Bericht A3K-Team-Triathlon am Straussee 25.5.2014

Einmal im Leben Berliner Meister sein...

von Dirk Bettge

Wetter: bis 26 °C, sonnig, schwacher Wind, Wasser ca. 18 °C.

Leider gab's keine Berliner Meisterschafts-Wertung im Mixed-Team. So ist meine einmalige Chance, auch mal Berliner Meister zu sein, leider verstrichen. Aber von vorn: Mit 4 Teams waren wir diesmal wieder dabei, also immerhin 12 Sisus, alle auf der olympischen Strecke unterwegs (Staffelschwimmen 3x 500m, 40 km Mannschaftszeitfahren und 10 km gemeinsamer Lauf).

9 von 12 Sisus (nach dem Rennen)

Den ersten Aufreger gab es schon auf dem Parkplatz 2 Stunden vor dem Startschuss. Frankys neues Auto hatte erfordert, den Sattel seiner Zeitfahrmaschine rauszunehmen. Nun stand er in Strausberg Zentrum mit einem Rad ohne Sattel. Die Rückfahrt nach Hause hätte den Start ernsthaft gefährdet. Die Kameraden vom ausrichtenden A3K boten ein Leihrad an. Bis dahin konnte Frank sich erstmal sammeln und nochmal nachdenken – wir fanden den Sattel samt Stütze unter dem Beifahresitz. Ich werde hier höchstens Schmunzeln, denn sowas passiert verdammt schnell, aber immerhin stimmte jetzt der Adrenalinspiegel.

Vorbereitungen

Frank, Stephen und Martin waren angetreten, den Senioren-Titel Ü130 zu verteidigen. Die Chancen standen gut, zumindest aufs Podium zu kommen. Unsere Rolls-Royce-Connection (Stuart, Carl und Jim) war diesmal lupenrein, so dass ich mir was anderes suchen musste (ich hab's nachgesehen, die Spitfire hatte tatsächlich Rolls-Royce-Triebwerke, allerdings noch nicht aus Dahlewitz, klar). Unsere Neu-Sisus Denise und Daniela taten sich mit Sven zu einem Mixed-Team zusammen, Susi würde als Wahlhelferin zur Europawahl unterwegs sein.

Sonja hatte auch Ambitionen angemeldet und irgendwie haben wir Daniel zu einer Mixed-Staffel überredet. Wir hatten keine ausgesprochenen Ambitionen, aber würden versuchen, gut zu sein. Das würde für Sonja heißen, beim Schwimmen vorzulegen und auf dem Rad dranzubleiben um jeden Preis. Beim Laufen würde sich noch zeigen müssen, wer da geschoben würde, aber ich diesmal nicht! Unsere Zeitfahrtrainings verliefen jedenfalls sehr vielversprechend, das Wort "ruhiger" haben wir nie gehört, da würde was gehen.

Ein goldener Frühsommer-Sonntag wurde es, kein Wölkchen am Himmel, und sogar das Wasser des sonst immerkalten Straussees war im Neo gut auszuhalten. Sonja stürzte sich als erste unseres Teams ins Wasser und kletterte immerhin zusammen mit Franky wieder ans Ufer. Daniel legte ebenfalls eine sehr gute Runde hin, wenn ich das richtig sehe die dritttbeste Sisu-Schwimmzeit – Platz 6 nach seinen 500 Metern (oder wieviel auch immer, die Zeiten sprechen für eine kurze Runde)! Da konnte ich nicht ganz mithalten, wurde aber nur einmal überholt. Nach einem ordentlichen Wechsel durchquerten wir wie schon früher den Parkweg, um auf die eigentliche Rennstrecke zu gelangen. Wir drückten insgesamt einen guten 39er Schnitt über die Strausberger Hügel, das tat schon etwas weh an den Steigungen, ich hätte fast "ruhiger" gerufen.

diese Fotos: © Steffen Rada, A3K

Unsere Senioren kamen nach ein paar Kilometern vorbei und zogen langsam aber sicher davon. Die Spitfires kamen aber nicht näher, sie verloren im Gegenteil sogar Zeit. Das wichtigste aber: Weitere Mixed-Teams waren jeweils erst nach den Wenden in Sicht, das sah erstaunlich gut aus. Sven feuerte uns bei jeder Passage seines Mixed-Teams lautstark an. Beim Wechsel zog ich mir auch noch Socken an (dafür hatten die anderen schon früher Zeit gehabt) und los ging's. Uns war schon klar, das wir beim Laufen etwas durchgereicht würden, aber Sonja und Daniel gaben wirklich alles. Letztlich musste ich Sonja zum Schluss schieben, weil die Beine auf ihrer ersten olympischen Distanz am Ende schwer wurden, kein Wunder nach dem Radsplit. Wir wurden von einigen Männerteams passiert, darunter auch unsere Spitfires, doch sonst nur von den schnellen Frauen, aber von keinem Mixed-Team.

Kurz vor der Wende kamen uns Martin und Franky ohne Stephen entgegen, Kurz darauf holten wir Stephen ein, der über die Strecke humpelte – er war auf einer Wurzel ausgerutscht und hatte sich die Wade gezerrt. Sah nicht gut aus, aber sie kamen noch mit einer Viertelstunde Verspätung ins Ziel, das ist die diesjährige Sonderwertung für besonderes Sisu! Kein Pokal also in dieser Wertung. Dafür durften wir mal ganz oben stehen, schöne Sache. Leider gibt es wie schon erwähnt keine Berliner Meisterschaft in der Mixed-Wertung, sehr schade, ich wär so gern mal Berliner Meister geworden. Unsere Damen mit Sven als Windschutz kamen auch noch auf die erste Seite der Ergebnisliste!

Die Podeste: Männer, Frauen, Mixed und Senioren

Die Sisu-Ergebnisse

Teamtri Olympische Distanz 3x0,5 + 39 + 10,2 km
52 Teams im Ziel: 27 Maenner, 3 Frauen, 11 Mixed, 8 Senioren
beide Wechsel in der Radzeit
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Pl Starter                                         Team           Wertung Pl  ges.     swim1    swim2    swim3     wim         Rad      Lauf
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 1 Tom Liebner/Christian Riedrich/Florian Seifert  Panzerknacker  Männer   1  1:51:05  5:22( 1) 5:26( 2) 5:38( 1) 16:16( 1)   56:07( 1) 38:43( 2) 
10 Stuart Yule/Jim Towe/Carl Isaac                 Sisu Spitfires Männer   8  2:09:32  7:13(28) 6:41(10) 7:34(28) 21:28(18) 1:04:01(15) 44:03(10)
14 Sonja Bettge/Daniel Meisen/Dirk Bettge          Sisu Mixed     Mixed    1  2:10:53  6:04(10) 6:34( 9) 6:57(16) 19:35( 7) 1:02:22(10) 48:56(22)
24 Frank Leindecker/Stephen Bode/Martin Seller     Sisu ZG        Senioren 4  2:18:10  6:04(10) 7:23(18) 6:42(11) 20:09( 9)   58:51( 5) 59:10(38)
37 Denise Kottwitz/Daniela Mesus/Sven Scherner     Sisu 2         Mixed    7  2:34:16  8:06(44) 8:44(43) 8:43(43) 25:33(45) 1:15:12(39) 53:31(32)
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Ergebnisliste bei Triathlon Service

Und was macht man mit einer Sieger-Torte, die in der Sonne steht? Genau – aufessen:


© TriGe Sisu Berlin; 25.5.2014, 27.5.2014