Urban Challenge Berlin 7.10.2018

von Yvonne Glöde

Moritz' SwimRun-Premiere

Sonntag, bewölkt, trocken und etwas frisch also ideale Bedingungen für ein Läufchen, aber auch um im 14 °C kalten Wasser zu schwimmen? Diese Frage beantworteten 100 Starter bei der ersten Auflage der SwimRun Urban Challenge Berlin mit einem eindeutigen "Ja!"

Als Rookie mischte sich auch unser Moritz unter den Teilnehmern der Classic-Distanz. Diese war ca. 13km lang, davon 5 Schwimm- (ca. 2,9 km) und 6 Laufabschnitte (ca. 10,2 km). Noch etwas verunsichert und nervös traf man ihn 10 min vor dem Startschuss an. Gut ausgerüstet mit einem speziellen SwimRun-Neo und Pullbouy war Moritz auf jeden Fall. Nur die Ungewissheit, wie er mit der Wassertemperatur und dem ständigen Schwimm- und Laufwechseln zurecht kommen würde, blieb bis dahin offen.

Noch weitere 11 männliche Einzelstarter begaben sich auf die Strecke rund um den Tegeler See, welche mit Treppen, Brücken- und einer Inselüberquerung unter anderem gespickt war. Das alles meisterte Moritz bravourös. Entkräftet, etwas unterkühlt aber dennoch überglücklich durfte ich seinen Zieleinlauf nach 1:32,47 Stunden miterleben, was den 4. Gesamtrang bedeutete. Zusätzliche Erleichterung gab es, als die erste Frau kurz nach ihm die Ziellinie überquerte! Mit Sandra Cummerow (Multisport-LOS e.V.) wechselte er sich auf der Strecke mit der Führungsarbeit ab. Sie als ehemalige Freiwasserschwimmerin holte in Ihrer Paradedisziplin Moritz wieder ein, der beim Laufen immer den Spieß umdrehte.

"Das war richtig toll!", sprudelte es danach aus ihm heraus. "Für mich war die größte Herausforderung heute die Orientierung. Es ist schon eine andere Situation, weil nicht immer so viele andere Athleten um einem herum schwimmen. Einen kleinen Umweg musste ich einmal nehmen." Bezüglich der Wassertemperatur klärte mich Moritz genau auf. Zuerst ist es ein richtiger Kälteschock, und man hat dann wohl damit zu kämpfen diesen zu überwinden und sich auf die Atmung zu konzentrieren. Das gibt sich dann wohl alles nach ein paar hundert Metern wieder. Das es eine Wiederholung im nächsten Jahr bei einem SwimRun geben wird, stand gleich danach für ihn fest, auch wenn die Hände noch zittrig den Teebecher hielten.

Wie beim Triathlon, ist die SwimRun Community auch eine ganz besondere. Für den letzten Zieleinlauf standen viele Teilnehmer Spalier und peitschen mit ihrer Anfeuerung das Duo ins Ziel. Neben der Classic-Distanz, gab es auch eine Sprintdistanz. Wer dann doch lieber über die gesamte Strecke seinen Support dabei haben wollte, konnte dies auch als Zweier-Team bestreiten. Berlin war die Finalstation der deutschlandweiten SwimRun Urban Challenge Tour 2018, welche 8 Stationen beinhaltete. Somit kam das Starterfeld aus der gesamten Bundesrepublik. Aber auch einige internationale Athleten ließen es sich nicht nehmen in der Hauptstadt mit einem Lächeln die Ziellinie zu überqueren.

Besonders hervorheben möchte Moritz, die gute Organisation und das Flair der Strecke. "Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn der Organisator plötzlich beim Laufen neben dir auf dem Rad erscheint und dich anfeuert. Toll war auch die Unterwasserwelt der gesamten Schwimmstrecke, welche durch das klare Wasser perfekt einzusehen war."

Ergebnisse hier


© TriGe Sisu Berlin; 16.10.2018