Bericht Team-Triathlon am Strausberger See 27.5.2018

Bericht von Denise

Die größte Herausforderung beim Team Triathlon in Strausberg ist nicht unbedingt die sportliche Leistung, sondern drei ähnlich starke Athleten zu finden, die Zeit und Lust haben sich in diesem Wettkampf gemeinsam zu repräsentieren. Wenn alle Drei auch noch dem weiblichen Geschlecht angehören sollen und womöglich im gleichen Verein zu finden sind, wird es noch schwieriger. Mit Anne, Gina und mir ist uns in diesem Jahr diese Herausforderung schon mal gelungen und somit Sisu in der Frauenwertung vertreten. Außerdem präsentieren Sonja, Domenic und Sven noch in der Mix-Team Wertung unseren Verein.

Jetzt heißt es nur noch schwimmen, Rad fahren, laufen. Der See zeigt sich ruhig, mit 21 Grad darf man den Neo anziehen und Anne ist der felsenfesten Meinung, dass die Schwimmstrecke länger ist als sonst. Ich versuche sie mit schlechten Rechenbeispielen zu motivieren, auf jeden Fall kneift sie nicht und begibt sich als erstes von uns ins Wasser. Sie absolviert die Runde super, sprich ein Teil der ausgemachten Frauenkonkurrenz ist nur knapp vor ihr bzw. geht mit Gina auf die zweite Runde. Zu meinem Wechsel habe ich die anderen nicht mehr im Blick, gehe aber doch mit überraschend vielen Schwimmern auf Runde drei. Bis zur ersten Boje finde ich keinen guten Schwimmrhythmus, obwohl ich deutlich schneller bin als die Konkurrenz. Dann geht es etwas besser. Nach der zweiten Boje folge ich Annes Instruktionen schön weit rechts zu schwimmen, da alle zu weit nach links treiben. Dies gelingt mir sehr gut und als in Richtung Ausstieg mehrere Schwimmer von links kommen habe ich fast Angst eine Boje vergessen zu haben.

Der Ausstieg aus dem Neo ist etwas holperig, das selbstgebaute Rückholband am neuen Einteiler verhakt sich, aber Gina kann mir helfen. So geht es auf die Strecke, ich höre Sonja uns anfeuern - also habe ich Domenic beim letzten Schwimmen noch überholt. Nach kurzer Anfahrt auf holprigem Weg, geht es auf die Landstraße und wir bauen unsere Formation auf. Obwohl deutlich weniger Teams beim Wettkampf als in den Vorjahren, habe ich es auf der Radstrecke am Beginn noch nie so voll wahrgenommen. Anne zieht gleich richtig los und so überholen wir in vierter Reihe (sprich drei Teams gleichzeitig). Kurz darauf kommt das andere Sisu Team vorbeigerauscht. Dann entzerrt es sich recht schnell. Vor uns ein SCC Mixed Team mit ähnlichem Tempo. Vor den Wenden werden sie jedoch langsamer, so wagen wir auf Runde zwei einen Überholvorgang. Dass lassen die drei nicht auf sich sitzen und überholen uns wieder.

Das Ganze wiederholt sich dann noch drei Mal, bis wir entschließen aufzugeben, und die Kräfte lieber für das Laufen zu sparen. So müssen wir zwar ab und zu abbremsen, um das Windschattengebot einzuhalten, aber wir realisieren vor den anderen Damenteams fast eine halbe Runde Vorsprung, was für das Laufen reichen sollte. Auf der letzten Radrunde werden die SCCler noch mal so langsam, dass wir doch noch mal einen Überholvorgang einlegen. Reicht bis zur letzten Wende, da ziehen die drei wieder an uns vorbei. Bis zur Wechselzone müssen wir noch kurz abreißen lassen, da Anne ihre Flasche verliert und kurz einsammelt.

Zurück am See hören wir beruhigend, dass wir tatsächlich das führende Frauenteam sind. Also nur noch gut laufen. Wir schlagen einen 5:00 Schnitt an, was uns recht gut gelingt. Gina, die beim Radfahren den meisten Windschatten genossen hat, zieht vorn das Tempo. Anne hat Angst Krämpfe zu bekommen, wenn das Tempo noch erhöht wird. Ich könnte zwar schneller, bin aber eigentlich froh über die gewählte Geschwindigkeit. Kurz vor der Wende fragen wir uns, wo denn eigentlich das SCC Team ist. Wir treffen es erst später, also müssen wir die drei überwechselt haben. Als uns erst bei Kilometer sechs die Frauenkonkurrenz entgegenkommt sind wir schon ziemlich siegessicher.Gina zieht unbeeindruckt konstant das Tempo, Anne bekommt noch mal Aufwind als bei Kilometer acht noch ein Team zu überholen ist. Auf dem letzten Kilometer ist dann genug Zeit die Haare zu richten und sich auf das Siegerfoto vorzubereiten.

Hand in Hand mit einem Sprung über die Ziellinie genießen wir unseren Sieg. Dann zieht leider unmittelbar ein Gewitter auf, die Siegerehrung findet im Regen statt. Als Siegerprämie gibt es einen Gutschein für Laktat3 und einen Pokal. Medaillen gibt es für die Berliner Meisterschaft. Hier wurden in diesem Jahr die Regeln geändert: das gesamte Team muss eine Startlizenz haben. Somit geht der Titel an die zweitplatzierten Damen vom Tri Team. Da bleibt nur eins zu sagen: wir haben den Wettkampf der Frauen gewonnen und dabei auch noch die Berliner Meisterinnen geschlagen.

Bericht von Domenic

Der Teamtriathlon in Strausberg war in den letzten Jahren immer eine schöne Veranstaltung. Der Teamwettkampf außerhalb des Ligageschehens ist ein spannendes Wettkampfformat. Nach dem ich im letzten Jahr nicht selbst am Start war, hatte ich dieses Jahr wieder Lust mitzumachen. Als Mitstreiter fanden sich Harry und Sven, aber Harry musste leider verletzungsbedingt absagen. Somit ist Sonja kurzfristig noch eingesprungen und wir sind in der Mixed Wertung an den Start gegangen.

Bei tollstem Sonnenwetter erfolgte der Start zum Staffelschwimmen. Hier ist zu bemerken, dass die Strecke mit ca. 700m statt 500m etwas länger ausgefallen ist als im letzten Jahr. Positiv aufgefallen ist uns aber die neue Zeitnahmetechnik, bei der jeder einen Fußgelenkstransponder bekommen hat, sodass das Übergeben beim Abklatschen wegfiel. Sonja hat unserem Team mit der zweiten Schwimmzeit der ersten Welle einen guten Start verschafft. Im Folgenden haben wir unser Bestes gegeben nicht zu weit nach hinten zu fallen, wobei Sven durch eine Handverletzung etwas gehandicapt war.

Auf dem Rad haben wir dann schnell einige Plätze wieder gut gemacht. Das Fahren in der Gruppe hat trotz wenig Vorbereitung sehr gut funktioniert und wir konnten ein ordentliches Tempo halten. Da dieses Jahr nur Rennräder ohne Zeitfahraufsätze erlaubt waren, war viel Unterlenkerfahren angesagt. Die für mich ungewohnte Sitzposition hat mir etwas zu schaffen gemacht. Umso mehr habe ich mich dann auf den Lauf gefreut.

Die Wendepunktstrecke um den See war wie immer etwas crossig und die 5km bis zur Verpflegung an der Wende können sich etwas ziehen. Auf der Strecke haben wir ein Mixed Team überholt und eins hat uns überholt, sodass wir unsere Platzierung nach dem Radfahren gehalten haben. Auf den letzten Kilometern konnten wir sogar das Tempo noch einmal anziehen und haben noch mal alles gegeben. Sven und ich beim Laufen und Sonja beim Schieben und Anfeuern. Etwas erledigt aber sehr glücklich haben wir es dann als sechstes Mixed Team ins Ziel geschafft. Pünktlich zur Siegerehrung setzte dann das grollende Gewitter ein.

 

Teamtri Olympische Distanz 3x0,5 + 41 + 10,2 km
44 Teams im Ziel: 15 Maenner, 4 Frauen, 13 Mixed, 12 Senioren
--------------------------------------------

Pl  Starter1-Starter2-Starter3                      Team                   AK     Pl  Endzeit   swim1    swim2     swim3     swimges   bike        run
============================================================================================================================================================
 1  Maurice Witt-Christian Hoffmann-Tom Liebner     Friesen/W-jogger       Männer  1  2:06:29   9:23( 5)  8:42( 1)  8:06( 1) 26:11( 2) 1:00:04( 1) 40:14( 1)		
 4  Michael Richter-Martin Hackmann-Julia Leenders  LTC Berlin             Mixed   1  2:19:16  10:08(11) 10:51( 7)  9:57( 4) 30:56( 7) 1:04:46( 7) 43:34( 4)
21  Sonja Bettge-Sven Scherner-Domenic Achterberg   Sisu Berlin 1          Mixed   6  2:41:12   9:12( 2) 16:03(43) 13:22(34) 38:37(32) 1:09:07(15) 53:28(22)
23  Anne Martinsohn-Gina Burger-Denise Kottwitz     Sisu und die Strolche  Frauen  1  2:45:00  13:32(38) 12:25(19) 11:58(22) 37:55(26) 1:14:39(27) 52:26(20)
============================================================================================================================================================

Ergebnisliste bei Berlin Timing

 


© TriGe Sisu Berlin; 29.5.2018