Bericht Storkower Triathlon 8.7.2012

von Dirk Bettge

Wetter: bis 28 °C, leichter Wind, sonnig. Wasser 23 °C.

Beim diesjährigen Storkower Triathlon wurden die Berlin-Brandenburger Meisterschaften auf der Kurzstrecke ausgetragen. Entsprechend gut gefüllt war die Meldeliste, offenbar wurde hier sogar das Teilnehmerlimit erreicht, so dass auch erstaunlich viele auf der Sprintstrecke starteten. Die Tage zuvor hatte es regelmäßig abends gewittert, was zu angenehmen Morgen-Temperaturen und außerhalb Berlins zu Frühnebel führte, der sich im Sonnenschein langsam auflöste. Nach den teilweise sehr heißen Sommertagen war der See gut vorgewärmt, so dass kaum überraschend auf allen Strecken Neo-Verbot ausgesprochen wurde.

Sprint-Triathlon 0,75 S - 20 R - 5 L

Sascha hatte schon lange für den Sprint gemeldet, ich war hinzu gekommen, nachdem der Aquathlon wegen des terminkollidierenden 5150 in meine Urlaubszeit verschoben worden war. Überraschend tauchte noch Stuart auf und meinte, er wolle doch wenigstens einen Wettkampf dieses Jahr gegen mich austragen. Dies versprach interessant zu werden. Beim Sprint-Duathlon hatte Sascha mich noch auf dem zweiten Lauf distanziert, aber mit Schwimmen statt Lauf? Und Stuart ist mittlerweile eher auf den längeren Strecken zu Hause. Das Neoverbot würde uns alle gleichermaßen bremsen...

Durch das überraschend große Starterfeld war der Steg, von dem losgeschwommen werden sollte über die volle Breite gefüllt. Links oder rechts raushalten ging nicht. Also erstmal voller Sprint Richtung erste Boje, was natürlich recht viele genauso machten. Entsprechend eng wurde es, aber nach der Boje war's dann OK. Die immerhin spürbaren Wellen auf dem See trugen ihren kleinen Teil zu unseren eher nicht so berauschend klingenden Schwimmzeiten bei. Außerdem hatte man versehentlich den ersten Schwimmer auf der falschen Seite um die letzte Boje herum geleitet, so dass alle anderen aus Fairnessgründen auch dort herum mussten. Als ich das merkte, war ich schon fast an der Boje und musste einen Zusatzbogen schwimmen. Interessant war auch das gekürzte Schilf im Ausstiegsbereich, das daher leicht am Bauch kratzte. Aber egal – Stuart war hinter mir, nur das zählte ;-)

Die ständig wellige Radstrecke mit ihren 2 Wendepunkten ist deutlich anspruchsvoller, als es auf dem Papier aussieht. Ich glaube, Saschas Radzeit könnte von einem schnelleren Wechsel durchaus profitieren. So aber wurde der Vorsprung bis zur Laufstrecke größer, und nach der Laufwende war mir klar, dass kein Sisu mehr von hinten kommen würde. Außerdem kein Seitenstechen und keine Atembeklemmungen, was will man mehr. Saschas Laufzeit war natürlich top, wie meistens!

109 Maenner und 30 Frauen im Ziel
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 Pl  m  w  Name,Vorname       Verein          AK  Pl  gesamt   swim      bike      swim+bike run 
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  1  1     Bogs, Domenique    MSV Tripoint    M20  1  1:04:20  11:05( 1) 34:41( 7) 45:46( 1) 18:34( 3)
  6  6     Bettge, Dirk       Sisu Berlin     M45  1  1:07:53  14:07(27) 33:50( 3) 47:57( 8) 19:56(10)
  9  9     Kaschewsky, Sascha Sisu Berlin     M40  2  1:09:29  15:40(63) 35:46(14) 51:26(26) 18:03( 1)
 15 15     Yule, Stuart       Sisu Berlin     M40  4  1:11:03  14:18(30) 35:52(15) 50:10(18) 20:53(24)
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Kurz-Triathlon 1,5 S - 40 R - 10 L

Die olympische Strecke war wie schon gesagt ausgebucht, da beide Landesverände zusammen ihre Meistenschaften austrugen. Sinnvollerweise wurde in zwei Wellen gestartet, erst die jüngeren Männer, dann die Frauen und die Alten. Susi hatte mir zwischen unseren Starts die Kamera wieder in die Hand gedrückt, denn mein Sprint war vor dem Start der Kurzstrecke beendet. Der Meister bei den Männern würde mutmaßlich aus der ersten Welle kommen, wo sich Matthias Kindl und Christian "Hoffi" Hoffmann ein spannendes Duell lieferten, dass erst auf der zweiten Laufrunde entschieden wurde.

Schwimmstart

Für Sisu waren Jochen, Ralf und Susi unterwegs. Jochen hatte wegen Knieproblemen letztlich noch Zweifel gehabt, aber zur Zeit läuft es wieder besser. Eine wirklich tolle Laufleistung brachte ihn nach ordentlichem Schwimmen und Radsplit noch bis auf Rang 10 nach vorne. Ich glaube ich habe keinen gesehen, der bei jedem Schritt so hoch fliegt. Das brachte die Silbermedaille in der AK-Wertung der BB-Meisterschaft.

Jochen

Susi kam diesmal schon beim Schwimmen vergleichsweise ordentlich weg. Ich glaube, die W45-Frauen kennen sich mittlerweile alles ganz gut, belauern sich ständig und lesen vorab die Starterlisten, um taktisch gut gerüstet ins Rennen zu gehen. Jedenfalls führten gleichmäßige Splits und mittlerweile gute Wechsel zur Silbermedaille von insgesamt 10 W45erinnen am Start.

Susi

Ralf arbeitete sich nach dem Schwimmen wie gewohnt auf dem Rad langsam nach vorn. Aber 4te Laufzeit? Schnell wie Jochen oder Sascha?? Er gab alles, was der Magen offenbar nicht so richtig mitmachte. Jedenfalls war nach einem ungewollten Zwischenhalt hinter einem Busch am Streckenrand wohl die Orientierung nicht mehr so gut, so dass der restliche Kilometer Laufstrecke bis zur Wende abhanden kam. Aber jeder mag sich fragen, ob ihm das nicht auch schonmal (fast) passiert wäre!

Ralf

Schwimmtrainer Jan schwamm super und musste auf dem Rad nur die ganz schnellen ziehen lassen. Ich denke, an meinem Vorderrad wird's nicht gelegen haben, dass er sich kurzfristig wegen unverhofftem Plattfuß leihen musste. Jedenfalls ist zu sehen, dass die Formkurve wieder deutlich ansteigt.

Jan

Die Ehrungen zogen sich ein wenig, weil die Meisteschaftswerungen komplett extra aufgerufen wurden, obwohl es praktisch dieselben Athleten waren, die geehrt wurden. Aber Ehre wem Ehre gebührt!

Ehrungen

156 Maenner und 33 Frauen im Ziel
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 Pl  m  w  Name,Vorname      Verein        AK  Pl  gesamt   swim       bike         swim+bike    run 
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 42     1  Essiger, Diana    TVB09 Berlin  W35  1  2:19:29  24:00( 46) 1:12:01( 51) 1:36:01( 42) 43:28( 45)
121    13  Bettge, Susanne   Sisu Berlin   W45  2  2:37:54  29:15(141) 1:19:57(121) 1:49:12(128) 48:42(112)
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  1   1    Kindel, Matthias  TuS Neukölln  M25  1  1:58:03  20:51( 10) 1:02:20(  2) 1:23:11(  2) 34:52(  1)
  8   8    Eggers, Jan       TuS Neukölln  M20  1  2:06:31  19:45(  3) 1:08:16( 21) 1:28:01( 11) 38:30( 14)
 10  10    Becker, Jochen    Sisu Berlin   M35  2  2:07:30  22:09( 26) 1:08:58( 26) 1:31:07( 20) 36:23(  2)
 56  53    Donner, Ralf      Sisu Berlin   M45  6  2:22:47  30:05(154) 1:15:17( 82) 1:45:22(103) 37:25(  4)
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Anmerkung zu den Tabellen: Die Radzeiten beinhalten beide Wechselzeiten.

An dieser Stelle bleibt nur noch, den Storkower Veranstaltern ein dickes Lob auszusprechen für eine Veranstaltung, die nach Jahren Praxis wirklich gut funktioniert. Nur das eigentliche löbliche Sicherheitskonzept mit Radnummern und Foto beim Einchecken wurde durc eilige Helfer ausgehebelt, die angesichts des nahenden Gewitters die Wechselzone einräumten, obwohl noch etliche Räder dort standen.


© TriGe Sisu Berlin; 9.7.2012, 9.7.2012