Bericht 17. Glasperlen-Duathlon Schönborn 3.10.2011

von Dirk Bettge, Fotos: Susi

Strecken: 10-30-5, 5-11-2 und 2-5-1; Wetter: sonnig, bis 22 °C, schwacher Wind.

Mittlerweile traditionell fahren wir am Einheitstag zum letzten Duathlon nach Schönborn bei Finsterwalde. Diesmal starteten wir direkt vom Urlaubsquartier in der brandenburgischen Pampa und durften einen wunderschönen Sonnenaufgang bei Nebel und absoluter Windstille erleben, einfach nur wunderschön, man hätte noch viel mehr Fotos machen müssen!

Der diesjährige Wettkampftag verhieß der schönste seit Menschengedenken zu werden: Sonne pur, über 20 Grad und fast windstill auf der sonst so stürmischen Radstrecke. Entsprechend hatten sich kurz entschlossen spürbar mehr Duathleten eingefunden als sonst, wobei schon seit Jahren zu beobachten ist, dass die Klasse des Starterfeldes mit der Zeit zunimmt. Vielleicht kein spezieller Effekt in Schönborn, sondern ein Ergebnis der immer noch zunehmenden Leistungsdichte im Triathlon-Sport.

"Kleiner Duathlon" 5-11-2

Hier trat Sonja an, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen und konnte die Damen-Wertung diesmal klar für sich entscheiden. Erklärtermaßen wollte sie schon beim 2. Wechsel sein, wenn ich gerade den ersten habe, aber das hat ganz knapp nicht geklappt ;-)

"Großer Duathlon" 10-30-5

Wenn man ganz locker in einen Wettkampf geht, dann ist das sehr positiv, ändert aber nichts daran, dass mit dem Startschuss der Ehrgeiz erwacht, und dass Duathlon gefühlt härter ist als Triathlon. Während man sich sonst nach dem Schwimmen freut, dass es endlich los geht, ist man beim Duathlon schon 10 km fast Anschlag gelaufen, wenn man versucht, aufs Rad zu springen. Das mit dem Draufspringen habe ich dann doch gelassen, aber ich hätte wenigstens vor dem Start die Klettverschlüsse der Radschuhe aufmachen sollen. Beim Aufzerren auf den ersten paar hundert Metern Radstrecke hätte ich mir fast eine Zerrung in der Schulter geholt. Das soll mir nicht wieder passieren (Vorsatz Nr. 1 für 2012). Nicht nur das sorgte für weitere Motivation, sondern auch die Tatsache, dass ca. ein Dutzend Leute direkt hinter mir aus dem Wald gerannt kam. Da ist die kluge Renneinteilung dann egal, da hilft nur Raddruck.

Das Radfahren machte mir natürlich keine wirklichen Sorgen, hatte ich doch Tempotraining mit Micha Noll gemacht, das stärkt das Selbstbewusstsein und die Oberschenkel. Kurzum, ich habe noch ein paar weitere überholt, habe aber wohl etwas überzogen, so dass schon bei der Anfahrt auf die Wechselzone klar war, dass das ein richtig schwerer Lauf würde. Immerhin gings den anderen genauso, nur einer der auf der Radstrecke Überholten konnte sich schweren Schrittes noch vorbeischieben. Wenn ich da schaue, was für Laufzeiten der Sieger hingelegt hat – der ist trotz Waldstrecke die 10 unter 34 Minuten gelaufen und hatte zum Schluss diverse Minuten Vorsprung, sah schon gut aus!

Es war mal wieder ein schöner Spätsommertag, so warm war's noch nie. Komischerweise sind wir meist die einzigen Sisus vor Ort, dabei kann man den Wettkampf nur wärmstens empfehlen! Meist ein wenig kurz nach dem Marathon, aber es gibt doch noch mehr Sisus, oder? Jedenfalls ist jetzt wirklich Schluss mit der Saison. Wir lehnen uns zurück in die Kissen, und am Samstag Abend tracken wir Micha auf Hawaii. Gutes Gelingen dort von hier aus!

 Pl  Name        Verein       AK      ges.     Lauf1  Rad    Lauf2
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10-30-5
 1. Michael Kopf SCC Berlin   M35 1.  1:36:24  33:46  44:49  17:49
10. Dirk Bettge  Sisu Berlin  M40 4.  1:52:20  41:10  48:51  22:19
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5-11-2
 1. Sonja Bettge Sisu Berlin  WJB 1.    51:10  20:51  21:53   8:26
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(beide Wechsel jeweils in der Radzeit)

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© TriGe Sisu Berlin; 4.10.2011; 12.10.2011