Bericht Spreewald-Triathlon am Briesener See 16.6.2012

von Dirk Bettge

Wetter: bis 25 °C, leichter Wind, sonnig. Wasser 19 °C.

Mit insgesamt 14 Startern war Sisu beim diesjährigen Spreewald-Tri wie immer eine Größe unter den teilnehmenden Vereinen. Wir hatten tatsächlich alle Strecken besetzt, nur keine Frauen auf der Kurzstrecke. Morgens in Berlin schüttete es einfach nur aus Kübeln, aber die Wettervorhersage machte Hoffnung, dass der Regen den Spreewald erst am Nachmittag erreichen würde. Tatsächlich wichen die dunkelgrauen Wolken irgendwo zwischen Königs-Wusterhausen und Lübben einem freundlichen Sommertag. Vor Ort herrschten schon morgens angenehme Lufttemperaturen. Das Wasser war kühl, so dass auf allen Strecken mit Neo geschwommen werden durfte (na ein Glück!).

Da wir Bettges alle irgendwie selbst gestartet sind, ist die Bildauswahl nicht repräsentativ. Wir hatten einfach nicht genug Zeit, um rechtzeitig an allen Strecken zu stehen!

Sprint-Triathlon 0,5 S - 19 R - 5 L

Für den Sprint hatte Sonja noch spätentschlossen einen Startplatz ergattert. Das Ziel war diesmal ganz klar: Gesamtsieg. Kerstin wollte ihren Erfahrungsschatz als Neu-Triathletin erweitern. Benjamin hat dieses Jahr das Pech gepachtet: Nach überstandener Lungenentzündung war er noch vor ein paar Tagen mit seinem Rad auf dem Weg zum Radhändler in die Straßenbahnschienen geraten. Neben kaputter Gabel waren Abschürfungen und leichte Prellungen zu beklagen, so dass er von der Mitteldistanz auf den Sprint ummeldete, um nicht tatenlos zusehen zu müssen. Angesichts der Umstände lässt das Ergebnis ahnen, dass da Potential vorhanden ist.

Sonja kam tatsächlich als erste Einzelstarterin aus dem Wasser. Auf dem Rad hielt sie sich gut, wurde aber von zwei der erfahreren Ligastarterinnen vom TuS passiert. Nach einem schnellen zweiten Wechsel ging sie 11 Sekunden nach Antje Ungewickell auf die Laufrunde. Diese Lücke konnte sie schnell zulaufen, und die beiden liefen Seite an Seite in den letzten Kilometer. Antje wollte es wohl nicht auf einen kurzen Zielsprint ankommen lassen und zog stattdessen erfolgreich einen schnellen letzten Kilometer an, dem Sonja nicht mehr folgen konnte – der Generationenwechsel ist nochmal verschoben worden. Trotzdem eine tolle Gesamtleistung ohne Schwächen.

112 Maenner und 43 Frauen im Ziel
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 Pl  m  w  Name,Vorname       Verein          AK  Pl  gesamt   swim      bike       swim+bike  run 
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  8     1  Ungewickell, Antje TuS Neukoelln   W45  1  1:02:30  8:21(  9) 34:08( 12) 42:29(  9) 20:01(  8)
  9     2  Bettge, Sonja      Sisu Berlin     WJA  1  1:02:41  7:54(  6) 34:46( 16) 42:40( 11) 20:01(  7)
113    25  Klossek, Kerstin   Sisu Berlin     W30  4  1:24:42 13:07(107) 42:55(107) 56:02(114) 28:40(105)
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  1  1     Repmann, Jonas     BSV Friesen    mJun  1    55:23 
 17 14     Hein, Benjamin     Sisu Berlin     M30  3  1:06:06  9:13( 15) 36:40( 37) 45:53( 23) 20:13( 11)
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Olympischer Triathlon 1,5 S - 42 R - 10 L

Zu dritt waren wir auf der Kurzstrecke unterwegs. Carl und ich waren schon beim Duathlon vielversprechend unterwegs gewesen und fühlten und gut. Aufs Gesamt-Podium wagte ich nicht zu hoffen, da waren letztes Jahr zuviele Dinge günstig zusammen gekommen. Aber Top Ten wäre doch schon ganz klasse oder zumindest eine Zeit unter 2:20. Von ganz rechtsaußen starteten wir auf den Weg zur ersten Boje, um dem Getümmel zu entgehen. Das ist zwar der etwas längere Weg zur ersten Wendeboje als auf der linken Seite, hat aber den Vorteil, dass man nach einem Geradeaus-Sprint durchs flache Wasser gleich frei und unbehindert losschwimmen kann, während sich andere am Zaun stapeln. Die Taktik ging auf, und ich hatte die gesamten 1,5 km über keinerlei seitlichen Kontakt. Ohnehin habe ich den Eindruck, dass mir freie Bahn und Sicht auf die Bojen mehr hilft als ein unruhiger Wasserschatten. Nach den Fabelzeiten letztes Jahr sieht es so aus, als wäre der Schwimmkurs diesmal sauber abgesteckt gewesen.

Auf dem Rad lief's wiederum gut. Der Wind auf der 42-km-Runde war nicht so stark wie befürchtet, drehte er doch langsam von Süd auf West. Zurück in Briesensee patschten einzelne dicke Regentropfen auf den Helm, aber es war wohl nur der Rand eines Schauers. Auf der Laufstrecke galt es erstmal, den Oberkörper wieder zu entfalten und ein vertretbares Tempo zu finden. Dieses war dann nicht ganz so hoch wie erhofft, aber das war auch dem Raddruck geschuldet. Die Kurzstrecke ist ohnehin mehr der Wettkampf der älteren, so das eine 43er Zeit keinen Beinbruch bedeutete, wenn ich auch noch von zweien passiert wurde. Der schnelle Arbeitskollege lief noch bis auf Platz 3 vor. Auch Carl konnte auf der zweimaligen Waldrunde keine Rekorde mehr aufstellen, konnte sich aber trotzdem nach dem zweiten Wechsel noch um 5 Plätze vorarbeiten. Peter schaffte nach einem guten Radsplit gerade noch den Sprung auf die erste Seite der Ergebnisliste, die im Zielbereich ans schwarze Brett genagelt wurde.

123 Maenner und 43 Frauen im Ziel
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 Pl  m  w  Name,Vorname      Verein        AK  Pl  gesamt   swim       bike         swim+bike    run 
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  1   1    Seifert, Florian                M20  1  2:01:52  20:09(  2) 1:03:23(  1) 1:23:32(  1) 38:20(  2)
  7   7    Bettge, Dirk       Sisu Berlin  M45  2  2:16:08  23:46( 10) 1:09:06( 10) 1:32:52(  5) 43:16( 11)
 22  22    Isaac, Carl        Sisu Berlin  M40  5  2:23:13  26:03( 33) 1:13:13( 25) 1:39:16( 27) 43:57( 18)
 57  52    Weber, Peter       Sisu Berlin  M40 16  2:39:20  28:07( 52) 1:17:18( 53) 1:45:25( 44) 53:55( 74)
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Mitteldistanz 2,25 S - 84 R - 20 L

Insgesamt 8 Sisus wollten auf die lange Strecke. Und was soll man sagen? 3 Männer landeten unter den Top Ten, Micha Noll wurde sogar Silbermedaillengewinner! Dass Micha auch ohne Hawaii-Ambitionen super in Form war, das wussten wir. Wenn aber Stephen noch 10 Minuten schneller schwimmen würde, wäre er auch ein Podiumskandidat. Er legte die insgesamt beste Radzeit hin, alle Achtung! Das ambitionierte Training zahlt sich langsam aus – das wird sich im Wasser sicher noch entwickeln. Jochen ignorierte seine Knieprobleme und lief am schnellsten von den Sisus. Update: Micha gibt noch zu Protokoll, dass er Tom Thiemer nach dem Schwimmen überwechselt hätte, sowas sei ihm noch nie passiert ;-)

Bei alledem soll nicht vergessen werden, dass auch Stuart einen guten Wettkampf hatte, wenn ich die Zeiten richtig interpretiere. Ob ich da rangekommen wäre? Ich glaub's nicht wirklich. Daniel lieferte einen guten Schwimmsplit, aber bald setzten die Probleme ein. Ein heftiger Schnupfen in der letzten Zeit hat sicherlich nicht positiv gewirkt, aber auf der Laufstrecke wurde es zuletzt ganz böse, so dass wir uns schon Sorgen machten, ob der aus dem Wald wieder auftauchen würde. Die letzten 5 km dauerten so um die 40 Minuten, aber er kam, sah und zeigte Sisu.

Susi vertrat die Damenriege und stürtzte sich mit der Männerhorde und nur 8 weiteren Damen in den Briesener See. Nach einer erwartbaren Schwimmzeit liefs auf dem Rad sehr ordentlich. Die Gewöhnung an die Zeitfahrmaschine bringt anscheinend noch ein paar Minuten. Aber die Laufform nähert sich über die Jahre langsam dem, was in der Alterklasser so gehen mag. Damit war sie beim Laufen schneller als einige der Ex-Sisus, die ebenfalls unterwegs waren... Klar gab's bei der AK-Siegerehrung wieder ein Handdtuch. Überhaupt – insgesamt 6 der bekannten Handtücher wurden dieses Jahr an Sisu ausgeteilt.

Nicht alle schafften es bis ins Ziel. Sven und Andre absolvierten noch die Radstrecke, gaben aber eingangs der Laufstrecke auf.

119 Maenner und 9 Frauen im Ziel
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 Pl  m  w  Name,Vorname        Verein        AK   Pl  gesamt   swim       bike         swim+bike    run         
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 64     1  Schwedler, Anna     A3K Berlin    W30   1  5:05:25  39:09( 36) 2:40:24( 98) 3:19:33( 76) 1:45:52( 51)
100     4  Bettge, Susanne     Sisu Berlin   W45   2  5:30:07  48:15(114) 2:51:40(117) 3:39:55(114) 1:50:12( 71)
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  1   1    Kittler, Christian  Vorpommern    M40   1  4:09:03  33:54(  5) 2:10:34(  2) 2:44:18(  1) 1:24:35(  6)
  2   2    Noll, Michael       Sisu Berlin   M45   1  4:10:16  33:01(  3) 2:11:48(  3) 2:44:49(  2) 1:25:27(  9)
  5   5    Bode, Stephen       Sisu Berlin   M40   3  4:18:28  42:00( 66) 2:10:31(  1) 2:52:31(  8) 1:25:57( 11)
  9   9    Becker, Jochen      Sisu Berlin   M35   2  4:26:31  37:24( 21) 2:24:47( 38) 3:02:11( 27) 1:24:20(  4)
 21  21    Yule, Stuart        Sisu Berlin   M40   7  4:34:55  36:27( 15) 2:25:01( 39) 3:01:28( 26) 1:33:27( 23)
107 103    Meisen, Daniel      Sisu Berlin   M30  15  5:36:13  35:51( 12) 2:39:56( 96) 3:15:47( 66) 2:20:26(121)
DNF        Scherner, Sven      Sisu Berlin   M35               48:55(118) 2:32:57( 65) 3:21:52( 86)
DNF        Weyers, Andre       Sisu Berlin   M40               46:56(108) 2:35:06( 76) 3:22:02( 88)
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Anmerkung zu den Tabellen: Die Radzeiten beinhalten beide Wechselzeiten.

Vollständige Ergebnislisten auf der Homepage des Triathlon Spreewald e.V.


© TriGe Sisu Berlin; 17.6.2012, 18.6.2012