Velothon Berlin 13.5.2018

von Dirk Knäpper

Auf die Idee zur Teilnahme am Berlin Velothon haben mich erst die Schilder mit dem Parkverbot gebracht. Nach Rücksprache mit Freuden, die in früheren Jahren dabei gewesen sind und von "einmalig tolles Erlebnis" bis zu "nie wieder – nur Chaoten" reichten, habe ich beschlossen, es selber auszuprobieren.

Scheinbar war ich der einzige von Sisu, da ich zumindest in der Ergebnisliste mit der Suche nach Sisu nur mich gefunden habe. Da ich kurz davor die neue Vereinskleidung abholen konnte, habe ich diese auch gleich genutzt. Wirklich klasse, vielen Dank an alle die an der Beschaffung und Verteilung beteiligt waren!

Nachdem im Winter mein Training im Wesentlichen aus der halbwegs regelmäßigen Teilnahme am Sisu Schwimmtraining (und Snowboarden) bestanden hatte, war der Velothon für mich weniger Wettkampf als viel mehr Motivation, endlich auch beim Laufen und Radfahren richtig ins Training einzusteigen. Bis Ende April lag die Anzahl meiner Einheiten in beiden Sportarten jeweils noch im einstelleigen Bereich.

Die Entscheidung für die 100 km Distanz war schon deshalb einfach, da die Startzeit mit 10:30 deutlich angenehmer war als bei den 60/160 km mit 7:30 Uhr. Das Einfahren war der kurze Weg von meiner Wohnung zum Potsdamer Platz, das Wetter war mit ca. 23 Grad und Sonnenschein perfekt.

Mein Start erfolgte in der letzten Gruppe und war um fast 20 Minuten verzögert. Trotz der Verspätung wirkten die meisten Starter sehr entspannt, was sich im weiteren Rennverlauf auch zeigte, es gab trotz der großen Teilnehmerzahl kaum brenzligen Situationen. Ob das weitere vorne genau so war, kann ich natürlich nicht sagen.

Motiviert durch die gute Stimmung und die freie Straße bin ich erst mal viel zu schnell losgefahren, die ersten 10 km mit einem 37 Schnitt. Gerade rechtzeitig habe ich noch die Kurve bekommen und bin an der Havelchaussee die Anstiege ganz gemütlich im kleinen Gang gefahren. Danach hatte ich das Glück, eine größere Gruppe zu finden, die ziemlich konstant mit ungefähr 33 Stundekilometer den Rest der Strecke durchgefahren ist, da ich selber kaum Führungsarbeit machen musste und der Windschatten durch den ganzen Pulk erfolgte, hat das auch gut geklappt.

Die Fahrt ohne Stopps und ohne auf Autos achten zu müssen, war zusammen mit der hohen Geschwindigkeit im Windschatten für mich eine perfekte Trainingseinheit, mit über 90 Euro für die späte Anmeldung nicht ganz billig, aber für mich das Geld auf jeden Fall wert.


© TriGe Sisu Berlin; 24.5.2018