Sisu Quadrathlon 31.8./1.9.2012

Vereinsmeisterschaft über 800 m Schwimmen, 5.5 km Laufen, 13.0 km Zeitfahren und Schlauchwechseln

von Dirk Bettge; Fotos: Daniel

Die Sisus nach dem Zeitfahren

Nach dem Zeitfahren vor 2 Jahren hatten wir schon letztes Jahr vor, das Rennen zu wiederholen oder gleich zur Vereinsmeisterschaft auszubauen. Irgendwie ging 2011 vorbei, ohne dass sich jemand aufraffen konnte, die Sache in die Hand zu nehmen. Dieses Jahr aber bot sich Daniel als Race-Director an und plante die Strecken. Alle 3 Triathlon-Disziplinen sollten dabei sein sowie eine vierte, die den Wettkampf zum Qudrathlon adeln sollte. Nach ausführlicher Diskussion wurde entschieden, dass das eine vereinfachte Reparatur-Einheit sein sollte, nämlich Schlauchwechseln. Entscheiden würden die summierten Platzziffern und nur bei Punktgleichheit das Schlauchwechseln als Stechen dienen.

Schwimmen im Schlachtensee

So trafen wir uns am Freitagabend am Schlachtensee. Der Dauerregen des Vormittags war angenehmem Spätsommerwetter gewichen, also angenehme äußere Bedingungen und nur wenige Passanten am See. Nach kurzer Diskussion und Bemühung des Badethermometers wurde regelkonform auf ohne Neo entschieden. Das Wasser war zwar kühl aber wärmer als die Luft. Nach einem kurzen Fußmarsch zur Einstiegsstelle wurden 800 m zurück zur Wechselzone geschwommen mit der Bettge'schen Badeboje als Zielpunkt. Sonja machte sich schnell auf und davon und gab uns beeindruckende 2 Minuten Rückstand. Ben konnte sich im Endspurt noch zwischen Christopher und mich schieben und so entscheidende Platzpunkte gutmachen.

Laufen um den Schlachtensee

Nach einer kurzen Pause machten wir uns warm für die zweite Disziplin, den Lauf rund um den Schlachtensee. Bei der geringen Teilnehmerzahl stellte sich nach einem kurzen Startspurt die erwartete Reihenfolge schnell ein. Ben konnte das Rennen von vorne kontrollieren und bei einem 3:30er Tempo Kräfte fürs Zeitfahren sparen. Carl gab alles, um mich auf Distanz zu bringen. Dies sah ich wiederum schnell ein, musste "nur" noch Sven auf Distanz halten und konnte ein paar Körner sparen. Susi und Olaf gaben alles und kamen eine Weile vor Reiner und Christopher ins Ziel. Sonja hat den Lauf wegen noch abklingender Erkältung ausgelassen. Bei einbrechender Dämmerung verspeisten wir noch den von Daniel angeschleppten Kuchen bei warmem Tee. Es würde eine kurze Nacht werden bis zum Start des Zeitfahren am Samstag Morgen.

Radziel am Postfenn

Nach einem knappen Frühstück brachen wir am Samstag früh um kurz nach Sieben auf, um rechtzeitig am Hüttenweg zum Start des Zeitfahrens zu sein. In der noch kühlen Morgensonne kamen wir leicht vorgwärmt am Startplatz an. Nach Einteilung der Startreihenfolge machte sich Daniel mit den Wechselklamotten auf zum Ziel. Christopher startete uns pünktlich ab 8:00 Uhr im Minutenabstand, um abschließend selbst auf die Strecke zu gehen. Die Startlinie verlegten wir in die Sonne, daher hatten wir 50 m (!) mehr Strecke als vor zwei Jahren. Stephen und Sven Scherner, die am Vortag nicht dabei waren, komplettierten unser kleines Starterfeld.

Ein gut ausgeruhter Stephen würde angesichts seiner diesjährigen Vorleistungen schwer zu schlagen sein, das war klar. Dafür hatte ich den alten Sisu-Zeitfahreinteiler wieder vorgekramt und noch Flaschen- und Taschenhalter demontiert, um die Aerodynamik zu optimieren. Nach dem Start ging's erstmal im WSA-Tempo die Krone runter und auf die Havelchaussee. In die Steigung zum "Willi" gings schon mit einigem Laktat in den Beinen. Mit Puls Anschlag über die Kuppe gedrückt mussten ein paar Sekunden Rollen auf der Abfahrt reichen, um Anlauf für die Gegensteigung und die abschließende Passage das Postfenn rauf zu nehmen. Im Zielanstieg konnte ich noch Sven überholen. Es wurde tatsächlich knapp. Stephen konnte das Zeitfahren mit einem knappen 41er Schnitt für sich entscheiden. Wer weiß – wenn er am Vortag gelaufen wäre... Ben war schon ziemlich nah dran. Carl ist dieses Jahr ein Läufer ;-) Sonja legte einen beachtlichen 36er Schnitt hin und war damit den Herren dicht auf den Fersen. Alle, die schon 2010 dabei waren, haben sich jedenfalls verbessert.

Die vierte Disziplin: Schlauchwechseln

Das Schlauchwechseln würde nur noch Spaßcharakter haben, da keine Punktgleichheiten vorlagen. Eine Gaudi war's trotzdem. Ben musste als erster ran und hatte erhebliche Schwierigkeiten, den Reifen herunter zu bekommen. Eine gewisse Übung schadet hier nicht, und als technischer Betreuer zweier Triathletinnen konnte ich eine gute Zeit hinlegen, das Publikum staunte. Aber die Damen konnten auch selbst gut wechseln. Lästernde Anwesende mussten auch ans Laufrad, das Daniel mitgebracht hatte. Zeitnahme war immer, wenn wieder 6 bar drauf waren, das Ventil zu und der Schlauch nicht geplatzt war.

Siegerehrungen auf dem Sommerfest

In der Gesamtabrechnung holte sich also Ben verdient den Titel des Vereinsmeisters mit der kleinsten Summe der Platzziffern. Susi wurde Meisterin bei den Frauen – da wäre nächstes Mal etwas mehr Konkurrenz nicht schlecht, dann gibt's auch einen Pokal. Den gab's dieses Jahr schon bei den Männern – es ist ein Wanderpokal, in den jedes Jahr der Name des Meisters eingraviert wird.

Abschließend möchte ich sagen, dass es sicherlich nie einen Termin geben wird, an dem das Wasser warm ist und alle können, aber vielleicht ist dieser Bericht Motivation für alle Zauderer, den Sisu-Quadrathlon ab dem nächsten Jahr in ihre Planungen einzubeziehen. Wir werden versuchen, den Termin früher im Jahr festzulegen.

Schwimmen: 800 m Schlachtensee ohne Neo

Pl  m  w  Name              Zeit
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 1     1  Sonja Bettge      11:53
 2  1     Christopher Kaan  13:43
 3  2     Ben Bergau        13:47
 4  3     Dirk Bettge       13:53
 5  4     Olaf Mone         13:55
 6  5     Carl Isaac        14:34
 7  6     Sven Kopisch      14:50
 8     2  Susi Bettge       15:55
 9  7     Reiner Buschick   16:32
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Laufen: 5,5 km Schlachtenseerunde

Pl  m  w  Name              Zeit
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 1  1     Ben Bergau        18:51
 2  2     Carl Isaac        19:32
 3  3     Dirk Bettge       21:20
 4  4     Sven Kopisch      22:05
 5     1  Susi Bettge       24:44
 6  5     Olaf Mone         24:54
 7  6     Reiner Buschick   27:42
 8  7     Christopher Kaan  32:52
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Rad: 13,0 km Krone-Havel-Postfenn

Pl  m  w  Name              Zeit   km/h
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 1  1     Stephen Bode      19:03  40,9
 2  2     Dirk Bettge       19:14  40,6
 3  3     Ben Bergau        20:11  38,6
 4  4     Sven Scherner     20:19  38,4
 5  5     Carl Isaac        21:04  37,0
 6  6     Sven Kopisch      21:20  36,6
 7  7     Olaf Mone         21:25  36,4
 8     1  Sonja Bettge      21:39  36,0
 9  8     Reiner Buschick   23:01  33,9
 9  8     Christopher Kaan  23:01  33,9
11     2  Susi Bettge       23:33  33,1
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Schlauchwechseln (6 bar)

Pl  Name                Zeit
=================================
 1  Dirk Bettge         1:26
 2  Sven Kopisch        1:35
 3  Reiner Buschick     1:50
 4  Jochen Becker       2:15
 5  Christopher Kaan    2:20
 6  Susi Bettge         2:24
 7  Benjamin Hein       2:25
 8  Olaf Mone           2:30     
 9  Sonja Bettge        2:33
10  Ben Bergau          6:07
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Gesamtwertung

Pl  Name              Platzsumme
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 1  Susi Bettge           24
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 1  Ben Bergau             7
 2  Dirk Bettge            9
 3  Carl Isaac            13
 4  Sven Kopisch          17
 5  Olaf Mone             18
 6  Christopher Kaan      19
 7  Reiner Buschick       25
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© TriGe Sisu Berlin; 1.9.2012