Lauf der Sympathie 19.3.2017

von Domenic Achterberg

Als meine erste Laufveranstaltung über eine etwas längere Strecke hat der Lauf der Sympathie von Falkensee nach Spandau für mich Tradition und einen festen Platz in meinem Wettkampfkalender. Zum 14. Mal war ich dieses Jahr am Start.

Der Wettkampftermin lag wie schon oft in der Erkältungszeit, und so war ich mir meiner Form nach weniger Laufen in den letzten Wochen nicht so sicher. Noch leicht erkältet ist Sonja deshalb nicht an den Start gegangen, weil sie gerne ihre beste Leistung abgerufen hätte. So war sie zur Unterstützung im Start und Zielbereich. Mein Training war allerdings über den Winter besser als je zuvor und mit der BSV Winterlaufserie habe ich auch schon ein paar Wettkampfkilometer hinter mir. Deshalb hatte ich mir seit meiner neuen 10 Kilometer Bestzeit im Sommer 2016 vorgenommen, diese beim Lauf der Sympathie weiter zu steigern. Unter 47 min sollten es dafür sein. Außerdem fand der Lauf nach all den Jahren tatsächlich mal direkt an meinem Geburtstag statt, was auch zu meiner Motivation beigetragen hat.

Bei der Ankunft am Start war erstmal leichte Verwirrung. Die Stadthalle für Startvorbereitung und Unterlagenabholung war zu. Im letzten Jahr hat Falkensee anscheinend eine neue Stadthalle ein paar Meter weiter fertiggestellt. Die Ausschreibung liest man beim 14. Start natürlich diesbezüglich nicht mehr so genau. Die Startvorbereitung war anschließend allerdings kein Problem. Das Wetter war trübe und kühl, aber erstmal trocken.

Um 11 Uhr erfolgte der Start. Nach dem anfänglichen Startgedrängel konnte ich recht bald ungestört mein ambitioniertes Tempo laufen. Die Zwischenzeiten haben mein gutes Gefühl bestätigt, und ich habe einfach versucht mein Tempo bis zum Schluss zu halten. Bei Kilometer fünf habe ich mich verstoppt und deshalb keine genaue Gesamtzeit mehr gehabt. Der stürmische Wind vom Vortag hatte sich gelegt und so gab es auf der langen Falkenseer Chaussee weder viel Rücken- noch Gegenwind. Ab Kilometer sieben hat mich erster Regen eingeholt, aber das hat mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr groß gestört.

Anhand meiner Kilometerzeiten wuchs bei Kilometer acht und neun die Hoffnung einer unerwartet guten Zeit. Wichtige Motivation für die letzten Meter durch die Altstadt. Als ich auf die Zielgerade eingebogen bin und die Rathausuhr erst 11:45 Uhr zeigte, wusste ich, dass es auf jeden Fall neue Bestzeit werden würde und habe zum Zielsprint angesetzt. Dank der Information der wartenden Familie hat mich der Sprecher erkannt und noch mit Geburtstagsgratulation überglücklich über die Ziellinie geschickt. Trotz schnellem Lauf habe ich mich im Ziel noch nie so fit gefühlt. Dort wartete gleich Frank, der vor mir im Ziel war, mit einem Becher Tee. Frank hat übrigens in 43:34 min seine AK60 gewonnen!

Meine Zielzeit wusste ich allerdings noch nicht. Also bin ich vor dem großen Anstehen schnell zur Soforturkundenausgabe in das Rathaus wo mein gutes Gefühl bestätigt wurde. Mit einer Nettozeit von 44:58 habe ich meine Bestzeit über 2 Minuten gesteigert. Was für ein Geburtstagslauf!


© TriGe Sisu Berlin; 25.3.2017