Bericht Schlaubetal-Triathlon 10.7.2016

von Susi Bettge

Strecke: 1,5 - 37 - 10; Wetter: heiter bis sonnig, 28 °C, frischer Wind aus Südwest

Der Schlaubetal-Triathlon gehört zu den regionalen Veranstaltungen, die von Sisus eher wenig frequentiert sind – völlig zu Unrecht, wie wir feststellen konnten. Es ist nämlich ein familiärer, entspannter Wettkampf mit sehr guter Organisation in reizvoller Landschaft, und diesmal gab es noch bestes Sommerwetter dazu.

Nach dem Sprint-Wettkampf, der trotz Straßenkurses mit dem MTB zu absolvieren ist (eine heftige Feldsteinstraßen-Passage, die wir im Frühjahr mit dem Tandem erkundeten, rechtfertigt dies), startet um 11:45 Uhr die olympische Distanz. Zeitlich ist dies abgestimmt mit dem Bahnfahrplan, da einmal die Gleise ebenerdig zu überqueren sind – das hat auch bestens geklappt. Sisu wurde durch Dirk und mich repräsentiert. Beide haben wir uns vorgenommen, es etwas verhalten anzugehen: Dirk ist nächsten Samstag schon wieder für das Masters-Regionalliga-Team am Start, ich bin nach zweiwöchiger Erkältungs-Trainingspause noch etwas kurzatmig.

Mit ca. 80 Teilnehmern (bei weniger als 10 Frauen von Teilnehmer/innen zu sprechen, ist fast schon übertrieben), die je eine Schwimm-, Rad- und Laufrunde absolvieren, ist es eine übersichtliche Veranstaltung. Die Wechselzone ist asphaltiert und liegt komplett in der prallen Sonne, da lohnt es sich, helle Handtücher dabei zu haben, um sie über die Reifen zu drapieren.

Um 11:30 Uhr gibt es eine klare Wettkampfeinweisung, pünktlich um 11:45 Uhr wird im Freibad am Ufer des Großen Müllroser Sees auf die viereckige Schwimmstrecke gestartet, die mit großen Bojen abgesteckt ist. Netterweise wurde der See auf 20,9 °C gemessen, sodass ich Gelegenheit hatte, meinen neu erstandenen Aquaman-Neo mit echtem Freiwasser vertraut zu machen. Das Schwimmfeld zog sich bald ordentlich in die Länge. Dankenswerterweise hatte ich diesmal zwei Wasserschattengeber vor mir und konnte meine Puste für den Rest des Wettkampfs aufsparen.

In der Wechselzone glitt der Neo fast von selbst von mir ab. Offenbar habe ich dabei einige Teilnehmer überwechselt, denn anfangs der Radstrecke kamen doch recht viele Männer vorbeigerauscht. Die Radstrecke ist echt hügelig, sodass auch das kleine Kettenblatt gelegentlich zum Einsatz kommt. Dafür ist wenig Verkehr, und der Asphalt ist auf 85 Prozent der Strecke im Topzustand. An jedem Abzweig stehen aufmerksame Helfer und sorgen dafür, dass alle richtig ankommen und ihnen Vorfahrt gewährt wird.

Die Laufstrecke geht einmal um den See und ähnelt der in Lindow, falls ihr sie mal im dortigen Trainingslager ausprobiert habt: Wurzelige Wege und Pfade, kleine Brücken, ein Treppchen, ein bisschen Sumpf, stellenweise Sand. Die letzten 2,5 bis 3 km geht es dann auf der Uferpromenade entlang. Die angekündigten Kilometermarkierungen haben wir zwar nicht erspäht, aber es gab unterwegs Streckenverpflegung und viel landschaftliche Abwechslung. Auch hier war alles perfekt markiert, Verlaufen ausgeschlossen. Überraschend kamen auch hier noch sporadisch schlanke junge Männer an mir vorbeigekrochen, während Dirk sich schon längst im Ziel erholte.

Im Ergebnis erzielte Dirk einen guten 9. Gesamtplatz, der nur den 5. Platz in der AK bedeutete – der ewige Fluch des Geburtsjahrgangs 1967. Ich ließ noch Teilnehmer/innen hinter mir und gewann erwartungsgemäß mangels Konkurrenz meine AK.

Hier die Strecken, da im Netz nicht zu finden...

1,5 - 37 - 10; 64 Maenner und 9 Frauen im Ziel
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 Pl Name,Vorname       Verein          AK  Pl  gesamt   swim      bike        run 
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  1 Lipinsky, Claudia  MSV Tripoint    W30  1  2:25:53  24:57     1:07:42     53:13
  5 Bettge, Susi       Sisu Berlin     W50  1  2:41:37  31:42(48) 1:16:05(63) 53:49(60)
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  1 Gruner, Rene       TSV Cottbus     M35  1  2:00:23  23:32( 2)   58:59( 2) 37:51( 2)
  9 Bettge, Dirk       Sisu Berlin     M45  5  2:10:52  24:34( 7) 1:03:19(10) 42:59(12)
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© TriGe Sisu Berlin; 11.7.2016