Wetter: Temperaturen um die 20°C, kein Regen, kräftiger Westwind
Zu diesem Bericht gibt es eine Vorgeschichte: Ich bin zwei Wochen vor dem BerlinWoMan unverdient Vereinsmeister beim Triathlon Bornsdorf geworden, weil die Regionalligatabelle mich zum Sieger erklärte, aber nicht einfach übertragen werden kann. In Bornsdorf habe ich das Radfahren überpaced und konnte auch wegen der hohen Temperaturen um die 35°C in der ersten Laufrunde fast nur gehen. Entsprechend überrascht war ich, dass ich die vielen Ironmänner hinter mir gelassen hatte. Frank, der eine AK unter mir startet, hat mir 20 Minuten(!) abgenommen und ist nur Dritter geworden.
Ans Strandbad Wannsee bin ich mit den besten Vorsätzen gekommen und dem festen Entschluss, dass dies mein letzter Wettkampf sein sollte. Viele Sisus starteten mit mir: Janne, Kerstin und Ricarda, Gustavo , Rubén, Kubi und Chrsitopher Özbek. Über die Mitteldistanz waren am Samstag schon Enrico und Dirk Knäpper dabei.
Das Schwimmen litt für alle Teilnehmer*innen unter dem starken Wind und meine Zeit war im Vergleich ganz gut (145. von 376 Männern). Mit dem Radfahren war ich weniger mit der Zeit als mit der Krafteinteilung zufrieden. Es machte sich deutlich bemerkbar, dass ich lieber lange fahre wie im Juni bei der Vätternrundan und höchst ungern Intervalle beim Radfahren trainiere, obwohl Olaf mir das regelmäßig ans Herz legte und gerade für die Wannseerunde genaue Vorgaben machte. Also kam ich mit der 264. Radzeit zum letzten Wechsel und – darauf bin ich wirklich stolz – konnte die beiden Laufrunden gleichmäßig durchlaufen. Darum überwog trotz der 345. Laufzeit die Zufriedenheit, denn ich bin gerade so unter 6:30 min/km geblieben und kam nach 1:40:08 h auf dem 276. Platz ins Ziel.
Am Ende gewann ich meine Altersklasse, weil mein einziger Konkurrent nach dem Radfahren aufgegeben hat. Und wegen der guten Schwimmzeit (hier trainieren wir nämlich Intervalle!) habe ich alle drei Starter der AK 70 deutlich hinter mir gelassen.
Nach dem Rennen lag ich mit einem guten Gefühl mit der Finishermedaille um den Hals in der Sonne mit dem Bier in der einen und dem Kuchen in der anderen Hand. Dabei kam schnell die Frage auf „Sollte das wirklich der letzte Wettkampf gewesen sein?“ Entscheiden werde ich das Weihnachten, denn Wettkämpfe sind eigentlich das Salz in der Suppe.

