Gedanken zum Osterfest 31.3.2013

von Susi Bettge; Fotos: Dirk

Aus unserem privaten Trainingslager in der Brandenburgischen Tundra

I

Schwarz glänzt das Gummi auf nassem Asphalt,
stets tropft die Nase, die Füße sind kalt.
Ich fahr mit dem Rennrad, ich bin Triathlet,
zum fit Werden ist es jetzt fast schon zu spät.
Der Wind kommt von Osten, er bringt neuen Schnee,
unter Platten von Eis liegt noch immer der See.
Doch kaum lugt die Sonne für Minuten hervor,
schon zwitschern die frierenden Vögel im Chor:
„Es kann doch nicht wahr sein, der März ist schon um,
was lungert der Winter noch immer hier rum?
Was ist das jetzt bloß für 'ne Zwischeneiszeit?
Wann wird’s endlich Frühling, wann ist es soweit?“

II

Rennradfahren macht mir großen Spaß,
doch zum glücklich Sein fehlt grad noch was.
Es singen keine Vögel hier im Wald,
der Wind weht aus Nordosten bitterkalt.
Noch nicht einmal das Gras zeigt uns sein Grün,
geschweige denn, dass gar schon Blumen blüh‘n.
Bei Frost, da mag die Dura Ace nicht schalten,
die Kleidung kann die Kälte kaum abhalten,
das Wasser in der Flasche friert fast ein.
Wo bleibt bloß dieses Jahr der Sonnenschein?
Ich sehne mich nach Wärme und dem Duft
von ersten Frühlingsblüten in der Luft.


© TriGe Sisu Berlin; 3.4.2013