Bericht Spreewald-Triathlon am Briesener See 20.6.2015

StartseiteBericht KurzdistanzBericht MitteldistanzBericht Sprint

Hecht vom Briesensee

von Denise Kottwitz

Am Vorabend des großen Spreewaldtriathlon findet am Briesensee ein kleiner netter Schwimmwettkampf, der "Hecht vom Briesensee" statt. Da bei mir bisher das Training in offenem Gewässer eher mäßig ausfiel, entschloss ich mich in diesem Jahr hier die 2,2 km zu Schwimmen und so um die Ehre des "Großen Hechtes" zu kämpfen. Alternativ wird noch der Titel des "Kleinen Hechtes" angeboten, der nach einem Kampf von nur 750 m durchs Wasser verliehen wird.

Die Ankunft in Briesensee ist ganz entspannt, man kann direkt bis zum Ort des Geschehens vorfahren und Parkplatz ist auch noch kein Problem. Lediglich beim Einschreiben muss ich mich etwas gedulden, da doch einige Schwimmer angereist sind. Der Start wird von ca. 19.00 Uhr auf exakt 19.30 Uhr festgelegt, so dass man noch etwas die allgemein bekanntlich angenehme Atmosphäre am Briesensee genießen kann. Unterstützt wird das ganze durch eine Life-Band die fröhlich in ihr Mikro ein "Zeit für Triathlon" trällert. Zum Wetter ist zu sagen: 16 Grad, windig und dicke Wolken, aber erstmal kein Regen in Sicht. Also rein in den Neo und dann in den See, der herrlich warm erscheint.

Gestartet wird zusammen mit den Kurzstrecklern, und ich bin erschrocken dass es trotz des so winzigen Wettkampfs ein paar Schläge und Tritte gibt. Auf Land gibt es schon die allseits bekannte gelbe Boje, auf dem Wasser sind die Wendepunkte Kanus mit Leuchtwesten bekleideten Paddlern, die man jedoch erst an der Hälfte der Strecke erkennen kann. Aber vor mir gibt es ja ein paar Schwimmer die den Weg weisen.

Auf den ersten Metern komme ich überhaupt nicht zurecht - ja, ja das vernachlässigte Freiwassertraining - kann mich aber auf der ersten Runde durchkämpfen. Auf die zweite Runde begeben sich zwei weitere Mitschwimmer. Den Sportler mit der blauen Badekappe überhole ich dann, ja so langsam erreiche ich einen regelmäßigen Schwimmzug. Ich sammele sogar noch einen Kurzarmneoschwimmer ein, und so meistern wir zu dritt die zweite Runde.

Die dritte Runde läuft vom ersten Schwimmzug an super, was ich auch daran spüre, dass ich meine beiden Mitschwimmer hinter mir lasse. Und dann passiert noch etwas Unglaubliches: Sonne. Sie spiegelt sich in den Armen des Neos und ich denke an so eine furchtbar kitschige Schwimmanzugwerbung. So beflügelt geht es um das Kanu zurück an den Strand. Gern hätte ich jetzt noch eine Runde absolviert. Angekommen gibt es ein nettes Händeschütteln und ein Glas Gurken. Ich ziehe mich um und es geht nach Hause. Ein bisschen abruptes Ende für einen Wettkampf aber bei wärmeren Temperaturen wären wir sicher noch etwas geblieben, um die Abendstimmung am See zu genießen.

gesamte Tabelle

StartseiteBericht KurzdistanzBericht MitteldistanzBericht Sprint


© TriGe Sisu Berlin; 24.6.2015