Velothon Berlin 30.5.2010

Bericht Carola Tali

Der diesjährige Velothon war für mich keine Premiere mehr, aber wird auch kein Wettkampf sein, den ich empfehlen würde. Von dem permanenten Platzregen ab Kilometer 65 mal abzusehen. Da ziehe ich doch unsere Gruppenausfahrten vor. Handzeichen gab es bei diesem Rennen so gut wie gar nicht, so dass man zufrieden sein konnte wenn der eine oder andere wenigstens noch eine Kurve angezeigt hat.

Frank, Manu und Carsten habe ich schon bei den ersten Kilometern verloren, da ich mich doch eher darauf konzentrierte Fahrern die unangekündigte Spurwechsel vornahmen auszuweichen. Leider wurden wir auch nicht von einem heftigen Platzregen verschont, der sich doch über die nächsten 30 km hinzog. Gerade als man halbwegs wieder trocken wurde, fing der Regen erneut an. Für die Bedingungen fuhren Jochen, Frank, Manu und Carsten eine sehr passable Zeit und auch ich war am Ende zufrieden doch noch unverletzt und sturzfrei ins Ziel gekommen zu sein.


Bericht Manu Behrendt

In diesem Jahr starteten Frank und ich zum zweiten Mal beim Velothon. Im letzten Jahr hatte ich Frank bereits nach den ersten Metern an eine sehr schnelle Gruppe verloren und kämpfte mich allein durch. Diesmal sollte es anders sein.

Wir trafen in unserem Startblock noch Carsten und Carola, da wir uns als Sisu-Team angemeldet hatten. Der Start verlief wie immer problemlos, da anfangs Skater das Tempo vorgeben. Nachdem wir durch das Brandenburger Tor fuhren, wurde das Rennen offiziell freigegeben. Anfangs konnten Frank, Carsten und ich zu dritt einige langsamere Fahrer überholen und mit Hilfe größerer Gruppen den Speed erhöhen. Carola hatten wir leider schnell verloren. An der Havelchaussee war dann auch Carsten weg, da wir den Anschluss an die Gruppe verloren hatten.

Die ersten Kilometer bewahrheitete sich die Wettervorhersage glücklicherweise nicht - nämlich den ganzen Tag Regen. Dies sollte sich aber bei Kilometer 70 in Ludwigsfelde ändern, binnen Sekunden kamen wir in einen Platzregen, der noch nicht einmal Zeit ließ, die Regenjacke überzuziehen. Wenigstens war die Lufttemperatur moderat, so dass die durchnässten Sachen im Lauf des weiteren Rennen wieder trockneten.

Nach einem Abstecher durch das Land Brandenburg führte die Route über die B101 wieder zurück nach Berlin. Dort haben wir auch Carsten wieder eingeholt. Die Runde über den Tempelhofer Flughafen war recht windig und wir waren froh, die letzten 20 km Richtung Ziel anzutreten. Und kurz vorm Ziel wurden wir dann noch einmal nass, der Wetterfrosch hatte kein Erbarmen.

Trotz der nassen Umstände verlief das Rennen aus unserer Sicht sehr gut. Wir konnten ein hohes Tempo angehen und auch halten. Ich habe mich zum letzten Jahr deutlich verbessert und glaube, beim Start in einem der ersten Startblöcke eine noch bessere Zeit zu schaffen. Nächstes Jahr, nächste Chance…

Fazit: Ich kann den Velothon jedem empfehlen, der gern schnell in einer Gruppe fährt und auch keine Angst hat, wenn es mal enger wird. Achtsamkeit und Voraussicht sind oberstes Gebot und wenn man das berücksichtigt, macht es wirklich großen Spaß.

Ergebnisse: 120km Rennen

Frauen (insgesamt 272 im Ziel)
Pl AKPl Name             AK    Zeit     km/h
---------------------------------------------
  1   1 Arila Kaiser     SEN1  2:41:46  42,88
 54  23 Manuela Behrendt SEN1  3:09:53  36,53
133  58 Carola Tali      SEN1  3:28:40  33,24

Männer (insgesamt 4767 im Ziel)
Pl  AKPl Name            AK    Zeit     km/h
---------------------------------------------
   1   1 Daniel Knyss    M     2:33:06  45,30
 159  63 Olaf Moné      SEN2   2:46:35  41,63
 389 151 Jochen Lebbing SEN2   2:50:42  40,63
1959 818 Frank Behrendt SEN2   3:09:34  36,59
2184 707 Carsten Möller SEN1   3:12:00  36,12


© TriGe Sisu Berlin; 1.6.2010; 19.6.2010