf, der uns die ganze Zeit ganz rührend betreute und Fotos machte, ermöglichte mir noch mit Connor (meinem Sohn) ins Ziel zu laufen.

Nachdem Nancy und ich umgezogen und geduscht waren, konnten wir noch ihre Freundin anfeuern, die sich an diesem Tag mit allem Respekt auf die Langstrecke wagte. Hier sei angemerkt, dass die Radstrecke aus 125 km mit 1800 Höhenmetern bestand.

Alles in allem möchten wir anmerken, dass die Organisation des Veranstalters in den Himmel zu loben ist. Für wenig Geld kann man sich auf wirklich anspruchsvolle Strecken begeben und wird von Zuschauern und dem Orga Team behandelt wie ein Profi. Die anschließende Pastaparty bot ein ausreichendes Angebot an Nudeln mit diversen Saucen, Rostbratwurst, Leberkäse und Getränken. Alle Helfer standen trotz Fussballspiel ohne ein Gesicht zu verziehen an ihren Streckenposten. Auch der letzte Teilnehmer wurde wie der erste geehrt. Im Gegensatz zu Ferropolis gab es im Preis inklusive eine Holzmedaille sowie Finisher Shirt. Vielleicht wäre das eine Idee für mehrere Sisus im nächsten Jahr. Nancy, Olaf und ich werden auf jeden Fall wieder dabei sein.


© TriGe Sisu Berlin; 15.7.2010