Bericht Spremberger Volkstri 7.6.2015

von Denise Kottwitz

Ein paar Schwimmer des Angelkogbades machten sich zum Spremberger Volkstriathlon auf: drei Friesen (Ricarda, Tatjana, Benjamin) und zwei Sisus (Frank und ich). Auf jeden Fall: dank Frank hat sich die Anzahl der teilnehmenden Sisus in zum Vorjahr verdoppelt.

Der Sommerbeginn ein paar Tage vor dem Wettkampf ließ mich hoch erfreuen, da so mit etwas wärmerem Wasser als in den letzten Jahren gerechnet werden konnte. Allerdings spielte der Rest der Wetterlage dieses Jahr nicht so mit: 2 Stunden vor dem Start ziehen bei 22 Grad dunkle Wolken auf, es folgen Regen, Gewitter und ein Temperatursturz auf 14 Grad.

Getroffen wurde sich im Spremberger Schwimmbad. Man zahlt den regulären Eintritt von 4 Euro, was dann auch gleich die Startgebühr ist. Die Wechselzone ist ein Bierzelt und so drängelten sich alle ins Trockne bis zum Start. Der Regen hörte zum Glück rechtzeitig auf, aber es blieb kalt.

Geschwommen wird bei diesem Triathlon 500 Meter im Schwimmbecken. Die Startzeit wird verlost und es wird einzeln mit einer Minute Abstand gestartet. Nach einem kleinen Sprint zum Beckenrad wird dem Sportler eine Bahn zugeteilt, und muss sich so maximal mit zwei weiteren Startern die Bahn teilen. Mir gelingt mein Start gut, muss aber gleich feststellen, dass die Damen auf den Nachbarbahnen (= die Friesenmädels) schneller schwimmen als ich. Nach der Hälfte der Strecke hängt sich ein Teilnehmer in meinen Wasserschatten. Nach dem Rennen erfahre ich, dass Frank diese Chance genutzt hat. Für einen Vereinskollegen bin ich natürlich gern vorn geschwommen.

Der Wechsel aufs Rad gelingt problemlos, obwohl nun schon seit neun Monaten nicht mehr praktiziert. Lediglich das Überstreifen des Laibchens mit der Startnummer, welches es hier obligatorisch zu Tragen gilt, ist auf nasser Haut schwierig. Auf einem steilen Anstieg geht es aus dem Bad heraus auf eine 19 km Wendepunktstrecke in den Tagebau. Meist hat man hier einen starken Wind, jedoch triathlonfreundlichen Rückenwind nach der Wende. Diesmal entscheidet sich der Wind aus allen Richtungen zu kommen - also bleibt es bis zum Schluss richtig anstrengend. Windschatten fahren ist nicht wirklich verboten, aber durch die versetzten Startzeiten ist man sowieso einsam auf der Strecke. Ich überhole am Anfang ein paar Sportler und treffe meine Konkurrentinnen erst an der Wende, kann aber nicht ausmachen wer hier vor oder nach mir gestartet ist.

Trotz des Wintereinbruchs friere ich nicht, obwohl ich nur das Laibchen über dem Einteiler trage. Doch das Gefühl trügt: sobald ich in den Laufschuhen bin, merke ich das ich doch etwas ausgekühlt bin und ich nicht richtig in die Gänge zum Laufen komme. Zu laufen sind 4,6 km - dreimal um das Schwimmbad herum. Es sind ganz paar Läufer um mich herum. Auf den letzten Metern kann ich noch einen Jugendstarter zum Mitziehen bewegen, was richtig Spaß macht.

Die Siegerehrung ist wieder etwas Besonderes. Erstes weiß man nicht so richtig wie man abgeschnitten hat, und zweites wird jeder Aufgerufen und bekommt eine Medaille von der Spreenixe verliehen. Bei den Damen wird Tatjana vierte, für mich reicht es für Platz drei. Ricarda schafft es ganz oben auf das Treppchen und ist ganz außer sich über so einen großen Pokal für die kleine Startgebühr. Frank kommt unter die besten 50% bei den Männern und Benjamin ist hoch erfreut, dass er es mit dem zehnten Platz in die Top Ten geschafft hat.

Für mich als Sprembergerin ist diese Wettkampf wie immer toll, aber auch die Schwimmkollegen waren total begeistert über Strecke und Organisation des Wettkampfs. Mehr Infos und Ergebnisse auf der

Veranstalter-Website


© TriGe Sisu Berlin; 13.6.2015