Tour Transalp 26.6.-2.7.2016

Olafs täglicher Blog

2.7.: Etappe 7

7. Etappe von Levico nach Riva Del Garda. 96 km und 2500 Hm mit 4 Pässen. FINALE AM LARGO! Leider wurde bei der letzten Etappe das ganze Programm abgefordert. Noch bei Sonnenschein gestartet fing es oben am 1. Pass an zu regnen, also mit gr&oumßter Vorsicht die Abfahrt gefahren. In der Ebene beim Gruppenfahren passierte es dann ... bei einem Ausweichmanover bei 40 km/h ist mir der Hintermann ins Rad gerauscht! Sturz! ... bei km 50. Also aufstehen, sammeln, Eigencheck, Hände waren am Lenker, also die Klassiker – Knie, Hüfte und Ellenbogen. Luft holen ... Radcheck ... verdammt!!! Schaltwerk komplett verzogen. Vorsichtig richten, erstmal locker weiter, letzten beiden Ritzel lassen sich nicht mehr schalten ... nochmal richten was geht bevor das Schaltauge abreißt.

Weiterfahren, nur das letzte Ritzel bleibt jetzt raus, OK das muss jetzt gehen! Dann die Anfahrt zum 2. Pass bei km 55 ... bei der Übersetzung und 12 % Steigung ... raus aus dem Sattel, Wiegetritt und ... RUMMS! Das Schaltwerk hat sich komplett in das Hinterrad reingezogen. Aus! Feierabend! Sch... Noch 30 km bis zur vorgezogenen Zeitnahme. So nicht mit mir! Fixi bauen? Warten auf den Materialwagen ... und der kam. Reparatur unmöglich, aber ein komplettes Ersatzrad! Also Radtausch und weiter. Kein Tacho, Trinkflasche o.ä. Egal nur noch die 30 km! Auf gehts ... und schlussendlich hat es auch gereicht. Etwas lädiert aber mit Micha bis ins Ziel geschafft. Ein spektakulärer Abschluss, auf den ich hätte verzichten können.

Alle Anderen sind wohlbehalten, sturz- und pannenfrei ins Ziel gekommen. Gratulation an alle! Vielen Dank noch an Dirk und Christopher für die Übermittlung der Texte und Bilder. Und den vielen Vereinskameraden für die aufmunternden Zeilen und das Interesse der Tour Transalp. Jetzt Urlaub ... und weg.

Tour Extra

Tour Extra: Mit einer logistischen Meisterleistung bewältigt das Taschen Team den Gepäcktransport. Jeder Teilnehmer erhält eine große Gepäcktasche mit seiner Startnummer. Die Taschen werden dann jeden Tag direkt an den angegebenen Hotels mittags angeliefert und am Morgen abgeholt. Hat super funktioniert.

1.7.: Etappe 6

6. Etappe von Crespano Del Grappa nach Levico Terme. 144 km und 3250 Hm. Das sportliche Highlight der Transalp, die Königsetappe! Bei leider schon zu heißem Sommerwetter sind wir gestartet und nach 8 km fing auch schon der Anstieg zum Monte Grappa an, 25 km am Stück. Mit 11 -15 km/h fuhr er sich besser als gedacht, ... aber die Länge ... puh. Genug Zeit für das reizvolle Panorama. Aber was man rauf fährt, rollt man anschließend auch wieder runter. Superspitzenklasse!!! Aber es kam ja noch der Cime del Campo, noch einmal 20 km und 1100 Hm. Als wenn das nicht genug wäre, die letzten 30 km leicht ansteigend hatten noch 4 x den Willi mit drin. Alle Schimpfwörter der Welt gehören mir. Wenn der Akku alle ist und wir die Strecke in 50 min wuppen, sind alle Lampen auf rot.

Tour Extra

Die Sicherheit der Teilnehmer hat oberste Priorität. Ein 18-köpfiges Ärzte- und Rettungsassistenten-Team begleiten die Tour. 4 Teams mit jeweils 2 Motorrädern und 2 voll ausgestatteten Rettungswagen begleiten die ganze Zeit das Fahrerfeld. Im Ziel ist immer ein Erste-Hilfe-Zelt aufgebaut.

30.6.: Etappe 5

5 Etappe von Fiera Di Primiero nach Crespano Del Grappa, 130 km und 2443 Hm. Vom Fuße der Dolomiten in die grüne Landschaft der Prosecco-Reben. Durch so viele Tunnel wie heute bin ich noch nie gefahren, mind. 8 gerade Tunnel (der längste 1,8 km) und als Highlight in den Abfahrten 8 Kehren der engen Serpentinen auch in Tunnel gehüllt. Beeindruckend! Landschaftlich sehr schön. Nachdem die ersten 100 km so lala abgespult wurden, hatte der letzte Pass (Monte Tomba) die absolute Härte, 8 km mit 12 % Steigung im Schnitt!!! Das hieß 7-8 km/h, 45er Trittfrequenz. Nun zeigten die letzten Tage ihre Wirkung, einige Teilnehmer sind vom Rad gestiegen und haben geschoben. Morgen nun die Königsetappe, 144 km mit 3250 Hm. 2 Anstiege, 25 km zum Monte Grappa und 20 km zum Crime del Campo.

Tour Extra

Die Tour findet auf öffentlichen Straßen statt. 45 Motorrad Marshalls und 30 feste Streckenposten sichern die Route bestmöglich ab. Dazu kommen die örtlichen Polizei- und Helfereinsätze. Bisher hat das tadellos für unsere freie Fahrt auf allen Strecken gereicht!

29.6.: Etappe 4

4. Etappe von Sillian nach Fiera Di Primiero, 133 km, dritte und letzte Etappe in den Dolomiten und ... Bergfest!!! Nach dem schwächeln gestern bei mir war heute alles wieder gut. Bei Sonne aber fiesem Gegenwind war es eine besonders schöne Tour mit dem Passo Giau auf 2237 m auf 25 km Länge verteilt. Malerisches Panorama links wie rechts, einfach schön. Diesmal war zum Schluss noch die Besonderheit, dass auf den letzten 30 km noch 1000 Hm auf 2 Pässe eingesammelt werden mussten. Das war nochmal was für die Beine bei teilweise bis 12 % Steigung. Alle sind gesund, sturz- und pannenfrei durch. So soll es bleiben!

Tour Extra

Die Leistungsdaten, die hier abgerufen werden, verdeutlichen vielleicht die Anstrengung der Tour. Michael, Übersetzung 11 fach, 36/50 vorn und 11/28 hinten. Hf am Berg 140/145. Leistung 300±20 Watt. Im Tri Wettkampf fahrt Micha mit 250 Watt, z.B. Spreewald 38 km/h im Schnitt. Olaf, Übersetzung 10 fach, 34/50 vorn und 12/28 hinten. Hf am Berg 150/155 ohne Wattmessung. Die Leistung wird konstant wie heute am Passo Giau 2237 Hm über 25 km am Berg erbracht.

28.6.: Etappe 3

3. Etappe von St. Vigil nach Sillian. 2700 Hm verteilt auf 131 km mit 4 Pässen. Mannomannn, das war nicht mein Tag. Morgens 10 Pulsschläge über normal, kein Hunger, kalt , flauer Margen. Einfach Sch... puh das kann ja was werden?!?! Also nicht jammern, Nase putzen, Brust raus, sind ja nicht auf ein Kindergeburtstag. Irgendwie muss es gehen. Und es ging tatsächlich, nachdem ich die ersten 2 Stunden komplett rausgenommen hatte, ging es dann aufwärts. An den Bergen noch weiterhin zurück gehalten, aber die Abfahrten und in der Ebene dann Attacke. Die letzten 30 km mit Micha im Wechsel nochmal voll auf Angriff. Hat super funktioniert. Ansonsten: tolles Wetter, komplett Sonne und tolles Panoramen auf der 2. Dolomiten-Etappe. Alle sind sturz- und pannenfrei ins Ziel gekommen. Nach der 1. Etappe Platz 217, dann 2. Etappe 190 und nach heute doch nochmal 10 Plätze gut gemacht, 180ster. Ach ja, heute bis zu 15 % Steigung (das sind 9-10 km/h) und 12 % in den Abfahrten (bis zu 75 km/h). Morgen dann Halbzeit.

27.6.: Etappe 2

Puh das war verdammt schwer. Bei Sonnenschein und 16 Grad die erste Etappe von drei in den Dolomiten. Mit insgesamt 3.060 Hm und 3 Pässen (Stellajoch 2234 hm, Pordoijoch 2238 hm u. Campolongo 1850 hm) die vermutlich zweitschwerste der Tour. Micha und ich haben uns das erste mal getrennt am 1. und 2. Pass. Es macht einfach kein Sinn, beieinander zu bleiben, auch wenn der andere nur 1 kmh schneller ist. Den 3. Pass und bis Ziel sind wir dann wieder gemeinsam gefahren. Bei den Anstiegen wünscht man sich noch ein Ritzel links, bei den Abfahrten eins rechts. Sven und Reiner fahren auch eine stark Tour bisher. Nach den Leiden der Etappe können wir "noch viel Lachen und Spaß haben". Noch gehts, aber es liegen noch 5 Etappen vor uns.

26.6.: Etappe 1

Heute 1 Etappe mit Sonne, Wind und Regen. Früh um 8:00 Uhr erfolgt der neutralisierte Start in 4 Gruppen. Das war gut, zog sich aber auch über 18 km hin. Der 1 Berg über ebenfalls 18 km folgte direkt danach. Für die ersten 36 km haben wir gute 2 Stunden gebraucht. Aber die Abfahrt entschädigt natürlich dafür. Der Anfang ist getan, alle sind verletzungsfrei und gesund ins Ziel gekommen. Morgen wartet die 1 Hammeretappe mit über 3.000 hm und bis zu 12% Steigung!

25.6.: Anreise

Die Anreise nach Imst in Österreich haben Micha, Heike, Steffi und ich schon am Freitag erledigt, um entspannt den Samstag als Ruhetag zu verbringen. Nach 8 Stunden Fahrt ohne nennenswerte Staus waren wir am Nachmittag vor Ort. Reiner und Sven K. (krankheitsbedingt jeweils mit Gastpartner) sind uns am Samstag um 4 Uhr gefolgt. Die Akkreditierung war sehr entspannt und die Messe sehr übersichtlich. Das Wetter ist sehr vielseitig und bringt uns leider von allen etwas. So erwarten wir nun den Startschuss zu ersten Etappe nach Brixen, 153 km mit 2 langezogenen Pässen und 2.800 Höhenmetern.

24.6.: Vorschau

Nach 2011 sind ab Sonntag, 26.6. wieder Sisus auf dem Rennrad in den Alpen unterwegs, nämlich bei der Tour Transalp. Die Streckenübersicht könnt ihr euch schonmal ansehen. Auf jeden Fall sind Micha Noll und Olaf Moné als Päärchen unterwegs und haben zugesagt, jeden Tag ein paar Sätze und ein Bild zu schicken. Die Website wünscht gutes Gelingen und dass alle heil ankommen!


© TriGe Sisu Berlin; 24.6.2016